Kurzmeldungen aus Palästina --------------------

Mitmach-Show auf dem Sternberg

Ein lokales Unterstützungs-Komitee für Menschen mit Behinderung hat am Mittwoch, dem 18. April 2018, im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg ein Unterhaltungsprogramm für die dort geförderten Kinder und Jugendlichen organisiert. Dies geschah im Vorfeld des Kindertages, der - eingeführt 1921 von Mustafa Kemal Atatürk als nichtreligiöser Feiertag - im Vorderen Orient am 23. April begangen wird. Das nachmittägliche Programm wollte unterstreichen, dass Menschen mit Behinderung ein Recht auf Unterhaltung und Vergnügen haben. Das Unterstützungs-Komitee hatte Gäste vom der palästinensischen Bibelgesellschaft eingeladen. Diese zeigten eine bunte Mitmach-Show, die die Wichtigkeit von Liebe, Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit betonte.

Arbeitseinsatz im »Kobar Public Park«

Der 30. März wird in Israel und in Palästina im Blick auf umfangreiche Landenteignungen im Jahre 1976 als »Tag des Bodens« begangen. Anlässlich dieses Tages hat am 29. März 2018 das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg mit Mitarbeitenden und Betreuten einen Arbeitseinsatz durchgeführt. Dabei wurden Reinigungs- und Pflegearbeiten im »Kobar Public Park« bei Ramallah vorgenommen, zu dem auch ein Kinderspielplatz gehört. An dem Einsatz beteiligten sich Politiker, Firmenvertreter, Gruppen aus dem öffentlichen Leben, Eltern sowie Kinder von der »Kobar Girls Secondary School«. Trotz aller Anstrengungen waren große wie kleine Leute gern bei dem Einsatz dabei.

Österreich vom Sternberg begeistert

Andrea Schmidt von der »Austrian Development Agency« (ADA) stattete dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina am 21. März 2018 einen Besuch ab. Beide Organisationen arbeiten schon seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen. Andreas Schmidt informierte sich über die vom Zentrum angebotenen Dienstleistungen (integrativer Kindergarten, Förderschule, Berufliches Bildungszentrum, Dorfarbeit, Spezialprogram-me) und kam mit alten und jungen Menschen mit Behinderungen ins Gespräch. Ihr Besuch umfasste aber auch eine Tour zu einer Fabrik in Birzeit, um einen jungen Mann zu treffen, der dort arbeitet. Die Vertreterin war beeindruckt von der Leistung des Zentrums und dem Engagement seiner Mitarbeitenden bei der Bereitstellung von Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung.

Sport für Menschen mit Behinderung

Ein Fernsehteam von »QouChannel« besuchte Ende Februar 2018 das Förder-zentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) und drehte einen 25-minütigen Film über die Bedeutung des Behindertensports. Ein paar Filmsequenzen zeigen sportliche Übungen im Freigelände des Förderzentrums sowie im Sportraum. Ausführlich zu Wort kommen Jugendliche, die mit Erfolg an nationalen und internationalen Wettbewerben bis hin zu den »Special Olympics World Games« teilgenommen haben, sowie eine Trainerin. Prominenteste Interview-Partnerin im Film ist Fiida Abdallah, die Goldmedaillengewinnerin im 200-Meter-Lauf bei den »Special Olympics 2007« in Shanghai. Leider gibt es die Interviews nur in arabischer Sprache. Siehe hier.

Workshop mit Gästen aus England

Noch kurz vor Weihnachten fand im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg ein weiterer Workshop für die Mitarbeitenden im pädagogischen Bereich statt. Vom 11. bis 14. Dezember 2017 gestalteten Shaun, ein Trainer, und Claire, eine Frau mit geistiger Behinderung, beide von der britischen Organisation »Change People«, viele spannende und kreative Stunden in der Berufsschule für ein wissbegieriges und diskussionsfreudiges Publikum. Teils im Plenum, teils in kleinen Arbeitsgruppen ging es einerseits um die Kompetenzen, die Ausbildung, den Informationszugang und mögliche Beschäftigungsverhältnisse von Menschen mit Behinderung, andererseits um die Entwicklung von leicht lesbarem Material für diese Menschen.

Ein Herrnhuter Stern für den Sternberg

Um die Adventsfeier 2017 in Anwesenheit von Raimund Hertzsch, Katharina Goodwin und Bettina Nasgowitz,  dreier Vorstandsmitglieder der Herrnhuter Missionshilfe, durchführen zu können, wurde diese vom Leitungsteam des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) ein paar Tage vorverlegt. In einer kleinen Zeremonie sprachen neben Raimund Hertzsch auch Ranya Karam, die Direktorin des Zentrums, sowie Pfarrer Imad Haddad, der das erste Adventslicht entzündete. Schon seit mehreren Jahren ist es auf dem Sternberg üblich, dass in der Adventszeit nach und nach ein Puzzle mit einer Krippenszene entsteht. Neben dem bereits geschmückten Weihnachtsbaum und anderer weihnachtlicher Dekoration überreichten die drei Gäste aus Bad Boll dem Förderzentrum einen großen Herrnhuter Stern.

