Kurzmeldungen aus Surinam ---------------------

Erntedankfest in Paramaribo-Süd

Am 5. November 2017 feierte die Elisabeth-Gemeinde in Paramaribo-Süd das Erntedankfest. Die Kirche samt ihren angrenzenden Nebenbereichen im Freien war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Von Alt und Jung wurde viel gesungen, erzählt und musiziert. In einem Bericht heißt es: »Unser Festgottesdienst in der schön geschmückten Kirche mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen und dem Verkauf von Lebensmitteln war eine fröhliche Sache, ja eine echte Party«. Die Elisabeth-Gemeinde befindet sich im Stadtteil Boxel im Süden von Paramaribo, gelegen am Suriname-Fluss auf dem Gebiet einer gleichnamigen vormaligen, großen Zuckerrohrplantage. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis ins riesige Binnenland. Hier ist die Bevölkerung besonders bunt gemischt.

Jugendliche starten Fortbildungskurs

Mit Begeisterung haben Jugendleiterinnen und Jugendleiter aus acht Gemeinden in Paramaribo-Süd (Surinam) am 14. Oktober 2017 einen Fortbildungskurs begonnen. Die erste Veranstaltung fand in den Räumen der Saron-Gemeinde statt. Dabei ging es um neue Methoden der Bibelvermittlung,  um Kreativität bei der Kommunikation, um die Nutzung sozialer Medien sowie um Familienfragen. Der gesamte Kurs, der Sonnabend für Sonnabend noch bis Februar 2018 dauert, steht unter dem Motto: »Unsere Energie für die Erneuerung und Verjüngung der Brüdergemeine«. Er wird finanziell gefördert vom deutschen Weltgebetstagskomitee; die Gemeinden müssen aber auch einen Eigenbeitrag leisten. Viele Bilder hier.

Kirchenleitungswechsel in Surinam

Im Oktober 2014 traten sechs Brüder und acht Schwestern ihren Dienst als Mitglieder der Kirchenleitung der Brüdergemeine in Surinam an. Jetzt, bei Dienstende, blickten sie auf drei spannende Jahre zurück. Hesdie Zamuël, der scheidende Präsident der Kirchenleitung, schreibt: »Der Herr der Kirche war uns nahe. Auch dann, wenn wir eigensinnig oder halsstarrig waren, hat er uns nicht verlassen. Ihm gebührt Lob und Ehre für das Positive, das wir erreicht haben. Wir bedanken uns auch für die Unterstützung der Gemeinden. Ich persönlich danke für die vielen Gebete, die ermutigenden Worte und die tatkräftige Hilfe, aus denen ich immer Kraft schöpfte. Ich bitte Gott, dass er in seiner Gnade stets auf unsere Gemeinden achthaben und sie segnen möge, damit sie in dieser dunklen und faden Welt, in der wir leben, Licht und Salz sein können«. Mehr hier. Viele Bilder hier

König bekommt Bibel aus Surinam

Seine Majestät Willem-Alexander, König der Niederlande, empfing am 4. September 2017 im Königlichen Palast Noordeinde in Den Haag eine Delegation der niederländischen Bibelgesellschaft sowie der Bibelgesellschaft von Surinam. Diese Bibelgesellschaften arbeiten in einer Reihe von Bereichen zusammen, einschließlich der Herausgabe einer vollständigen Bibel im Sranan Tongo. Diese Sprache ist in Suriname (neben Niederländisch) weit verbreitet. Der König erhielt ein Exemplar der Bibel als ein Zeichen dafür, dass diese auch in die Niederlanden erhältlich sein und gelesen werden wird. Bei seinem Gespräch mit der Delegation ging es um die Bedeutung der Migrantenkirchen in den Niederlanden. Der König ist der Schirmherr der niederländischen Bibelgesellschaft. Bildrechte: RVD/Jeroen van der Meyde. Pressemeldung des Königshauses hier.

Desiré Peerwijk zum Präses gewählt

Gegen Ende der Synode der Unitätsprovinz Surinam wurde am 25. August 2017 in Paramaribo in der »Wanicakerk« eine neue Kirchenleitung für drei Jahre gewählt. Gleich im ersten Wahlgang erhielt mit 90 von 118 abgegebenen Stimmen Desiré Peerwijk die erforderliche Mehrheit für seine Wahl zum Präses. Er war in der vorherigen Kirchenleitung der erste Stellvertreter des Präses. Die anderen beiden Mitglieder des Präsidiums sind Sylva Majana-Zamuël und Clifton Walker. Die Geschwister in Surinam bedanken sich für die Begleitung der Synode aus der Ferne und senden herzliche Grüße nach Deutschland, besonders Emile Ritfeld, der durch die Wahl von Renold Pansa eine Entlastung von seinen Bischofsaufgaben erwartet, und Hesdie Zamuël, der bisherige Präses. Die erste Ansprache des neuen Präses hier.

Evangelisation einmal anders

Nicht liturgisch und in einem Kirchenraum, sondern laut und lebensfroh und auf der Straße beging die Jugend der Brüdergemeine in Surinam den diesjährigen »13. August«, den geistlichen Geburtstag der Herrnhuter Brüdergemeine. Die Jugendlichen hatten zu einem evangelistischen Umzug durch die Straßen von Paramaribo eingeladen, bei dem gesungen und getanzt, musiziert und gelacht wurde. Der Zielort des Umzuges, der zum den zahlreichen kirchlichen Veranstaltungen im »Festmonat August« (auch »Herrnhuter Monat« genannt) gehörte, war das Jugendzentrum der Brüdergemeine in der Johannes-Raillard-Straat. Am Schluss eines Berichtes über den evangelistischen Umzug heißt es werbend: »Macht mit bei uns! Das Christsein ist eine sehr angenehme Sache«. Ein kurzes Video vom Umzug hier.

Viele Aktivitäten im »Festmonat August«

Der Höhepunkt im Kirchenjahr der Provinz Surinam ist der »Festmonat August«, der als Gedenk-, Feier- und Rüstmonat begangen wird. Jede Gemeinde bietet in Erinnerung an die Gründung der Erneuerten Brüder-Unität am 13. August 1727 in alten Herrnhut besondere Veranstaltungen an. Es gibt aber auch Angebote der Gesamt-Provinz, z. B. einen zentralen Eröffnungsgottesdienst in der »Großen Stadtkirche« in Paramaribo, eine Retraite für Bischöfe, Presbyter und Pastoren, ein Liebesmahl der »Stadtmission« sowie ein Sportfest und ein musikalisches Nachtgebet für Jugendliche. In diesem Jahr wird während des Festmonats auch eine Provinzialsynode abgehalten, auf der u. a. wirtschaftliche Fragen und die Wahl eines neuen Bischofs auf der Tagesordnung stehen.

