Kurzmeldungen aus Südafrika -----------------

Bunter Info-Mix aus Südafrika

Riley Edwards-Raudonat, Verbindungsreferent Afrika der »Evangelischen Mission in Solidarität«, hat letztmals vor dem Dienstende die Brüdergemeine in Südafrika besucht und darüber einen 16seitigen Bericht in Englisch verfasst. Stationen seiner Reise waren Durban, Matatile, Malute, Cedarville, Queens-town, Shiloh, Whittlesea, Port Elisabeth, Kapstadt, Kulis River, Mamre, Elim und Stellenbosch. Er nahm in Augenschein das HIV/Aids-Projekt »Masangane«, das in Matatile gut läuft, das aber in Shiloh notleidend ist, das Förderzentrum »Elim Home«, das jetzt sogar über einen Swimmingpool verfügt und in dem z. Zt. sieben junge Freiwillige arbeiten, sowie Projekte der theologischen Ausbildung. Natürlich standen auch Gespräche mit der Kirchenleitung über die allgemeine sowie die wirtschaftliche Lage der Unitätsprovinz Südafrika auf dem Programm. Zum kompletten Bericht hier.

Neues Unterrichtsfach eingeführt

Anknüpfend an den Religionsunterricht wurde mit Schuljahresbeginn im Oktober 2017 in den zahlreichen Schulen der Brüdergemeine in Surinam ein neues Unterrichtsfach »Levensbeschouwelijke Vorming« eingeführt, das der kulturellen und religiösen Vielfalt im Lande Rechnung trägt. Mit diesem neuen Unterrichtsfach sollen die Schülerinnen und Schüler für Werte und Normen im eigenen und fremden Umfeld sowie für Entwicklungen in Natur, Kultur und Gesellschaft sensibilisiert und damit zu einer lebenslangen Entdeckungsreise eingeladen werden. Ein dicker Ordner mit Anregungen sowie für das Sammeln von Unterrichtsmaterial wurde den Lehrkräften in den Räumen der Schulstiftung der Brüdergemeine bei einem pädagogischen Abend überreicht, bei dem auch das surinamische Fernsehen zugegen war. Viele Bilder hier.

»Moravian Mission Shop« in Südafrika

Lettice Joemath, die Ehefrau von Bischof Augustine Joemath, betreibt neuerdings in Kapstadt, Moravian Hill, Distrikt 6, einen kleinen Shop, dem sie den Namen »Moravian Mission Shop« gegeben hat. Der Shop ist ein privates Unternehmen, das gegründet wurde, um die Brüdergemeine, ihre Projekte sowie ihr Verständnis des christlichen Glaubens durch Kunst und Handwerk zu fördern. Viele Waren wurden von Mitgliedern der Brüdergemeine gefertigt. Einige Produkte: Schürzen mit aufgesticktem Herrnhuter Stern, T-Shirts mit Lamm-Emblem, Teller und Abendmahlstücher mit Lamm-Emblem, Magnete und Sticker mit Lamm-Emblem, Gemälde, Drucke, Mosaike, Keramik, Schmuck und Bücher. Mehr Informationen hier. Für Produkt-Bilder auf ›Fotos‹ klicken. E-Mail für Bestellungen: letticej(at)gmail.com.

Praktikum im Tomatenprojekt in Elim

Paul Nuding, ein junger Freiwilliger im »Elim Home« der Brüdergemeine in Südafrika, hatte die Gelegenheit, im Tomatenprojekt der Einrichtung mitzuarbeiten. Er schreibt: »Ich habe die Tomaten vom Pflanzen der Setzlinge bis zur Lieferung an den Supermarkt begleitet. Momentan umfasst das Projekt sieben Gewächshaustunnel und vier Mitarbeitende unter Leitung von Stephen van Dyk. In den Tunneln befinden sich Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien, so dass immer mindestens in einem Tunnel geerntet werden kann. Pro Jahr werden in den Tunneln vier komplette Tomatenzyklen angebaut. Das bedeutet: Viermal im Jahr gibt es einen Zeitraum, in dem der Tunnel geerntet werden kann. Jeder Tunnel umfasst zehn Reihen mit 60 Pflanzen. Die Bewässerung erfolgt mit Hilfe eines raffinierten Systems«. Der ganze Bericht hier.