Erstaufführung von fünf Kurzfilmen

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Layla Ghannam, der Gouverneurin des Verwaltungs-Bezirkes Ramallah & Al-Bireh, stand eine Veranstaltung, zu der das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) am Donnerstag, dem 26. Oktober 2017, von 11 Uhr bis 13 Uhr eingeladen hatte. Innerhalb dieser Veranstaltung erfolgte die Erstaufführung von fünf Kurzfilmen, die vom Förderzentrum produziert worden waren und die sich mit den Rechten von Menschen mit Behinderung befassen. Veranstaltungsort war der Saal der »Palestinian Medical Relief Society« in Ramallah, Al-Balou. Vertreter und Vertreterinnen von Fördereinrichtungen in Palästina sowie von staatlichen Stellen waren ebenso anwesend wie zahlreiche Menschen mit Behinderungen und deren Familienangehörige. Gefördert wurde dieses besondere Event von der »Christoffel Blindenmission«.

Das neue Management-Team

Ab Herbst 2017 besteht das Management-Team des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität aus folgenden vier Personen, von links nach rechts: Farah Odeh (Administrator); Ranya Karam (Direktorin), Wael Aboudi, (Head of Finance) und Abeer Hamad (Head of Rehabilitation)

Vier-Tage-Ausflug nach Tiberias

Die Leitung des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) hatte für den Zeitraum vom 5. bis 9. September 2017 einen Ausflug in das israelische Tiberias organisiert, an dem vor allem ältere Jugendliche mit Behinderung teilnahmen. Während des Ausfluges wurden den Jugendlichen eine Reihe von Aktivitäten geboten, die unterhaltenden, geselligen und sportlichen Charakter besaßen: Rundgang durch die Altstadt, gemeinsames Eis-Essen und Spielen, Barbecue in einem Park. Höhepunkt war das Schwimmen im See von Tiberias, auch als See Genezareth bekannt. Tiberias, 212 Meter unter dem Meeresspiegel am Westufer des Sees gelegen, wird dreimal im Johannesevangelium erwähnt und ist mit 45.000 Einwohnern die größte Stadt im Jordantal.

Im Blickpunkt: Der Sternberg

Am Dienstag, dem 4. September 2017 - nach dem Ende des islamischen Opferfestes, hat im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina) das neue Schuljahr in der Förderschule und im Kindergarten begonnen. Für die Schulanfänger gab es ein kleines Fest - siehe Foto. Wenige Tage später trafen die Mitglieder des »Europäischen Missionsrates« der Brüdergemeine auf dem Sternberg ein. Es ist das erste Mal, dass dieses Gremium sich auf dem Sternberg trifft. Vier Mitarbeitende der Herrnhuter Missionshilfe, die stellvertretend für die weltweite Brüder-Unität als »Aufsichtsrat« für das Förderzentrum agiert, halten sich etwa zeitgleich auf dem Sternberg auf: Raimund Hertzsch, Katharina Goodwin, Bettina Nasgowitz und Niels Gärtner. Sie führen vor allem Arbeitsgespräche mit den Sternberg-Mitarbeitenden und klären die Nachfolge der scheidenden Direktorin, Ghada Naser.

Ghada Naser verlässt den Sternberg

Zum 31. Oktober 2017 wird Ghada Naser ihren Dienst als Direktorin des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg beenden. Dies teilte sie dem Vorstand der Herrnhuter Missionshilfe in einem Brief mit. Ihr Amt übt sie seit 2009 mit Einsatz, Kreativität, Treue und Erfolg seit 2009 aus. Unter ihrer Leitung wurden das neue berufliche Förderzentrum errichtet und viele Renovierungsarbeiten durchgeführt. Ein besonderes Anliegen war ihr, Ehefrau und Mutter von drei Kindern, die Lobby-Arbeit zugunsten von Menschen mit Behinderungen. Auf mehreren Reisen nach Europa hat sie hunderte Menschen für die Förderarbeit auf dem Sternberg begeistert. Immer wieder hieß sie Gäste aus dem In- und Ausland auf dem Sternberg willkommen. Der Vorstand der Herrnhuter Missionshilfe ist intensiv dabei, eine Nachfolgeregelung zu treffen.

Sommer-Aktivitäten auf dem Sternberg

Das Sternberg-Förderzentrum hat vom 1. bis 6. Juli 2017 in den Schulferien wiederum ein Sommercamp für Personen mit geistiger Behinderung organisiert. Verschiedene Aktivitäten wie ein Besuch im Jassir-Arafat-Museum sowie Basteln, Zeichnen, Spielen, Tanzen und Schwimmen in einem Freibad vergnügten die Kinder und Jugendlichen. Alle Teilnehmenden an dem Camp erhielten eine Urkunde. Die Leitung des Förderzentrums dankt Einzelpersonen, Firmen und Behörden, die das Camp mit Geld- und Sachspenden gefördert haben. Außerdem fand am 6. Juli 2017 auf der bewaldeten Anhöhe des Zentrums in Anwesenheit einiger Eltern die Entlassungsfeier für sechs Kindergartenkinder statt, die nun die Schule oder eine andere Einrichtung besuchen.