Rumänien will Surinam unterstützen

Das rumänische Weltgebetstags-Komitee bat die Herrnhuter Missionshilfe darum, drei kleinere Projekte in Surinam genannt zu bekommen, für die am 2. März 2018 beim Weltgebetstag in Rumänien gesammelt werden kann. Die Herrnhuter Missionshilfer hat diese Anfrage an ihre niederländische Schwesterorganisation, die Zeister Missionsgesellschaft, weitergereicht, die für die Unterstützung der Brüdergemeine in Surinam federführend verantwortlich ist. Diese benannte inzwischen drei Projekte, für die in Surinam Spenden gebraucht werden: Weiterbildungskurse für Kirchenleiterinnen und Kirchenleiter, Renovierungsarbeiten im Altenheim »Huize Francis« in Paramaribo (Foto), Unterbringung von Frauen aus dem strukturschwachen Binnenland in einer Einrichtung in Paramaribo vor einer anstehenden Geburt.

Andachtsbüchlein in Paramaribo präsentiert

Am 25. Juni 2017 wirkte John Kent, Bischof der Brüder-Unität, im Gottesdienst der Bethania-Gemeinde in Paramaribo (Surinam) mit. Der Gottesdienst stand unter dem Leitthema »Das Leben feiern«. Im Gottesdienst wirkten auch Kinder und Jugendliche mit, die sangen und tanzten. Zwei Kernsätze aus der Predigt des Bischofs lauteten: »Erkenne, wer du bist und wer du sein möchtest und dann nimm diesen Platz ein«. Und: »Wenn wir richtig mit unserem Leben umgehen, bekommt unser Leben Tiefe, und das wirkt sich auf andere aus«. Am Ende des Gottesdienstes präsentierte Ingrid Hill-Peerwijk eine Broschüre mit dem Titel »Guten Montag«. Die Broschüre beinhaltet eine Sammlung von 52 Texten - für jede Woche im Jahr einen Text - mit ermutigenden Gedanken, die inspiriert wurden von Ideen bzw. Aussagen von Bischof John Kent.

Surinamer zu Besuch in Guyana

Nur selten gibt es Informationen über eine der kleinsten Unitätsprovinzen, die Provinz Guyana mit acht Gemeinden und nur 1.000 Mitgliedern. Vom 21. bis 24. April 2017 machten Mitglieder aus der Unitätsprovinz Surinam bei ihren Nachbarn. Die Reisegesellschaft um Bischof John Kent, die schon viel gemeinsam unternommen hat, unter anderem eine Reise nach Zeist, woher ihr Name »Zeisthertsje« rührt, wurde mit Freuden empfangen. Gemeinsam mit den Geschwistern in Georgetown, Linden und New Amsterdam gab es nicht nur Andachten und Gottesdienste, sondern auch Vorstellungs- und Diskussionsrunden, eine Surinamische Nacht, eine Tee-Party und eine Hut-Modenschau. Dokumentiert werden die fröhlichen Begegnungen in einem Internet-Fotoalbum mit 87 Bildern - siehe hier.

Jugendgottesdienst am Ostermontag

Am Ostermontag, dem 17. April 2017, fand in Surinam in der Brüdergemeine Flora/Marowijne, in einem Stadtbezirk von Paramaribo, ein Jugendgottesdienst statt. Für den Gottesdienst verantwortlich waren die Leiterinnen und Leiter der verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen in der Gemeinde. In einer Art Leistungsschau gab es u. a. Beiträge vom Team der Sonntagsschule, des Teenie-Clubs und des Jugend-Clubs. Dabei spielte natürlich immer wieder die Musik eine große Rolle, unterbrochen von Verkündigungsbeiträgen. Auch etliche Erwachsene, Seniorinnen und Senioren ließen sich von den Jugendlichen mitreißen. Bei dem Gottesdienst geschah genau das, was Gold auf Weiß in großen Buchstaben auf einem Holzbalken im Kirchenschiff zu lesen war: »Halleluja, loof de Here, mijne ziel«. Mehr Bilder hier.

Im Interview: Julie Small aus Surinam

Auf ihren Webseiten und in ihrer Zeitschrift »ZZg-nieuws« stellt die »Zeister Zendingsgenootschap«, die Missionsge-sellschaft der Brüdergemeine in den Niederlanden, ihre Partnerorganisationen vor. Sie beginnt mit der Ärztlichen Mission in Surinam. Zwei Kurzfilme hier. Im ersten Film wird Julie Small interviewt, die Leiterin der Ausbildung in der Ärztlichen Mission. Diese arbeitet im Binnenland von Surinam, das von tropischem Regenwald bestanden ist und drei Viertel der Fläche des Landes ausmacht, mit Gesundheitsassistentinnen, den »Ohren und Händen der weit entfernten Ärzte in den Städten«. Ihnen obliegt die Entscheidung, ob es sich bei einem medizinischen Problem um einen Notfall handelt oder nicht. Der surinamische Staat schätzt die Arbeit der Ärztliche Mission sehr. Die Brüdergemeine unterstützt die Ausbildung von 25 Gesundheitsassistentinnen.

Verschiedene Nachrichten aus Surinam

Am 19. Februar 2017 wurden in der »Großen Stadtkirche« in Paramaribo von den Bischöfen Emile Ritfeld und John Kent zu einem Diákonus bzw. einer Diákona ordiniert: Magnus Erné Pamari Pamari (Nieuw Aurora), Erwin Soenardjo Soetosenojo (Nieuw Nickerie) und Ifna Martha Quintius-Renfurm (Saint-Laurent, Französisch Guyana). Viele Bilder hier. + + + Vom 6. bis 14. Februar 2017 traf sich in Paramaribo die Theologische Kommission der weltweiten Brüder-Unität. Aus Surinam wurde in dieses neunköpfige Gremium Hesdie Zamuël, Vorsitzender der Kirchenleitung, gewählt. + + + Neun Pfarrerinnen und Pfarrer der Brüdergemeine haben sich gemäß den neuen gesetzlichen Bestimmungen zu »Religiösen Standesbeamten« ausbilden lassen und dürfen jetzt im Staatsauftrag Eheschließungen vornehmen.