Von guten und schlechten »Elternhäusern«

Wie groß das Einzugsgebiet ist, aus dem die Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen kommen, die im »Elim Home« in Südafrika betreut werden, erlebte kürzlich der junge Freiwillige Paul Nuding. Nur selten sind es die Eltern, zu denen die Kinder und Jugendlichen in den Ferien mit einem Kleinbus gebracht werden, meist agieren an deren Stelle Verwandte, Nachbarn oder Pflegeeltern. Elf Stunden war Paul Nuding unterwegs, um fünf Kinder »nach Hause« zu bringen. Er schreibt: »Im Auto war die Nervosität der Kinder zu spüren. Bei allen fünf Kindern sind wir in arme Verhältnisse gefahren. Einige Angehörige haben sich gefreut, ihr Kind zu empfangen, bei anderen hat man gespürt, dass diese es als Last empfinden, für das Kind sorgen zu müssen«. Die Reflexionen von Paul Nuding hier.

Christine Grötzinger besuchte »Elim Home«

Christine Grötzinger, Leiterin des Fachbereichs Projektförderung der »Evangelischen Mission in Solidarität«, besuchte kürzlich das »Elim Home« der Brüdergemeine in Südafrika, eine der wenigen Einrichtungen für behinderte Menschen im ländlichen Südafrika. In einem Bericht zitiert sie Lesinda Cunningham, die Leiterin des »Elim Home«: »Die größte Herausforderung sind nicht die Kinder. Das Problem sind die Kinder, die wir vor 20 Jahren aufgenommen haben, als wir anfingen. Die meisten von ihnen leben noch immer hier, weil ihre Familien sie nicht wiederhaben wollen. Sie waren die erste Generation von Kindern, die nicht mehr versteckt und vernachlässigt wurden«. Lesinda Cunningham möchte die »alten Kinder« nicht zwangsweise zurückschicken. Doch eine Dauerlösung ist das nicht. Mehr hier.

Jugendmitarbeiter im Interview

Jürgen Reichel, Generalsekretär der »Evangelischen Mission in Solidarität« (EMS) hat kürzlich David Daniels (l.) und Mpiwe Mpeka interviewt - siehe hier. Beide arbeiten im Jugendverband der Brüdergemeine in Südafrika (MYUSA). Die Fragen, die beide beantworten, lauten: Wo liegt der Schwerpunkt der Jugendarbeit der Brüdergemeine in Südafrika? Welche Aktivitäten führt der Jugendverband derzeit aus? Wie erfolgt die Kooperation zwischen der MYUSA und dem EMS- Jugendnetzwerk? In den Antworten ist die Rede vom Führungskräfte-Training, von Vernetzung der Arbeit in den verstreuten Gemeinden, von verstärkter Präsenz Jugendlicher auf Synoden, von Diskussions-Abenden über ethische und gesellschaftliche Fragen.

Gemeindepartnerschaft Zeist - Genadendal?

Von einem anrührenden Erlebnis berichtet die Reisegruppe aus der Brüdergemeine Zeist (NL), die sich derzeit in Südafrika aufhält, in ihrem Internet-Blog - sieher hier. Im Kirchensaal der Brüdergemeine Genadendal, der ältesten Brüdergemeine in Südafrika und immer noch eine der wichtigsten, sangen die niederländischen Gäste für ihre südafrikanischen Gastgeber ein Lied aus Surinam: »We da gnadezon fu Yesus«. Anschließend überreichten sie der Gemeinde einen Stern aus Herrnhut - die weltweite Brüder-Unität im Kleinen. Sie hörten sowohl vom lebendigen Gemeindeleben als auch von gesellschaftlichen Problemen wie z. B. von Arbeitslosigkeit, Drogensucht und Gewalt. Bei diesem Besuch wurde die Idee geboren, die Gemeinden Zeist und Genadendal in Zukunft partnerschaftlich besonders zu verbinden.