Recht auf Unterhaltung und Vergnügen

Auch Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Unterhaltung und Vergnügen, das ihnen in der Praxis freilich oft verwehrt wird. Am 24. Mai 2017 konnten Kinder und Jugendliche aus dem Förderzentrum auf dem Sternberg dieses Recht für sich in Anspruch nehmen. Sie waren von der Organisation »Al Tofola« zu Aktivitäten im Haus und im Freien eingeladen worden. Es gab künstlerische, sportliche sowie spielerische Angebote, dazu Vorführungen. Nebenbei begegneten die Kinder und Jugendlichen vom Sternberg ihren Altersgenossen aus anderen Einrichtungen.

Fotoausstellung mit Schülerin vom Sternberg

Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) beteiligte sich an einer Fotoausstellung, die von der Vertretung Australiens in den palästinensischen Autonomiegebieten in Ramallah organisiert worden war und am 22. März 2017 eröffnet wurde. Die Behörde hatte mehrere befreundete Einrichtungen in Palästina dazu eingeladen, drei Fotos auszuwählen, die verdeutlichen, wie sich die Lebensbedingungen palästinensischer Frauen und Mädchen mit Hilfe von Fördermitteln aus Australien verbessert haben. Eine Förderschülerin vom Sternberg war bei der erstmaligen Präsentation der Fotos anwesend. Ihre Anwesenheit und ein Foto, das sie bei der Arbeit im Gewächshaus zeigt, machten den Anspruch der Menschen mit Behinderung deutlich, ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Mehr Bilder hier.

Modernisierungsarbeiten abgeschlossen

Schon länger entsprachen die Förderschule und die Verwaltung des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) nicht mehr den heutigen Anforderungen. Jetzt sind die monatelangen Bauarbeiten zum Abschluss gekommen. Am 16. März 2017 punkt 12 Uhr erfolgte unter großer öffentlicher Anteilnehme die feierliche Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten. Dazu hatte sich auch zwei prominente Besucher angesagt: Dr. Laila Ghannam, die BNürgermeisterin von Ramallah, und Peter Beerwerth, der Ständige Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in den Palästinensischen Autonomiegebieten. In das Bauvorhaben sind unter anderem deutsche Entwicklungshilfemittel geflossen. Die Einweihung im Film hier. Ein kurzer Bericht von Niels Gärtner, der das Haus segnete, hier.

Gruppen-Geburtstagsfeier auf dem Sternberg

Nachdem das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) Ende Januar 2017 wegen des winterlichen Wetters mit Eis und Schnee zwei Tage geschlossen bleiben und nachdem an den folgenden Tagen der Schul- und Arbeitsbeginn um eine Stunde nach hinten verlegt werden musste, gab es am 9. Februar 2017 ein Fest für alle diejenigen Kinder und Jugendlichen mit Behinderung, die im Dezember 2016 und Januar 2017 Geburtstag hatten. Die jeweiligen Eltern ließen es sich nicht nehmen, mit Kuchen, Süßigkeiten und Getränken zu diesem Fest beizutragen. Die Mitarbeitenden sorgten für die Bedienung und ein kleines Unterhaltungsprogramm. Für Veranstaltungen dieser Art erweist sich der große Mehrzwecksaal im neuen Beruflichen Förderzentrum immer wieder als sehr geeignet.

Ereignisreicher Januar auf dem Sternberg

Politiker aus der Kommune Surda/Abu Qash, zu der das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg gehört, brachten am 11. Januar 2017 bei einem Neujahrsbesuch ihre Wertschätzung für das Zentrum zum Ausdruck. + + + Mitarbeitende des Förderzentrums begaben sich am 12. Januar 2017 in die »Bethlehem Arab Society for Rehabilitation«, um deren Förderprogramme kennenzulernen und um eine mögliche Kooperation zu erörtern. Die Gastgeber luden ihre Gäste am Ende der Gespräche in das nahe »Ghiras Cultural Center« ein, das erfolgreich mit palästinensischen Kindern arbeitet. + + + Ausbilder vom »Palästinensischen Volkskunstzentrum« testeten am 17. Januar 2017, inwiefern Kinder und Jugendliche mit Behinderung vom Sternberg das Talent besitzen, den traditionellen Volkstanz »Dabkeh« zu erlernen.

Sternberg-Newsletter mit Rückblick 2016

Damit das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina noch mehr in das Blickfeld der Gesamt-Unität rückt, hat Ghada Naser, die Leiterin des Zentrums, einen englischsprachigen Newsletter des Zentrums angeregt, der einmal im Quartal erscheinen soll. Die erste Ausgabe mit vier Seiten und zwei Dutzend Bildern enthält einen Rückblick auf das Jahr 2016 und ist jetzt erschienen - Download hier. Die Rede ist von Weiterbildungsveranstaltungen für die Mitarbeitenden, vom Besuch von Kooperationspartnern des Zentrums, von Ausflügen, von einem Zirkusfest, von der Feier des Muttertages, von besonderen Veranstaltungen in der Passions-, Oster- und Adventszeit. Der Newsletter schließt mit Segenswünschen zum Christfest 2016 und für das neue Jahr 2017.