Interview mit Dutsy Ijvelaar aus Moengo

Dutsy Ijvelaar (43), Direktorin der »Fred Murray Schule« in Moengo im Binnenland von Suriname mit mehr als 200 Grundschulkindern, trat ihren Dienst vor zweieinhalb Jahren an. Während dieser Zeit nahm ihre Schule am »Edukans World Teacher Programm« teil, d. h. die Schule wurde von Lehrkräften aus den Niederlanden nicht nur visitiert, vielmehr wurden die Lehrkräfte in Moengo auch gecoacht. Dadurch haben sich deren Kompetenz und Motivation erhöht, das Niveau der Schule nahm zu. In einem Online-Interview bekennt Dutsy Ijvelaar: »Ich kann jetzt viel besser delegieren. Ich mache mir für jeden Tag einen Plan und schaffe so viel mehr. Früher arbeiteten alle Lehrkräfte nur für sich, jetzt arbeiten wir zusammen. Gemeinsam sind wir verantwortlich für die Ergebnisse der Schule. Wissen weltweit zu teilen macht Sinn«. Das ganze Interview hier.

Weihnachtsfeier in Paramaribo

Am 22. Dezember 2016 fand in der »Mama Kerki«, der hölzernen Großen Stadtkirche von Paramaribo, eine Weihnachtsfeier für Mitarbeitende der Brüdergemeine in Surinam statt. Bei dieser Gelegenheit wurden durch die anwesenden Vertretungspersonen der Kirchenleitung diejenigen Mitarbeitenden ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr ein Dienstjubiläum feiern konnten. Zugleich wurde bei dieser Feier auf das zu Ende gehende Kalenderjahr zurückgeblickt und allen Mitarbeitenden für ihr Engagement gedankt. Wörtlich hieß es: »Gran Tangi alle harde werkers in Gods wijngaarde« (Herzlichen Dank allen Schwerarbeitern in Gottes Weinberg). Weil mehr als die Hälfte der Einwohner von Surinam in und um Paramaribo lebt, gibt es hier auch die meisten Mitarbeitenden der Brüdergemeine. Viele Fotos hier.

Interview mit der Lehrerin Lydia Esser

Age Kramer und Daniel Claas von der »Zeister Zendingsgenootschap« weilten kürzlich in Surinam, wo sie u. a. bei diversen Partnerorganisationen kurze Filmportraits erstellten, die demnächst im Internet abrufbar sind - siehe hier. Mitarbeitende aus dem Theologischen Seminar sowie aus den Bereichen Bildung, medizinische Versorgung und allgemeine soziale Dienste der Brüdergemeine erläuterten, warum ihnen ihre Arbeit so wichtig ist und welche Bedeutung diese für das Leben der Menschen in Surinam hat. Zu Worte kam dabei auch Lydia Esser, die 40 Jahre für die »Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam« tätig war. Das Interview wurde aufgenommen am ersten Tag ihres Ruhestandes, in dem sie weiter für die Brüdergemeine tätig sein will.

Qualifizierte Lehrkräfte für das Binnenland

Nach einer mehrjährigen Motivations-, Werbe- und Lenkungs-Kampagne ist es der Brüdergemeine in Surinam gelungen, mehr und mehr qualifizierte Lehrkräfte für den Dienst an einer Schule im abgelegenen Binnenland zu gewinnen. Darauf weist Mildred Demon, Vorsitzende der »Schulstiftung der Brüdergemeine«, hin und erzählt: »Wenn ich heute jemandem vorschlage, an einer Schule an einem der Binnenland-Ströme zu arbeiten, dann läuft diese Person nicht mehr eilig davon und fragt auch nicht mehr entrüstet, wo dieses Nest sich denn befindet«. Die Brüdergemeine organisiert für die Bewerber und Bewerberinnen spezielle Binnenland-Vorbereitungskurse. Um den Transport der Lehrkräfte mit Korjaals zu den kleinen Dörfern kümmert sich der Staat.

Anteile für Unitätsprovinz Surinam

Auf Beschluss der Unitätssynode 2016 auf Jamaika soll die Brüdergemeine in Surinam einen 24-Prozent-Anteil an der Firma »Kersten«, einer ehemaligen Missionsfirma, gegründet bereits im Jahre 1768, bekommen. Ursprünglich sollte diese Übereignung schon vor 35 Jahren erfolgen, als die Unitätsprovinz Surinam aus der Taufe gehoben wurde. Bis jetzt befinden sich alle Firmenanteile im Besitz der »Moravian Church Foundation«, die allen Unitätsprovinzen gemeinsam gehört. »Kersten« ist ein landesweit agierender Mischkonzern mit folgenden Geschäftsfeldern: Motors & Heavy Equipment, Building & Construction, Hospitality, Health Care, Real Estate & Properties, Communication Services, Holding Services und Community Development. Siehe auch hier.

»Herrnhuter Lehrertage« in Surinam

Bereits zum achten Male organisiert die »Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam« in diesem Jahr so genannte »Herrnhuter Lehrertage«. Diese Tage stehen im Zeichen des intensiven Austausches und der fachlichen Fortbildung. Die nächsten Lehrertage finden am 22./23. September 2016 in der surinamischen Hauptstadt Paramaribo statt. In der Werbung für diese Tage heißt es: »So gut eine Lehrperson auch ist, sie ist nie vollkommen, hat nie ausgelernt. Bei den Lehrertagen können Sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten vermehren, um im kommenden Schuljahr in Ihren Klassen erfolgreich zu sein«. Das Thema der Lehrertage 2016 lautet: »Erfolgreich kommunizieren bringt uns an die Spitze«. Bei den Lehrertagen lösen Andachten, Vorträge, Workshops und Informationsrunden einander ab. Mehr hier und hier.