Personalentscheidungen in Südafrika

Die Wahlen in kirchenleitende Positionen und in regionale Bischofsämter waren zentrale Punkte auf der Agenda der Synode der Unitätsprovinz Südafrika, die Anfang Oktober 2016 stattfand. Brian Abrahams, bis jetzt Vorsitzender der Kirchenleitung, wurde zum Bischof der Westkap-Region gewählt. In einer zweiten Wahl entschieden die Synodalen sich für Roger Ruiters in der Nachfolge von Lennox Mcubusi als Bischof für die Ostkap-Region. Als neuer Vorsitzender der Kirchenleitung wird Godfrey Cunningham amtieren, bisher Pfarrer der Brüdergemeine Elim. Außerdem beschäftigte die Synode sich mit den hohen strukturellen Defiziten in ihrem Budget. Diese sind vor allem auf die hohen Kosten in den traditionellen Missionsstationen zurückzuführen. Godfrey Cunningham ist in Deutschland gut bekannt. Er war fünf Jahre lang Pfarrer in Heidelberg, Mehr Informationen hier.

Werbung für die Brüdergemeine Mamre

Ein südafrikanisches historisches Portal bzw. Reiseportal empfiehlt einheimischen wie ausländischen Touristinnen und Touristen den Besuch des Ortes und der Brüdergemeine Mamre. Das verschlafene Städtchen liegt nur etwa 50 Kilometer von Kapstadt entfernt direkt an der beliebten R27, der »West Coast Road« und hat etliche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Auf der Website wird auch auf die interessante Geschichte der 1808 gegründeten Missionsstation sowie der 1854 gegründeten Gemeinde eingegangen. Das Kirchlein mit einer aus Dänemark eingeführten Orgel und einer großen Glocke stammt aus dem Jahre 1818. Im Jahre 1830 entstand eine kleine Getreidemühle, die zunächst durch Pferde, ab 1839 durch Wasserkraft, ab 1873 durch eine Dampfmaschine und später durch einen Dieselmotor angetrieben wurde. Mehr hier

Im Mittelpunkt: das »Elim Home«

Ausführlich beschäftigen sich die »ZZg-nieuws«, das Magazin der Missionsorganisation der Brüdergemeine in den Niederlanden, mit dem »Elim Home« in Südafrika. Das Haus 200 km südöstlich von Kapstadt wurde 1963 gegründet und bietet 50 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen zwischen 5 und 39 Jahren eine 24-Stunden-Betreuung. Außerdem betreibt es Tagespflege-Stationen in Bredasdorp und Gansbaai und kümmert sich um Kinder, die zu Hause leben. Die Einrichtung erhält pro Kind eine Basiszuwendung vom Staat und tut viel für die Generierung von Eigenmitteln (Tomatenzucht), dennoch braucht sie Spenden und den Dienst von Freiwilligen. Elim ist ein Dorf mit einer sehr traditionellen Brüdergemeine, dessen Verantwortlichen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vorantreiben (Gewerbe, Infrastruktur, Tourismus).