Adventszeit auf dem Sternberg eingeläutet

Auch im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina ist die Adventszeit eine ganz besondere Zeit. Das gilt für die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung und das gilt für die Mitarbeitenden. Das gilt für Menschen christlichen Glaubens und das gilt für Menschen moslemischen Glaubens. In Anwesenheit von Pfarrer Imad Haddad aus Ramallah gingen alle am 28. November 2016 während einer kleinen Feier hinüber in den diesjährigen Advent. Es wurde gesungen, erzählt und getanzt. Es wurden Kerzen angezündet, Advents-Puzzle-Teilchen zusammengesetzt und diverse Süßigkeiten verteilt. Die Leitung bedankte sich bei den Mitarbeitenden mit einem Teller Harissa, einer scharfen Gewürzpaste aus frischen Chilis, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl.

Keramik-Workshop mit Andreas Kupfer

Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der Stiftung »Herrnhuter Diakonie« und dem Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg befinden sich drei Mitarbeitende aus Deutschland zum Erfahrungsaustausch in Palästina. Am 7./8. November 2016 bot einer dieser Mitarbeitenden, der Keramiker Andreas Kupfer, seinen Kolleginnen und Kollegen vom Sternberg einen Keramik-Workshop an, der in einer entsprechend ausgerüsteten Werkstatt in Ramallah stattfand. Die Keramik ist eines der Aushängeschilder der Stiftung »Herrnhuter Diakonie« bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Parallel zu diesem Partnerschaftsbesuch weilen derzeit drei Vorstandsmitglieder der Herrnhuter Missionshilfe zu Arbeitsgesprächen auf dem Sternberg.

Freiwillige räumten auf und putzten

Freiwillige von der Organisation »Palestinian Youth Union« haben sich vom 8. bis 11. Oktober 2016 im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah aufgehalten. Das Zentrum verfügt für Freiwillige - aber auch für Touristen - über eine Reihe von angenehmen Gästezimmern. Die Jugendlichen genossen die schöne Natur, die das Förderzentrum umgibt, und nutzten die vorhandenen Freizeitangebote. Einen Tag opferten sie, um in Haus und Gelände aufzuräumen, um zu putzen sowie in der Garten- und Landwirtschaft zu arbeiten. Schon seit geraumer Zeit bereiten die Mitarbeitenden der Einrichtung sich auf den nächsten »Tag der offenen Tür« vor, der am 3. November 2016 stattfinden wird. Dieser steht unter dem Motto: »Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Arbeit«. Einladung hier.

Sternberg-Infos im »Schneller Magazin«

Das »Schneller Magazin«, hgg. vom Evangelischen Verein für die Schneller Schulen im Libanon und in Jordanien, widmet sich in seiner Ausgabe für Oktober 2016 dem brisanten, hoch aktuellen Thema »Protestanten im Nahen Osten - großartiges Erbe, ungewisse Zukunft«. Neben zehn weiteren Beiträgen enthält das Heft auch einen Beitrag von Ghada Naser, Direktorin des Förderzentrums der Brüder-Unität bei Ramallah. Unter der Überschrift »Am meisten betroffen - am schnellsten vergessen. Über Menschen mit geistiger Behinderung in Palästina« schildert sie die Ausgrenzung, von der Menschen mit Behinderung in Palästina noch immer betroffen sind, zumal angesichts der schweren Lebensbedingungen unter israelischer Besatzung. Download des Beitrages hier.

Es geht wieder los auf dem Sternberg

Seit dem 1. September 2016 sind alle vier Programmeinheiten des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg wieder in ein neues Schul- bzw. Ausbildungsjahr gestartet: die Förderschule, das berufliche Förderzentrum, der integrative, internationale und interreligiöse Kindergarten sowie das Dorfprogramm in den Kommunen der Umgebung. Damit begannen auch wieder die Programm übergreifenden Angebote des Sternbergs wie Behindertensport, Maltherapie, Sprachtherapie, Physiotherapie und Förderung von Kindern mit Autismus. Außerdem wurden neue Freiwillige sowie in-und ausländische Praktikantinnen und Praktikanten willkommen geheißen, die die Arbeit in den verschiedenen Programmeinheiten seit Jahren wesentlich bereichern.

Sternberg-Azubi angeschossen

Um von ihren jeweiligen Wohnorten zum Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) zu kommen, müssen die Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen mitunter weite Wege zurücklegen, ebenso einige der Mitarbeitenden. Am 14. Juli 2016 wurde ein Jugendlicher, der das berufliche Förderzentrum besucht, auf dem Schulweg von israelischen Soldaten angeschossen. Diese waren in die palästinensische Ortschaft Al-Mazraa-Al-Gharbiya eingedrungen, die nordwestlich von Ramallah liegt. Das Geschoss, das in das linke Bein eindrang, verursachte einen Knochenbruch und nachfolgend eine Infektion. Das Bein erhielt zunächst einen Gipsverband. Später soll entschieden werden, ob das Geschoss entfernt wird oder nicht. Die Herrnhuter Missionshilfe wünscht dem jungen Patienten gute Besserung.

Heba Alimari bei der »Johannes-Diakonie«

Heba Alimari, Sonderpädagogin vom Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina), verantwortlich für die berufliche Förderung, hat sich bei einem Besuch in Mosbach (Baden) über die Arbeit der dortigen Werkstätten für Menschen mit Behinderung informiert. Der Vorstandsvorsitzende der »Johannes-Diakonie«, Dr. Hanns-Lothar Förschler, sowie der Bereichsleiter Beschäftigung, Rüdiger Pluschek, begrüßten den Gast. Auf dem Programm des dreitägigen Besuches standen Rundgänge in den Mosbacher und Schwarzacher Werkstätten, im Förder- und Betreuungsbereich Mosbach und im beruflichen Bildungsbereich. Daneben tauschte Heba Alimari sich mit den Verantwortlichen der »Johannes-Diakonie« darüber aus, wie die Werkstatt in Palästina verstärkt Eigenprodukte entwickeln und vermarkten könnte.