Jugendgottesdienst zu »Keti Koti«

Die Jugendlichen der Brüdergemeine »Helena Christina« in Surinam versammelten sich am Sonntag, dem 24. Juli 2016, zu einem Jugend-Gottesdienst, der an »Keti Koti«, den alljährlichen Gedenktag der Sklavenbefreiung, anknüpfte, die geschehene Befreiung dann aber geistlich umdeutete. Sandra Panka-Bijlhout predigte über die von Christus geschenkte Befreiung. Dessery und Norally Stedenburg sowie Ashanty Nahar von der Gemeinde »Maranatha Curaca« brachten Lieder zu Gehör. Ein Anspiel über die Vergebung hatten Yvano Kortstam, Mejarah Kent, Negesty Bruce, Sabrina Ravenberg, Gerainice Olensky sowie Dion und Sergio Bruce vorbereitet. Für einen eindrücklichen Tanz »Nie mehr Sklave!« zeichneten Ashley Vliet, Constancia Crisis, Sharon Bruce sowie Brigitta Wielingen verantwortlich. Viele Bilder hier

Buntes Versammlungsprogramm in Surinam

In der Brüdergemeine in Surinam finden rund um den 1. Juli besonders viele festlich-fröhliche Versammlungen statt. Grund dafür ist »153 Jahre Keti Koti«, der 153. Jahrestag der Befreiung von der Sklaverei, die 1863 in Surinam als einem der letzten Länder auf der Welt abgeschafft wurde. In der Hauptstadt Paramaribo, aber auch auf dem Lande, konnte man diverse, geistlich umrahmte Konzerte von professionellen Künstlerinnen und Künstlern aber auch von Jugendlichen und Kindern aus der Gemeinde sowie ein Orgelkonzert miterleben. Auch das so genannte »Emancipatielied« (Lusu un tongo dan) erklang. Bei der Fürbitte wurde nicht nur der eigenen, überwundenen Unfreiheit gedacht, sondern auch der fortbestehenden Unfreiheit in vielen Teilen der Welt.

Gäste- und Schulungszentrum eingeweiht

Am Sonntag, dem 26. Juni 2016, wurde in Groningen im Bezirk Saramacca ein Gäste- und Schulungszentrum der Brüdergemeine in Surinam eingeweiht. Mit diesem festlichen Ereignis verbunden war ein Informationstag des Theologischen Seminars der Brüdergemeine, das in der Hauptstadt Paramaribo angesiedelt ist, das mit seinen Bildungsangeboten aber auch in die Regionen hinein wirken sowie Gläubige außerhalb der Brüdergemeine ansprechen möchte. Mitglieder mehrerer Gemeinden im Land nahmen an der Einweihungsfeier teil und nutzten die Gelegenheit, die neue Einrichtung in Augenschein zu nehmen. Neben Vertretern der Kirchenleitung waren auch der Landrat Laksmienarain Doebay und weitere Prominente zugegen. Ein Musik- und Sportprogramm für die Jugend rundete den fröhlichen Festtag ab. Sehr viele Bilder hier und hier.

Drei Kurznachrichten

Für das »Huize Albertine«, das Alten- und Pflegeheim der Brüdergemeine in Paramaribo, bleiben derzeit die Gelder vom Staat aus. Wil Codrington, die Direktorin des Heimes, spricht von »schwerem Wetter«, in dem die Einrichtung - ungeachtet ihrer hohen Wertschätzung - sich momentan befindet. + + Aus Surinam stammt der Brauch, alljährlich einen Seniorentag, den »Bigi Sma Dei«, zu begehen. Der »Bigi Sma Dei 2016« fand am 14. Mai dezentral an vier Orten statt und vereinte tausende fröhliche Alte zu Unterhaltung und gemeinsamem Essen. + + Am 16. April 2016 hatte die Kirchenleitung die Ältestenräte der Gemeinden zu einer Konferenz nach Paramaribo eingeladen, bei der es um die finanzielle Lage der Provinz Surinam ging. Es wird erwogen, eine neue Körperschaft ins Leben zu rufen, die sich um die ökonomischen Belange der Kirche kümmern soll.

Gemeinsamer Pfingstgottesdienst in Surinam

In der Unitätsprovinz Surinam haben sich am Sonntag, dem 15. Mai 2016, gleich drei Gemeinden aus dem Distrikt Saramacca zusammenge-funden, um einen Pfingstgottesdienst zu feiern: Gemeindeglieder aus Uitkijk, Groningen und Kampong Baroe kamen in der Kirche »Gott ist Liebe« zu Anbetung, Lobpreis, Verkündigung, Fürbitte und geschwisterlicher Gemeinschaft zusammen. Als Liturg fungierte Harsonoh Pawironadi; die Predigt hielt Desiré Peerwijk, Vizepräsident der Brüdergemeine in Surinam. Es wurde viel gesungen und musiziert. Mehr Bilder hier. Die Kirche in Kampong Baroe war erst am 26. April 2015 eingeweiht worden. Sie wird vorwiegend von so genannten »Javanen« genutzt, einer Volksgruppe, deren Vorfahren einst als Kontraktarbeiter aus Indonesien kamen.

Riesengroße konfessionelle Vielfalt

Die Abteilung für Religionsangelegenheiten im Innenministerium von Surinam hat eine Datenbank angelegt, in die Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie religiöse Vereine, Stiftungen, Schulen und Sozialstationen sich eintragen lassen können. Dass von diesem Angebot 1.500 juristische Personen Gebrauch gemacht haben, war überraschend, obwohl Surinam für die multiethnische und die multireligiöse Zusammensetzung seiner Bevölkerung bekannt ist. Stanley Soeropawiro, Leiter der Abteilung für Religionsangelegenheiten, meinte: »Die große Anzahl von Registrierungen macht deutlich, dass in Surinam jede Person nicht nur frei ist, ihre Religion zu wählen, sondern auch frei ist, diese Religion auszuüben«. Jetzt sind etwa 80% der religiösen Organisationen erfasst. Die Erfassung soll der Förderung der Religionsgemeinschaften dienen. Mehr hier.

Drei Taufen im Coropinakreek

Dass Menschen in einem natürlichen Gewässer durch vollständiges Untertauchen getauft werden, geschieht auch in der Unitätsprovinz Surinam nicht alle Tage. Drei neue Mitglieder der hindustanisch geprägten Brüdergemeine Soesamatjaar hatten sich jedoch diesen besonderen Taufritus unter Beibehaltung der Herrnhuter Taufliturgie gewünscht. Am 13. März 2016 war es dann so weit. Drei Schwestern stiegen mit Pfarrer Ferdinand Lachman bei Beerseba (die frühere Plantage »La Prosperité«) in den Coropinakreek und bekamen nach ihrer Taufe jeweils einen neuen Namen. Am Ufer waren Gemeindeglieder sowie Verwandte der Täuflinge versammelt und beteiligten sich an der Zeremonie. Von diesem Ereignis gibt es zwei kurze Videofilme auf den Internetseiten der Stadtmission in Paramaribo - siehe z. B. hier.