Konzerte mit »Bellmor Brass« aus Südafrika

Aus Südafrika haben sich dieser Tage 14 Einzelpersonen und vier Paare nach Mitteleuropa aufgemacht, um am »Deutschen Evangelischen Posaunentag« vom 3. bis 5. Juni 2016 in Dresden teilzunehmen. Die Jugendlichen und Erwachsenen gehören dem kleinen, aber feinen Ensemble »Bellmor Brass« (Bellville Moravian Brass Band) aus einer Brüdergemeine in Kapstadt an. Das Ensemble wird von Brian Engel geleitet; mit von der Partie ist auch der »Bläsermissionar« Tyron Hitzeroth aus Port Elisabeth. Vor und nach dem Posaunentag wird das Ensemble noch Konzerte in der Tschechischen Republik (29. Mai in Chrastava; 30. Mai in Liberec-Růžodole; 31. Mai in Hrádek nad Nisou) sowie am 2. Juni in Großenhain, am 6. Juni in Herrnhut sowie am 7. Juni in Niesky, jeweils um 19.30 Uhr, geben. Siehe auch hier.

Erfahrungsaustausch Elim Home - Sternberg

Nachdem im Jahre 2015 das Leitungsteam des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) einen Besuch im »Elim Home«, einer ähnlichen Einrichtung der Brüdergemeine in Südafrika gemacht hatte, trafen nun Godfrey und Lesinda Cunningham zu einem Gegenbesuch auf dem Sternberg ein. Ersterer ist Pfarrer in Elim, Letztere leitet das »Elim Home«. Die Herrnhuter Missionshilfe fördert diesen Erfahrungsaustausch, der beide Einrichtungen voran bringt, obwohl sie in unterschiedlichen Gesellschaften beheimatet sind. Vom 19. bis 30. März 2016 wurde nicht nur gemeinsam gearbeitet und diskutiert, sondern auch gefeiert und die Umgebung erkundet. Ausflüge führten zu den historischen Stätten in Aboud, Jericho, Nablus, Kalkilia, Jenin und Bethlehem.

Musik mit Mehrwert in der Ostkap-Provinz

Ein Missionar der besonderen Art ist Tyrone Hitzeroth aus Port Elisabeth in Südafrika. Er, ein begnadeter Musiker, sammelt Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien bzw. schlecht entwickelten Stadtteilen und erteilt ihnen Blasunterricht. Auf diese Weise gibt er dem Alltag der Kinder und Jugendlichen eine Struktur und baut sie in die Gemeinden ein. Was als Privatinitiative begann, geschieht nun mit Hilfe der Brüdergemeine in Südafrika und der »Zeister Missionsgesellschaft«. In den abgelegenen Dörfern in der Ostkap-Provinz und in Johannesburg sind schon acht Bläserchöre entstanden: »Es geht bei dem Projekt nicht eigentlich um Musik, sondern um Dinge, die man lernt, wenn man Musik macht«. Eine Bilderstrecke hier. Ein Video hier.

Den Jahreswechsel am Strand erlebt

Cara Sophie Meffert, derzeit als junge Freiwillige im »Elim Home« der Brüdergemeine in Südafrika tätig, hat den Jahreswechsel 2015/2016 am Strand von Kapstadt verbracht. Davon sowie vom Ablauf des Weihnachtsfestes in der beliebten Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die von der Brüdergemeine in Südafrika getragen wird, erzählt sie in ihrem Blog - siehe hier. Liturgisch ähnelte die Feier der Christnacht derjenigen in Europa, ganz anders war jedoch die Ausstattung des Kirchensaales. An eine bunte Lichterkette auf dem Fußboden und eine weiße Lichterkette in Kopfhöhe des Pfarrers, die außerdem noch in verschiedenen Tempi blinkte, musste sich die Jugendliche erst allmählich gewöhnen. Genossen hat sie die enge Einbeziehung der Kinder in den Weihnachtsgottesdienst.