Sternberg-Sommerfest 2016

Zahlreiche Angebote gab es für die Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen aus dem Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg bei einem ersten Sommerfest 2016: Gymnastik und Sport, Basteln mit Knetmasse und Perlen, Papierarbeiten mit Schere und Falttechniken, Singen und Volkstanz (»Dabke«), Handarbeit und Gartengestaltung, Malen und Vorlesen, Schwimmen und Filme schauen, Musik hören und Karussell fahren. Natürlich wurde zwischen und nach den Aktivitäten auch gemeinsam gefeiert und gegessen. Unterstützung erhielt das Sommercamp von befreundeten kommunalen Einrichtungen aus der Umgebung. In Palästina beginnen in der zweiten Juni-Woche 2016 die Sommerferien.

Besuch aus Baden auf dem Sternberg

Immer wieder ist das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg ein beliebter Anlaufpunkt für christliche Reisegruppen aus Europa und Nordamerika, die nicht nur den israelischen, sondern auch den palästinensischen Teil des Heiligen Landes sehen und beiderseits der »Mauer« persönliche Begegnungen haben wollen. Am Sonntag, dem 22. Mai 2016, besuchten Vorstandsmitglieder vom »CVJM Landesverband Baden e. V.« diese 35 Jahre alte Einrichtung. Sie machten sich mit den unterschiedlichen Förderprogrammen bzw. Therapie-Formen vertraut und kauften Produkte, die im Förderzentrum hergestellt bzw. verarbeitet werden. Der Sternberg lebt davon, dass die hier geschehende vorbildliche Arbeit nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland bekannt gemacht und gefördert wird.

Zirkusfest auf dem Sternberg

Wieder einmal gestaltete die »Palestinian Circus School« einen Tag für das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg. Am 26. April 2016 waren viele Kinder und Jugendliche mit Behinderung samt ihren Eltern einer Einladung in die Einrichtung gefolgt. Einem sportlichen Indoor-Programm folgte ein buntes Outdoor-Programm. Am Schluss gab es Geschenke und Zertifikate für die Tüchtigsten der jungen Artistinnen und Artisten. Nicht nur die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, auch die Väter und Mütter der Kinder und Jugendlichen staunten nicht schlecht, welches Potential die Zirkus-Leute aus ihren Sprösslingen heraus holten. Natürlich gab es auch zirzensische Vorführungen vor einem begeisterten Publikum.

Konferenz und Baumpflanzungen

Die »Palestinian Youth Association for Leadership and Rights Activation« ist eine NGO, die der wegen des Konfliktes mit Israel oft frustrierten Jugend Angebote machen möchte. Diese NGO hat am 31. März 2016 im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg eine Konferenz zum Thema »Kinderschutz« abgehalten. Zu den 130 Teilnehmenden gehörten auch einige Prominente, z. B. Erzbischof Sebastia Theodosios von der Orthodoxen Kirche, Sheich Hasan Al-Hilali vom Ministerium für Religionsfragen, Elham Sami vom Ministerium für Frauenfragen sowie UNICEF-Mitarbeitende. Am Vortag, dem »Tag des Bodens«, waren die Jugendlichen vom Sternberg auf dem eigenen Gelände (Bäume pflanzen) und auf dem Gelände des »Grand Park Hotels« mit Verschönerungsarbeiten beschäftigt.

Erfahrungsaustausch Sternberg - Elim Home

Nachdem im Jahre 2015 das Leitungsteam des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) einen Besuch im »Elim Home«, einer ähnlichen Einrichtung der Brüdergemeine in Südafrika gemacht hatte, trafen nun Godfrey und Lesinda Cunningham zu einem Gegenbesuch auf dem Sternberg ein. Ersterer ist Pfarrer in Elim, Letztere leitet das »Elim Home«. Die Herrnhuter Missionshilfe fördert diesen Erfahrungsaustausch, der beide Einrichtungen voran bringt, obwohl sie in unterschiedlichen Gesellschaften beheimatet sind. Vom 19. bis 30. März 2016 wurde nicht nur gemeinsam gearbeitet und diskutiert, sondern auch gefeiert und die Umgebung erkundet. Ausflüge führten zu den historischen Stätten in Aboud, Jericho, Nablus, Kalkilia, Jenin und Bethlehem.

Geschenk-Sets zum Muttertag

In der Berufsschule des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) wurden in den vergangenen Tagen dutzende Geschenk-Sets kunstvoll verpackt. Diese enthalten Produkte, die auf dem Sternberg von Menschen mit Behinderungen hergestellt wurden. Sie sollen in der Umgebung des Sternbergs verkauft werden und eine Überraschung zum baldigen Muttertag sein. Über reinsten ‎Berghonig, duftende Olivenseife, edle Zierkerzen und volkstümliche palästinensische Stickereien werden sich gewiss viele Mütter in nah und fern freuen.Die Vermarktung der schönen Sets für einen weiteren Kundenkreis geschieht über die Facebook-Seite des Förderzentrums.