Vermischtes vom Jahresanfang 2016

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 haben zehn Schwestern und sechs Brüder nach entsprechender Ausbildung das Amt einer Hilfspredigerin bzw. eines Hilfspredigers angetreten. Sie können jetzt mit Ausnahme des Spendens der Sakramente alle pastoralen Aufgaben in den Gemeinden erledigen. + + Bei einem Gottesdienst am 20. Dezember 2015 in Paramaribo wurde daran erinnert, dass vor genau 275 Jahren der erste Missionsarzt aus Herrnhut in Surinam eintraf. + + Beim Neujahrsgottesdienst in der »Mama Kerki«, der Großen Stadtkirche in Paramaribo (Foto), war von den vielen Dingen die Rede, die dringend zu erledigen sind. Genannt wurde unter anderem die Sanierung schlecht erhaltener Gebäude, die weitere Zurüstung von Mitarbeitenden sowie die Entwicklung offener, einladender Gemeinden.

Kurzes Video über Schul-Einsatz in Surinam

Auf den Internetseiten der »Zeister Zendingsgenootschap«, der nieder-ländischen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, wird ein Kurzvideo vom Einsatz von zehn niederländischen Lehrerinnen und Lehrern an vier Grundschulen der Brüdergemeine im Oktober 2015 in Surinam veröffentlicht - zum Download. Dort finden sich auch drei bebilderte Aufsätze, die Ciska de Graaff für das Magazin der »Christlichen Lehrer-Union in den Niederlanden« über den Einsatz in Surinam verfasst hat - Download hier. Einer der Aufsätze ist überschrieben: »Geheimnis des Schulerfolgs im Küstenstreifen: Mit gutem Beispiel vorangehen«. Rijnolda Mavis Botho-Anini, der Leiter der »Leonard Leitzel School« in Pelgrimkondre meint: »Wenn du selbst den Kindern Respekt zollst und freundlich zu ihnen bist, dann bekommst du das von ihnen auch zurück«. 

Historische Kirchenleitungssitzung

Zum ersten Mal in der Geschichte der Unitätsprovinz Surinam traf sich die Kirchenleitung zu einer Sitzung tief im Binnenland, und zwar vom 16. bis 18. Oktober 2015 in Menimi in der Nähe von Nieuw Aurora. Schwerpunkte der Sitzung waren die Stärkung der Organisationsstruktur, die Schaffung von mehr Erwerbsmöglichkeiten, die Nutzung von Synergien bei der Diakonie sowie die geistliche Zurüstung der Gemeinden. Verstärkt will man sich ab 2016 um diejenigen kümmern, »die zwar betonen, dass sie der Brüdergemeine angehören, in den Versammlungen aber so gut wie nie auftauchen«. Die Gemeindeglieder von Nieuw Aurora waren glücklich, dass die Kirchenleitung am Sonntag an ihrem Gottesdienst teilnahm.

Ordinationen und Ehrungen

Fünf Brüder und eine Schwester wurden in Surinam im August 2015 nach Beendigung ihrer Ausbildung zu einem Diákonus bzw. einer Diákona ordiniert. Fünf weitere Brüder und eine weitere Schwester legten am Theologischen Seminar der Brüdergemeine in Paramaribo ihre Examina ab. Vier Personen erreichten den Grad eines »Bachelor of Divinity«, eine Person erreichte den Grad eines »Bachelor of Theology«, eine weitere Person eignete sich die Grundlagen der Theologie an. Die 32 Teilnehmenden an einem besonderen Workshop, bei dem es um das Thema »Frauen in der Bibel« ging, überwiegend Ehrenamtliche, erhielten ein Zertifikat. Im Siswa-Tana-Internat im Binnenland von Surinam fand ein Rüsttag für Gemeinde-Mitarbeitende statt.

Pikin Poku Konmakandra 2015

Die 73 Schulen der Brüdergemeine in Surinam treffen sich jährlich zu einem Kinder-Musikfestival, genannt »Pikin Poku Konmakandra«. Das Festival 2015, an dem viele hundert Kinder teilnahmen, fand in einer Sporthalle in Paramaribo statt und wurde zu einer großen Talenteschau. Viele Bilder hier.

Aus dem sozialen Abseits in die Gemeinde

Zwei von 60 Projekten, die die Zeister Zendingsgenootschap, die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe derzeit unterstützt, seien hier kurz vorgestellt: In Pelgrimkondre, einem Dorf im surinamischen Regenwald, das von einem Dieselgenerator mit Strom versorgt wird, gibt es jetzt Laptops. Damit kann die Schule der Brüdergemeine die Kinder besser auf deren späteren Lebensalltag vorbereiten. + + Früh schwanger gewordene Mädchen in Surinam erhalten zu Hause diese und jene Unterstützung, damit sie ihre Schulausbildung rasch abschließen können. Dass eine 21Jährige bereits vier Kinder hat, ist in Surinam keine Seltenheit.

Alte Gebäude brauchen Pflege

Aus der Unitätsprovinz Surinam wird berichtet, dass die neue Kirchenleitung sich kurzfristig um die Erhaltung und Modernisierung mehrerer alter Gebäude in Kirchenbesitz kümmern will. Noch im Jahre 2015 will man in Paramaribo die Gebäude in der Gondastraat, der Steenbakkerijstraat und in der Domineestraat renovieren, so dass eine Vermiertung zu marktüblichen Bedingungen möglich ist. Auch die Renovierung der Pfarrhäuser in Groningen und Bersaba will mann noch im Jahre 2015 in Angriff nehmen. Wie man mit dem Pfarrhaus der Großen Stadtkirche in Paramaribo verfahren will, darüber muss erst Einvernehmen erzielt werden. Die alten Holzhäuser bei den in Surinam herrschenden klimatischen Bedingungen zu erhalten, stellt eine große Herausforderung dar.