Raylene Williams freut sich auf Herrnhut

Derzeit bereitet sich Raylene Williams (19 Jahre) aus der Brüdergemeine Humansdorp in Südafrika, Ostkap-Provinz, auf ihren etwa halbjährigen Einsatz bei der »Herrnhuter Diakonie« in Herrnhut vor. Dieser Einsatz ist über das Freiwilligenprogramm der »Evangelischen Mission in Solidarität« im so genannten Süd-Nord-Austausch zustande gekommen und soll nach einer Eingewöhnungszeit am Jahresanfang im Februar 2016 beginnen. Die Jugendliche wird erstmals ihre Heimat verlassen. Sie hat schon etwas Deutsch gelernt, möchte einmal Lehrerin werden, freut sich auf das fremde Land, auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderung und auf das Mitspielen im Herrnhuter Bläserchor. Dem Nachrichtenportal »News24« gab sie ein Interview – hier. Deutsche Zusammenfassung hier.

Partnerschaftsreise nach Bethesda

Eine Gruppe aus der Brüdergemeine Nordrhein-Westfalen ist Ende November 2015 von einer Partnerschaftsreise nach Bethesda (Südafrika) zurückgekehrt. In einem ersten Bericht heißt es: »Die Reise war einfach nur überwältigend. Der dortige Partnerschaftsausschuss hat unglaublich viel für diesen Besuch gearbeitet und organisiert. Toll war, dass wir in den verschiedensten Häusern  m i t  den Familien leben durten, mal zu viert, mal zwei zu zwei. Des weiteren besuchten wir sämtliche Filialgemeinden, wo wir herzlich begrüßt wurden. Zum dritten bekamen wir die Gelegenheit, uns ein Bild von wichtigen Projekten und Einrichtungen und von Landschaft zu machen«. Im zweiten Teil der Reise traf die Gruppe mit Cathy und Eckhard Buchholz in Port Shepstone zusammen.

Freiwilligen-Wechsel im »Elim Home«

In diesen Tagen beginnen zwei neue Jugendliche aus Deutschland ihren Freiwilligendienst im »Elim Home« der Brüdergemeine in Südafrika, einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung: Cara Sophie Meffert und Frieder Maurer. In ihren Blogs (siehe hier und hier) berichten sie demnächst über ihre Arbeit sowie über ihre Erlebnisse und Eindrücke. Zwei andere Freiwillige haben ihren Dienst gerade beendet. Eine von ihnen, Theresa Ertlmaier aus Hechendorf, hat einen kurzen, zusammenfassenden Einsatzbericht geschrieben (Download hier), in dem sie anschaulich erzählt, wie was sie in den verschiedenen Betreuungs- und Fördergruppen (Butterflies, Sproetjies, Smurfies) bzw. Abteilungen (Physiotherapie, Ergotherapie) erlebt hat, was ihr schwer gefallen ist und was ihr Freude gemacht hat.

Projekt des Monats: "Masangane"

Die »Evangelische Mission in Solidarität« (EMS), der auch die Brüdergemeine in Südafrika als Mitglied angehört, hat das Projekt »Masangane« (Umarmung), ein HIV/Aidsprojekt am Kap der guten Hoffnung, zum »Projekt des Monats« erklärt - siehe hier. Das Projekt war eines der ersten derartigen Projekte in Südafrika, das für viele spätere Projekte Vorbildcharakter besaß. Es vereint präventives bzw. pädagogisches Vorgehen mit der Sorge für die infizierten bzw. erkrankten Menschen sowie mit der sozialen Begleitung und Unterstützung von Waisen und anderen Hinterbliebenen. Nicht selten sind es in Südafrika Kinder und Jugendliche oder auch alte Menschen, die infolge mehrerer Todesfälle von Angehörigen einem kinderreichen Haushalt vorstehen müssen. Ein ausführliches Infoblatt zum Projekt hier.