Festveranstaltung zum Frauentag

Am 8. März 2016, dem Internationalen Frauentag, fand im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) eine Festveranstaltung statt. Dabei wurde nicht nur Grußworte gesprochen und Vorträge gehalten, sondern auch fünf Frauen mit Behinderung für ihre Leistungen geehrt. Die Veranstaltung vereinte Delegierte staatlicher Behörden (Stadtverwaltungen von Ramallah und Bir Zeit sowie palästinensisches Ministerium für Frauenangelegenheiten), Behinderten-organisationen (»Stars of Hope« und »Advocacy Committee of Persons with Intellectual Disability«) und Dr. Lila Ghannam von der italienischen Vertretung in Palästina mit dem Leitungsteam vom Sternberg. Thematisch ging es bei dem Treffen um »Ökonomische und soziale Rechte von Frauen in Palästina«.

Zweimal Kritik und zweimal Dank

Die Mitarbeitenden des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) haben Regierung und Gesellschaft dafür kritisiert, dass das vorgegebene Ziel, fünf Prozent der Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderung zu besetzen, bei weitem nicht erreicht wird. Kritik üben sie auch an der Tatsache, dass in Palästina nur vier von 100 Kinderbüchern auch für Kinder mit Behinderungen geeignet sind. - Dank sagen die Mitarbeitenden zwei Sponsoren: Ein Mann schenkte einer Kindergruppe diverse Spielsachen sowie ein Mittagessen, während dessen er über richtiges Einkaufen sowie über die richtige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel informierte. Das Schmuck-Unternehmen »Bella Handmade Jewelry« spendete dem Förderzentrum einen Teil seines Gewinnes.

Drei Schließtage für den Sternberg

Vom 25. bis 26. Januar 2016 befanden sich weder Mitarbeitende noch Betreute auf dem Gelände des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina). Grund dafür war das für diese Region ungewöhnliche Winterwetter mit Kälte und Frost sowie mit viel Regen und Schnee. Mit seiner Entscheidung zur Schließung der Einrichtung folgte das Sternberg-Leitungsteam einer Empfehlung des Bildungs-ministeriums in Ramallah für die Westbank und den Gazastreifen. Am 27. Januar 2016 hatte zunächst der Kindergarten wieder geöffnet. Am 28. Januar 2016 folgten ihm die Förderschule und das berufliche Bildungszentrum. Die Infrastruktur in Palästina ist auf extreme Kälte, Glätte und Schneefälle kaum eingestellt. Die meisten Schulen verfügen nicht über Heizungsanlagen.

Vier Tage Weiterbildung auf dem Sternberg

Großen Wert legt das Leitungsteam des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) auf die Weiterbildung der Mitarbeitenden. Wann immer im Förderalltag Raum dafür ist, werden - meist mit externen Referentinnen und Referenten - entsprechende Kurse angeboten. Vom 11. bis 14. Januar 2016 ging es um vier verschiedene Themen: um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Übergriffen, um die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Alltag, um die Basteltechnik »Origami« sowie um eine gute Öffentlichkeitsarbeit. Sowohl Fach- als auch Hilfskräfte nahmen die Angebote gern wahr.

Der 3. Advent auf dem Sternberg

Jeder Adventssonntag wird in Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) mit einer Feierstunde begangen. Dazu versammeln sich Kinder und Jugendliche aus allen fünf Förderprogrammen und einige Mitarbeitende im Saal der Berufsschule. Auch am 3. Advent gab es wieder Lieder, Spiele, Geschichten, Tänze, Plätzchen und Schokolade, eine Präsentation und die Vervollständigung des Advents-Puzzles. Mehr Bilder hier.

Weihnachtskonzert 2015

Für den 19. Dezember 2015 lud das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg zu einem Weihnachtskonzert in seine Räumlichkeiten ein. Es sang der »Jerusalem Hope Choir« unter Leitung von Suhail Asfour. Download der Einladung hier.

Sternberg-Gruppe demonstrierte in Ramallah

Auch 2015 beteiligten sich die Kinder und Jugendlichen vom Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) an einer Demonstration anlässlich des »Welttages der Menschen mit Behinderung«. Die Demonstration fand am 8. Dezember 2015 in Ramallah statt. Der Zug von Menschen aus zehn Einrichtungen der Behindertenhilfe bewegte sich vom Al-Manarah-Platz zum Yasser-Arafat-Platz. Es wurden Plakate gegen Diskrimination und für Inklusion gezeigt und Parolen skandiert. Anschließend waren alle in das Kulturhaus von Ramallah eingeladen. Dort gab es ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm von prominenten Künstlerinnen und Künstlern für die Kinder und Jugendlichen.

Erste-Hilfe-Kurs für alle

Am 21. sowie am 26. November 2015 nahmen alle Mitarbeitenden des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Dieser wurde in Kooperation mit dem »Roten Halbmond«, der Entsprechung zum »Roten Kreuz«, durchgeführt. Alle möglichen Arten von Verletzungen wurden ebenso vorgestellt wie die entsprechenden Gegenmaßnahmen bzw. Behandlungen. Wegen der politischen Situation in Palästina, in der es immer wieder zu physischer Gewalt und auch zu körperlichen Schäden kommt, war dem Sternberg-Leitungsteam an einem solchen Kurs gelegen. Auf dem Gelände des Förderzentrums selbst ist es bisher nicht zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Mehr Bilder hier.