Weltgebetstagsliturgie kommt aus Surinam

Kürzlich wurde Einvernehmen darüber erzielt, dass die Liturgie für den Weltgebetstag am 2. März 2018 aus Surinam kommen soll, einem Land, wo die Brüdergemeine Volkskirche ist. Für die Vorbereitung dieses Events ist das nationale Weltgebetstagskomitee zuständig, dem mit Diana Pengel eine Herrnhuterin vorsteht. Der erste Workshop, bei dem über das Zustandekommen der Liturgie sowie allerlei Info-Materialien gesprochen werden soll, findet vom 16. bis 18. April 2015 in Paramaribo statt. Die Schwestern in Surinam haben darum gebeten, ihre Arbeit fürbittend zu begleiten. Es ist daran gedacht, den Weltgebetstag unter ein Thema mit ökologischer Relevanz zu stellen: »All God’s Creation Is Very Good!«

Projekte in Surinam und auf Kuba

Im neuen Info-Blatt der Zeister Missions-gesellschaft (ZZg), der niederländischenen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, werden mehrere Projekte in drei Erdteilen vorgestellt. Das kürzlich erst erworbene Gemeindehaus der Brüder-gemeine in Havanna (Kuba), ein einfacher Altbau, soll modernisiert werden, so dass Räume für die Gottesdienste sowie für die Kinder- und Jugendarbeit entstehen. Im Binnenland von Surinam soll es einen weiteren Alphabethisierungskurs für 380 Erwachsene geben, die wegen des Bürgerkrieges 1986-1992 nur sporadisch eine Schule besuchen konnten. Ebenfalls im Binnenland von Surinam sollen Frauen zugerüstet werden, das in Paramaribo gut absetzbare Öl der Maripa-Palme herzustellen, zu transportieren und selbst zu vermarkten. Mehr hier.

Drei Nachrichten aus Surinam

Anlässlich des 125. Jahrestages der Ankunft der ersten Kontraktarbeiter aus Indonesien, deren Nachfahren als so genannte »Javanen« heute einen wesentlichen Bevölkerungsanteil in Surinam ausmachen, wird demnächst in Surinam ein Dokumentarfilm gedreht, an dem die Brüdergemeine mitwirkt und der mit dem Schicksal dieser Menschen vertraut macht. + + Auf den Antilleninseln Curaçao, Aruba und St. Maarten hat ein Workshop für angehende Prädikanten stattgefunden, den John Kent, Bischof, und Hesdie Zamuël, Vorsitzender der Provinz Surinam, leiteten + + Die Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam zeichnete im Januar 2015 eine Reihe von Lehrkräften aus, die 25 Jahre, 30 Jahre, 35 Jahre und 40 Jahre im Dienst der Brüdergemeine stehen.

70 Jahre Brüdergemeine auf Curaçao

Im »Herrnhuter Boten« vom Februar 2015 findet sich ein Artikel von Hans-Beat Motel (Königsfeld i. Schw.) aus Anlass des 70. Geburtstages der Brüdergemeine auf den Inseln Curaçao, Aruba (80 km entfernt) und St. Maarten (850 km entfernt). Die Gemeinden auf diesen Inseln bestehen zum überwiegenden Teil aus Nachkommen von Arbeitsmigranten, die aus Surinam eingewandert waren. Da es für die drei Gemeinden auf drei Inseln nur einen ordinierten Pfarrer gibt, spielt im Gemeindeleben das Laien-Engagement eine große Rolle. Zum Jubiläum, das am 1. Oktober 2014 gefeiert wurde, gab es Gottesdienste, Konzerte, Vorträge und eine kleine Ausstellung. Auch der Gouverneur der zu den Niederlanden gehörenden Inseln nahm an den Feierlichkeiten teil. Der ganze Artikel hier.

Kinder auf Entdeckungsreise

Das weltweit bewährte pädagogische Programm »Aflatoun« (Entdeckung) für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren gibt es jetzt auch an einigen Schulen der Brüdergemeine in Surinam (Kurzfilm hier). Einmal wöchentlich vermitteln speziell geschulte Lehrkräfte den Kindern grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten im Blick auf Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit, Planung, Effizien und Verantwortlichkeit. Das geschieht auf kreative und humorvolle Weise, so dass diese Lerneinheiten sehr beliebt sind. Nach dem Motto »In jungen Jahren will gelernt sein, was man später braucht« erfolgt eine spielerische Zurüstung der Kinder für die Erfordernisse des späteren Berufs- und Familienalltages. Per Crowdfunding werden Mittel für dieses Programm eingeworben - siehe hier.

Lehrkraft auf Zeit in Surinam

Zum zweiten Mal plant die Zeister Missionsgesellschaft (ZZg), die Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in den Niederlanden, eine Reise nach Surinam für niederländische Lehrerinnen und Lehrer, die zwei Wochen lang an drei Grundschulen der Brüdergemeine tief im Binnenland arbeiten wollen (Moengo, Pelgrimkondre und Abadukondre). Die Reise soll vom 17. OKtober bis 1. November 2015 stattfinden. Beim ersten Mal haben die Reisenden vom Austausch mit den Lehrkräften in Surinam sehr profitiert. Partnerin bei der Durchführung der Reise ist die Organisation »edukans werelddocent«. Die Brüdergemeine ist im weitläufigen Binnenland von Surinam einer der wichtigsten Bildungsträger.

Dankesgrüße aus Surinam

Die Brüdergemeine Zeist (NL) widmete den Erlös ihres diesjährigen Adventsbasars dem Projekt »Solarleuchten für Lehrerinnen und Lehrer im Binnenland von Surinam«. Es kamen 3.450 Euro zusammen, für die nun weitere Leuchten angeschafft und verschifft werden können. Diejenigen Personen, die schon eine Leuchte erhielten, bedanken sich mit Briefen, in denen es heißt: »Die Leuchte hat nicht nur meine Dunkelheit beendet, sie mindert auch meinen Stress. Und ich spare Geld, weil ich mir nicht länger Kerzen, Batterien und Kerosin kaufen muss«. Jemand anderes schreibt: »Die Leuchte hat mir sehr geholfen! Früher hieß es bei aller Arbeit immer: schnell, schnell, schnell, gleich wird es dunkel! Nun kann ich mich abends der Schule widmen und meine Arbeit in Ruhe zu Ende bringen«.