Als Freiwillige in Johannesburg

Verena Abrell aus Stuttgart, derzeit als Freiwillige in Johannesburg (Südafrika), schreibt in ihrem Blog - Download hier: »Am Wochenende nehme ich an den Aktivitäten der Moravian Church teil, gehe zum Gottesdienst, besuche Chor- und Brass Band Workshops. Ein Highlight war ein »Revival-Service« der Jugendlichen, ein Gottesdienst, der die gesamte Nacht dauerte. Ich fragte mich zunächst, was man wohl die ganze Nacht machen würde. Aber als wir dort waren, als die ganze Nacht gesungen, gebetet, getanzt und gepredigt wurde, da war es schneller Morgen als gedacht.... Ich arbeite auch in einer Grundschule. Dort habe ich den Kindern einige Basics auf Deutsch beigebracht und dort ergab sich auch die Möglichkeit, mit den Kindern das deutsche »Einfach spitze, dass du da bist« einzuüben. Das hat ihnen und mir viel Freude gemacht«.

Projekt des Monats Januar 2015

Das »Projekt des Monats Januar« der Evangelischen Mission in Solidarität, einer Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ist in der Unitätsprovinz Südafrika angesiedelt. Das Projekt »Würde zurückgewinnen - Weiterbildungschancen für Arbeitslose« zielt darauf ab, aus Arbeitslosen Selbständige zu machen. Menschen, die ein Handwerk beherrschen, sollen darin geschult werden, dieses in Eigenregie anzugehen. Denn unter den Arbeitslosen finden sich viele, die nachgefragte Fähigkeiten besitzen. So ist zum Beispiel eine junge Frau aus Magema, einem Dorf nahe bei Matatiele, in der Lage, schöne Kleider eigenständig zu schneidern. Sie entwirft eigene Muster und stellt ihre Kreationen sogar ohne Nähmaschine her. Andere Arbeitslose haben andere Fähigkeiten anzubieten. Es lohnt sich also, Menschen in prekären Situationen niemals aufzugeben. Mehr zu dem Projekt hier.

Lebendige Jugendarbeit

Bei einer Jugendkonferenz lernte der Afrikareferent der »Evangelischen Mission in Solidarität«, Riley Edwards-Raudonat, die Jugendarbeit der Unitätsprovinz Südafrika neu kennen. Schon der Weg zum abgelegenen Konferenzort gestaltete sich schwierig. Etwa 80 Delegierte aus der gesamten Provinz kamen zur Konferenz, manche mussten dafür 20 Stunden anreisen. Es gab keinen Chorleiter, die Gruppe sang einfach immer wieder. Kaffeepausen wurden zu Musikpausen und Präsentationen mit einem Lied aufgepeppt. Die Delegierten waren bunt gemischt aus der Ost- und der Westkap-Region. Neben Englisch sprach man noch Xhosa und Afrikaans. Die Gruppe hielt eng zusammen und das Gefühl von Gemeinschaft war spürbar. Die Konferenz ermöglichte einen Einblick in das Innerste der Regenbogennation. Den gesamten Bericht gibt es hier.

Eindrückliches aus Südafrika

Riley Edwards-Raudonat, Verbindungsreferent Afrika der »Evangelischen Mission in Solidarität« ist von einem Besuch der Unitätsprovinz Südafrika zurückgekehrt und hat einen ausführlichen Bericht mitgebracht. Dieser erlaubt tiefe Einblicke in das Leben der Kirche und stellt Herausforderungen für diese dar. Er erzählt vom Fortgang verschiedener Projekte und von Entwicklungen in Einrichtungen (Masangane - Aids; Tomatenzucht- u. Schuluniform-Programm; Elim Home und Mispah School), von der Synode, der Kirchenleitung, dem Freiwilligenprogramm sowie der Jugendarbeit. Download des Berichtes hier.