Unterhaltung und Horizont-Erweiterung

Mitarbeiterinnen der »Palästinensischen Schreibwerkstatt Bir Zeit« besuchten am 10. November 2015 die Förderschule auf dem Sternberg, um mit Hilfe von Bilderbüchern und einer sprechenden Puppe in besonders anschaulicher Weise Geschichten zu erzählen. Für diejenigen Jugendlichen, die im so genannten »Dorfprogramm« gefördert werden, gab es einen Ausflug in die Welt des ersten Arbeitsmarktes. Die Jugendlichen lernten sowohl die Arbeit in einer Elektrogeräte-Fabrik als auch in einer Geflügelfarm kennen. Es machte sie besonders stolz, dass sie hier und dort mit anfassen konnten. Ziel des Förderzentrums auf dem Sternberg ist es, nach einer entsprechenden Förderung möglichst viele Jugendliche mit Behinderung in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu vermitteln.

Sternberg-Planungsworkshop abgeschlossen

In Anwesenheit von fünf Mitgliedern des Vorstandes der Herrnhuter Missionshilfe fand vom 26. bis 28. Oktober 2015 ein strategischer Planungsworkshop im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) statt. Für die kommenden drei Jahre wurden unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen sowie der Erfordernisse der Förderarbeit im palästinensischen Kontext verschiedene Ziele und Wege vereinbart, die Arbeitgebende und Arbeitnehmende gemeinsam erreichen bzw. gehen wollen. Auch der Sicherung der finanziellen Grundlagen für den Sternberg wurde Aufmerksamkeit geschenkt. Den Workshop moderierte Hasan Abu Daher, ein Experte für strategisches Planen. Mehr Infos, u. a. zu den anwesenden Gästen, und Bilder hier.

Zwei weitere Eltern-Workshops

Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) kümmert sich nicht nur um die etwa 200 Kinder und Jugendlichen, die in den verschiedenen Programmen der Einrichtung eingeschrieben sind. Es ist außerdem für seine vorbildliche Eltern- und Lobbyarbeit zugunsten von Menschen mit Behinderungen bekannt. Zwei weitere Eltern-Workshops fanden am 30. September sowie am 3. Oktober 2015 in den Räumen des neuen Beruflichen Förderzentrums statt. Beim ersten Workshop ging es darum, die Eltern auf die Rechtsansprüche und Fördermöglichkeiten von Menschen mit Behinderung hinzuweisen. Beim zweiten Workshop stand die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung und deren Eltern im Vordergrund.

Exkursion hinter Mauer und Stacheldraht

In der Woche vom 24. bis 30. August 2015, unmittelbar vor dem Wiederbeginn des Schul- und Ausbildungsjahres, unternahmen Kinder und Jugendliche vom Sternberg, dem Förderzentrum der Brüder-Unität in Palästina, einen Ausflug in die Umgebung. Fast alle hatten bisher noch keine Gelegenheit gehabt, diese Umgebung hinter Mauer und Stacheldraht in Augenschein zu nehmen. Die etwa 50 Personen, aufgeteilt in zwei Gruppen, besuchten Jerusalem, Tiberias, Tabgha, Accra und den Strand des Mittelmeeres. Sie fuhren mit der Straßenbahn und dem P0ferdewagen, sie badeten und kletterten, sie besuchten christliche Stätten und Vergnügungsplätze, sie speisten miteinander und lernten viel Neues. Einen Eindruck von dieser Exkursion vermitteln viele Fotos - siehe hier.

Eine Nähmaschine für Abedalqader

Durch die Vermittlung von Pater Raed Abusahliah, Generaldirektor von »Caritas Jerusalem«, hat das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) im August 2015 eine neue Nähmaschine geschenkt bekommen. Sie ist für Abedalqader Jamil Qader bestimmt, einem Jugendlichen mit geistiger Behinderung, der in dem Zentrum gefördert wurde. In der Nähwerkstatt hat Abedalqader den Umgang mit der Maschine gelernt, so dass er jetzt zu Hause selbständig an dieser arbeiten und einen Beitrag zu seinem Lebensunterhalt erwirtschaften kann. Der Tag, an dem die Maschine bei ihm zu Hause angeliefert und anschließend eingerichtet wurde, war ein großer Glückstag für ihn.

Rückblick auf den Besuch vom Sternberg

In der »Sächsischen Zeitung« vom 30. Juni 2015 wird noch einmal Rückschau gehalten auf den kürzlich zu Ende gegangenen Besuch von drei Mitarbeitenden vom Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) bei der »Herrnhuter Diakonie« in Herrnhut, Kleinwelka und Hohburg. Download des Artikels hier. Es stimmt nicht, dass es auf dem Sternberg auch Mitarbeitende jüdischen Glaubens gibt. Ein Bilderbogen hier. + + + Auch den Schülerinnen und Schülern des »Evangelischen Zinzendorf-Gymnasiums Herrnhut« statteten die Gäste vom Sternberg einen Besuch ab. Ein Bericht findet sich auf den auf den Webseiten der Schule. Download hier. Die weltweite Brüder-Unität sowie die Herrnhuter Mission besitzen Bedeutung für das Profil der Schule.