Teenies auf dem großen Sprung

Kwamalasamutu ist ein extrem abgelegenes Dorf im Binnenland von Surinam nahe der Grenze zu Brasilien. Hier gibt es keinerlei weiterführende Schulen. Begabte Teenies müssen mit dem Flugzeug nach Paramaribo reisen und dort im Internat leben, wenn sie eine höhere Bildung erwerben wollen. Das stellt sie finanziell vor große Herausforderungen. Und auch der Sprung von einem Dschungeldorf in die Hektik einer großen Stadt will erst einmal bewältigt sein. Die Brüdergemeine hilft den Teenies mit guten Internatsplätzen und mit 600 Euro pro Jahr.

Licht verschenken nach Surinam

Die »Zeister Missionsgesellschaft«, die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, hat einen Weg gefunden, Licht zu verschenken. Während in Europa nahezu jeder Haushalt über Elektrizität verfügt, gibt es in Surinam viele Orte, in denen die Versorgung mit Elektrizität fehlt oder nicht zuverlässig funktioniert. Dies brachte die Niederländer auf die Idee, die Aktion »Een Lichtje hier voor een Lichtje daar!« (Ein Licht hier für ein Licht dort) zu starten. Die Aktion läuft wie folgt: Die »Zeister Missionsgesellschaft« verkauft den Original Herrnhuter Stern mit einem Aufschlag von 10 Euro. Drei verkaufte Sterne ermöglichen es dann, für eine Lehrkraft an den Schulen der Brüdergemeine im Binnenland von Surinam eine moderne Solarleuchte zu kaufen. Die Lehrkräfte sind mit diesen Leuchten in der Lage, in stromlosen Haushalten auch noch nach Sonnenuntergang zu arbeiten. Eine Beschreibung der Aktion gibt es hier.

Zimmerrenovierung im Altenheim

Im »Huize Albertine«, dem Altenheim der Brüdergemeine in Paramaribo (Surinam), muss renoviert werden. Die Renovierung von fünf Zimmern geschieht mit Eigenmitteln, für die Renovierung weiterer fünf Zimmer kommt die »Zeister Missionsgesell-
schaft
« in den Niederlanden auf.

Neue Lehrerwohnungen übergeben

Die Brüdergemeine in Surinam hat kürzlich in Tapoeripa die ersten modernisierten Lehrerwohnungen übergeben. Die nunmehr besseren Wohnbedingungen sollen dazu beitragen, gute Lehrkräfte an den Schulen der Brüdergemeine im strukturschwachen Binnenland von Surinam zu halten. Die Arbeiten wurden durch Spenden ermöglicht.

Theologie für Pädagogen

Mildred Demon, Leiterin der Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam, hatte die Idee, mit den von ihr betreuten Lehrkräften etwas Theologie zu treiben. Sie lud dazu den Vorsitzenden der Zeister Missionsgesellschaft (ZZg), Age Kramer, nach Paramaribo ein. Ziel des Kurses war es, mit den Lehrkräften darüber nachzudenken, was sie selbst glauben, um sie dann zu befähigen, ihre Glaubenserfahrungen im Alltag anzuwenden. Im Mittelpunkt des Kurses stand das Gleichnis von den anvertrau-
ten Talenten. Eine Kursteilnehmerin erkannte in der Weigerung desjenigen Knechtes, der sein Talent vergrub, anstatt es zu vermehren, eine Weigerung, sich weiterzuentwickeln. »Theologie vom Herzen, ohne dicke Bücher, ohne Gelehrsamkeit«, das gefällt uns, meinten die Lehrkräfte.

150 Jahre Sklavenbefreiung in Surinam

Am 29./30. Juni 2013 wurde in allen Gemeinden der Evangelischen Brüder-Unität in Deutschland und in den Niederlanden sowie in der Provinz Surinam an die Abschaffung der Sklaverei in Surinam am 1. Juli 1863, vor genau 150 Jahren, erinnert. Das geschah mit Gottesdiensten und Veranstaltungen teils fröhlich-festlicher, teils besinnlich-nachdenklicher Art (siehe auch ketikoti.ebg.nl – teilweise deutsch). In einer Erklärung (Download hier) bekennt die Direktion der Brüder-Unität die belastende Vergangenheit ihrer Missionsarbeit, bittet um Vergebung und schlägt neue Brückenschläge zwischen den Ethnien innerhalb der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität vor. Menschen mit surinamischer Herkunft bilden die Mehrheit der Mitglieder der Brüdergemeine in Europa.

Ovia Ollo hat einen Kindergarten

Für die Kinder aus Ovia Ollo und Umgebung gibt es einen Kindergarten, erst der zweite in der Region Marowijne. Der Bau des Kindergartens, der von 15 Kindern im Alter zwischen zwei und vier Jahren besucht wird, gehörte zum Programm »Basic Education Surinam«, das die Zeister Missionsgesellschaft (ZZg), die niederländische Schwester-Organisation der Herrnhuter Missionshilfe, unterstützt. Bisher stand es in der Region Marowijne schlecht um die frühkindliche Förderung, was u. a. dazu führte, dass die Kinder bei Schuleintritt nur Aukaans beherrschten, Niederländisch dagegen  schlecht oder gar nicht. Mit einer zweisprachigen Förderung der Kinder im Kindergarten soll diesem Missstand abgeholfen werden. Berufstätige Mütter freuen sich besonders über die neue Einrichtung, die am 25. Juli 2013 eröffnet wurde.

Nachrichten-Mix II

Ende Dezember 2012 gab es in der Unitätsprovinz Surinam, die am 1. Januar 2013 den 50. Jahrestag ihres Bestehens feierte, einen Workshop für Mitar-
beitende aus verschiedenen Arbeitsbereichen mit dem Thema: »Wir sind eine lernende Kirche«. + + Die Brüdergemeine Pokigron im Binnenland von Surinam beklagt eine Gemeindespaltung: neben der traditionellen Brüdergemeine gibt es jetzt noch zwei »Gemeinden des vollen Evangeliums«. Eine Zusammenarbeit ist sehr schwierig. + + + Jetzt ist eine in englischer Sprache verfasste Kirchenge-
schichte von Surinam erhältlich; Titel: »Christianity in Suriname«; Autor: Dr. Franklin Jabini.