Bläserunterricht in Townships

»Durch Musik werden Kinder und Jugendliche erfolgreich von Kriminalität, Gewalt, Alkohol und Drogen abgehalten«. Davon ist Tyrone Hitzeroth, Bläserchorleiter der Brüdergemeine in Südafrika, felsenfest überzeugt. Er meint: »Wer ein Instrument spielt, lernt Ausdauer, kennt keine Langeweile, lässt sich nicht gehen«. Darum macht er zusammen mit jungen Mitgliedern seines Chores regelmäßig Besuche in sozialen Brennpunkten mit dem Ziel, lokale Bläsergruppen aufzubauen. Dabei hilft ihm die »Zeister Missionsgesellschaft«. Diese hat die Arbeit von Tyrone Hitzeroth, speziell die Beschaffung von Instrumenten, in ihr Programm »TwinKids« aufgenommen - siehe Heft 1-2014. »TwinKids« (Zwillingskinder) ist ein Fundraising-Programm für Schulen in den Niederlanden. Mehr hier.

Bessere Zukunft durch Tomaten

Seit langem strebt das »Elim Home« (Kurzfilm hier), eine Behinderten-Einrichtung der Brüdergemeine in Südafrika unweit des Nadelkaps, der Südspitze Afrikas, nach einem höheren Grad der Eigenfinanzierung seiner erfolgreichen Arbeit in einem sehr großen Einzugsgebiet. Jetzt hilft ein neues Projekt der »Zeister Missionsgesellschaft« (ZZg), der niederländischen Schwester der Herrnhuter Missionshilfe, dieses Ziel zu erreichen. Mittels des Projektes »Zukunft durch Tomaten« sollen Tomatenanbau und -vermarktung auf dem Gelände der Einrichtung professionell betrieben werden. Ein Test in einem unbeheizten Folientunnel ergab, dass Tomaten in dieser Region ausgezeichnet gedeihen. In beheizten Folientunneln könnten Tomaten ganzjährig angebaut werden. Auch die »Moravian Church Foundation« unterstützt dieses Projekt.

»Elim Home« feiert runden Geburtstag

Eine der renommiertesten Einrichtungen der Brüdergemeine in Südafrika, das »Elim Home«, ist 50 Jahre alt. Die Jubiläumsfeiern mit vielen Gästen fanden vom 11. bis 13. Oktober 2013 statt (Festprogramm hier). In Elim, einer Brüdergemein-Gründung von 1824, nur 20 km entfernt von der Südspitze Afrikas, werden etwa 50 Kinder aus einem großen Umkreis, alle mehrfach und schwerst behindert, mit geringen Mitteln so gut wie möglich betreut. Lesinda Cunningham, die Leiterin der Einrichtung, und alle Mitarbeitenden fördern ihre Schützlinge unter Einbeziehung von deren Eltern und Verwandten. Die Physiotherapie sowie die Beschäftigungstherapie wurden modernisiert und die alten Gebäude rollstuhlgerecht umgebaut. Viele der Betreuerinnen erhielten eine Fortbildung. Mehr Informationen zum »Elim Home«, in dem Jahr für Jahr auch jugendliche Freiwillige aus Deutschland zum Einsatz kommen, hier. Ein Film (10 Min.) über Elim und das »Elim Home« hier.

Programmbericht "Masangane 2012"

Ein 20seitiger bebilderter Jahresbericht 2012 zu »Masangane« (Umarmung), einem erfolgreichen HIV/AIDS-Programm der Brüdergemeine in Südafrika, liegt jetzt in englischer Sprache vor (Download hier). Seit 2002, dem Jahr des Programmstarts, hat sich in den Köpfen und in der Realität vieles zum Besseren verändert. Menschen wissen, wie sie sich vor dem HI-Virus schützen können. HIV-Infizierte wissen, wo sie sich testen lassen können, wo Medikamente erhältlich sind und wie mit dem HI-Virus zu leben ist. Es gibt auch vielerlei Hilfen für Waisen und Witwen. Dennoch ist das in einem extrem rückständigen und abgelegenen Gebiet angesiedelte Programm mit vier verschiedenen Sparten (Waisenarbeit, Arbeit in 20 Dörfern; Prävention und Aufklärung; Einkommenshilfemaßnahmen) nötiger denn je.