Konflikt um Warenhaus Kersten

In der Unitätsprovinz Surinam gibt es derzeit einen Konflikt um den Verkauf des seit mehreren Jahren leer ste-
enden historischen Warenhauses der Firma »Kersten & Co.«, einem ehemaligen Missionsunternehmen, im Zentrum von Paramaribo und unmittelbar neben der großen hölzernen Stadtkirche der Brüdergemeine. Kommunikationsstörungen haben dazu geführt, dass die Brüdergemeine in Surinam von diesem Verkauf, der durch die »Moravian Church Foundation« realisiert wurde, erst im Nachhinein erfuhr. Jetzt gibt es z. T. massive Forderungen aus den Reihen der Brüdergemeine, den Verkauf rückgängig zu machen. Kürzlich erfolgte eine Appellation an die Gremien der weltweiten Brüder-Unität, die Eigentümerin der »Moravian Church Foundation« ist.

Texte zum Keti-Koti-Jubiläum

»Keti koti« (gespregte Ketten), dieses Wort aus dem Sranantongo ist die Bezeichnung für den 1. Juli, den Erinnerungstag an das Ende der Sklaverei in Surinam 1863. Im Vorjahr wurde dieser Tag in Surinam sowie in den europäischen Brüdergemeinen mit vielfältigen Veranstaltungen zum 150. Male begangen. Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift »Internationaler Theologischer Dialog in der Brüder-Unität« (Heft 20-2013) nimmt das Gedenken zum Anlass, mehrere Beiträge zum Thema zu veröffentlichen. Die Zeitschrift ist in Basel (Tel. 0041/61/2727412; E-Mail: schulz(at)herrnhuter.ch) erhältlich. In deutscher Sprache abgefasst ist der Artikel von Christoph Reichel »Keti koti 2013: Erinnerung an eine ambivalente Geschichte«, der sowohl einen historischen Überblick über die Sklaverei in Surinam gibt als auch die immer noch spürbaren Folgen der Sklaverei im Blick hat. Das Heft enthält das Wort der Direktion der Brüder-Unität zum Keti-koti-Jubiläum, das im Juni 2013 veröffentlicht wurde. Text hier.

Unitätskollekte 2014 für Surinam

Die Unitätskollekte 2014, erbeten um den 1. März, den Gedenktag an den Beginn der Alten Brüder-Unität im Jahr 1457 in Böhmen, ist für die Arbeit der Brüdergemeine im Binnenland von Surinam bestimmt. Renold Pansa, Vorsitzender der Kirchenleitung der Unitätsprovinz Surinam, hat dazu einen Text verfasst, der in Deutsch zur Verfügung steht - Download hier. In diesem Text beschreibt er, an wie vielen Stellen im Binnenland die Brüdergemeine engagiert ist und vor welchen gewaltigen Herausforderungen sie dort steht. Manches ist schon gelungen, z. B. die Durchführung von Gebietskonferenzen im Binnenland (Foto). Manches soll demnächst noch in Angriff genommen werden, z. B. eine Arbeit in Dyumu. Manches wäre wünschenswert, z. B. ein eine bessere Betreuung von Teenagern, die während der Schulzeit schwanger geworden sind.

Brüdergemeine bietet Befreiungsdienste an

In jüngerer Vergangenheit wurden Pfarrerinnen und Pfarrer der Brüdergemeine in Surinam von Gemeindegliedern aufgefordert, mit ihnen angesichts problematischer Bindungen zu beten. Daraus entwickelte sich das Angebot so genannter »Befreiungsdienste«. Diese Dienste wurden eingerichtet im Wissen darum, dass nicht jeder Person nur durch Gebet geholfen werden kann, dass es vielmehr bei manchen Problemen erforderlich ist, einen Psychiater oder Psychotherapeuten aufzusuchen. Dennoch haben die Mitarbeitenden wie die Betroffenen gute Erfahrungen mit Befreiungsdiensten gemacht, so dass diese sorgsam gepflegt und ausgebaut werden sollen.

Vorbereitungen auf den »Festmonat August«

Jetzt beginnen in Surinam die Vorbereitungen für den »Festmonat August«, der alljährlich im Gedenken an den 13. August 1727, den Geburtstag der Erneuerten Brüder-Unität, begangen wird. Regionale Gremien, Gemeinden sowie Männer-, Frauen-, Jugend- und Kindergruppen denken über bestimmte Aktivitäten nach, die traditionell vor allem der geistlichen Einkehr und der Zurüstung dienen. Die surinamische Kirchenleitung betont, ein würdiges Begehen des »Festmonats August« sei sehr wichtig, bilde dieser doch ein kirchliches Gegengewicht zu dem parallel stattfindenden säkularen, karibischen Multikulti-Kultur-Event »CARIFESTA«. Man brauche sich mit den diversen kirchlichen Angeboten in der Öffentlichkeit nicht zu verstecken. Am 15. März 2014 fand eine Freiwilligen-Konferenz statt, bei der es um die Gewinnung neuer und die Motivation vorhandener Ehrenamtlicher ging.

Zertifikate für junge Lehrkräfte in Surinam

Öffentliche Anerkennung gab es kürzlich in Paramaribo für eine ganz neue Art von Mitarbeitenden der Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam. Nach etwa viermonatiger Ausbildung erhielten 18 junge Pädagoginnen und Pädagogen aus prominenter Hand ein Zertifikat über ihre Qualifikation zur »Fachkraft für die soziale Begleitung von Schülerinnen und Schülern« (Profilbeschreibung hier). Solche Fachkräfte sollen dabei helfen, diverse Gefährdungen für die Schülerinnen und Schüler (Drogen, sexueller Missbrauch, Gewalt, andere häusliche Probleme) frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Weiterhin sollen Schulverweigerung und Schulabbruch verhindert, Verhaltensauffälligkeiten und sonderpädagogische Förderbedarfe festgestellt sowie individuelle Beratungshilfen geleistet werden.

Podosiri-Projekt verspricht Erfolg

Die Brüdergemeine in Surinam hat mit einem viel versprechenden Projekt behonnen. Dabei geht es um die Vermarktung der Kohlpalmenfrucht, die in Surinam »Podosiri«, in Deutschland »Acai-Beere« heißt. In einem lokalen Zeitungsartikel ist vom »Neuen Gold« für Surinam die Rede. Untersuchungen haben ergeben, dass es für Podosiri sowohl ausgezeichnete Produktionsbedingungen als auch einen noch ungesättigten Markt gibt. Die Zeister Missionsgesellschaft, die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, unterstützt Bauern beim Einkauf der Pflanzen, bei der Vermarktung der Früchte sowie mit Darlehen für den Zukauf von Land.