Keine Sommerruhe auf dem Sternberg

Auch wenn die Ausbildung im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) derzeit ruht, so herrscht doch keinerlei Sommerruhe dort. In der Zeit zwischen dem 3. und 17. Juni 2015 fanden vielmehr zahlreiche Aktivitäten statt, zumeist in Kooperation mit anderen Organisationen und kommunalen Behörden. Dabei ging es um Theater, Tanz, Musik, Kino, Sport, Zeichnen und Basteln. Highlights waren der Besuch des »Ean El Hamam Swimmbades« und des »Four Seasons Vergnügungsparkes« in Bir Zeit sowie des »Sky Land Parkes« in Al-Rayhan. Die Mitarbeitenden servierten zur Mittagszeit jeweils ein begehrtes Lunchpaket. Die Sommer-Aktivitäten waren nur durch die finanzielle und logistische Unterstützung vieler Personen möglich. Mehr hier.

Sportfest, erfolgreiche Arbeitsvermittlung

Zusammen mit Kindern und Jugendlichen aus zwei anderen Behinderteneinrichtungen in Palästina hatten die Kinder und Jugendlichen vom Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah) am 4. Juni 2015 viel Spass bei einem Spiel- und Sportfest in der großen Turnhalle von Bir Zeit. Freiwillige aus der dortigen Universität halfen bei der Durchführung der verschiedenen Übungen (Gymnastik, Tuchtanzen, Springen) sowie der Wettbewerbe (Staffeln, Korbwerfen). + + + Erneut ist es den Mitarbeitenden des Dorfprogramms gelungen, vier Jugendlichen aus dem Beruflichen Förderzentrum einen geschützten Arbeitsplatz außerhalb des Zentrums zu vermitteln. Arbeitgeber sind die Stadtverwaltung Bir Zeit, zwei ländliche Kommunen sowie ein Bauunternehmer.

Sternberg-Himmelfahrtsgottesdienst

Auf ihren Facebook-Seiten berichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) von einem Himmelfahrtsgottesdienst. Er fand auf dem »Gipfel« des Sternbergs statt, wo sich eine überdachte Andachtsstätte mit Altar aus Naturstein und einer herrlicher Aussicht befindet. Der Gottesdienst wurde geleitet vom lutherischen Pfarrer Imad Haddad aus Ramallah. Wie die eingestellten Bilder zeigen, nahmen auch Mitarbeitende moslemischen Glaubens an dem Gottesdienst teil. Im Anschluss an den Gottesdienst dankte Ghada Naser, die Einrichtungsleiterin, dem Pfarrer für sein Engagement für den Sternberg.

Einsatztruppe für die Grünflächenpflege

Wer im Umkreis des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) eine Grünfläche oder einen Garten zu pflegen oder andere gärtnerische oder landwirtschaftliche Arbeiten zu verrichten hat, der kann sich an die Mitarbeitenden des Beruflichen Förderzentrums wenden. Auch kommunale Auftraggeber können diesbezüglich aktiv werden. Gern erledigen die im Zentrum geförderten jungen Männer und Frauen für externe Kundinnen und Kunden einmalige Aufträge oder auch bestimmte Dauerpflegemaßnahmen. Für ihren Aufwand (An- und Abreise, Gerätepflege) erwarten sie eine Entschädigung und darüber hinaus einen niedrigen Lohn. Es ist für die Geförderten ein großes Glück, das Gelernte praktisch anwenden zu können.

Training für sachgerechte Autowäsche

Am 7. April 2015 begann vor dem Berufsförderzentrum auf dem Sternberg (Palästina) eine neue Trainingsmaßnahme für Jugendliche mit Behinderungen. Die dort vorgefahrenen PKW parkten nicht etwa nur, sondern wurden von den Jugendlichen unter Anleitung gereinigt. Dass diese Maßnahme besonders den männlichen Jugendlichen Freude machte, versteht sich von selbst. Immer wieder sind die Mitarbeitenden des Förderzentrums auf der Suche nach Tätigkeiten, mit denen die Jugendlichen sich nach ihrer Ausbildung ein Einkommen erwirtschaften können und die ihre Zeit sinnvoll ausfüllen.

Unkraut jäten, Couscous kochen

Studierende der Universität Bir Zeit weilten am 8. April 2015 zu einem freiwilligen Arbeitseinsatz im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina). In Kooperation mit Jugendlichen aus dem beruflichen Förderprogramm wurden in den Außenanlagen Pflege- und Reinigungsarbeiten durchgeführt und auf den Feld- und Gartenflächen wurde das Unkraut gejätet. + + + Um die finanzielle Lage von Müttern zu verbessern, die ein Kind mit Behinderungen zu versorgen haben, boten die Mitarbeitenden aus dem Dorfprogramm einen Kochkurs an. Ein professioneller Koch zeigte den Müttern, wie sie die aus Nordafrika stammende Speisebeilage »Couscous« zubereiten und auf dem Markt verkaufen können.

Unrat-Entsorgung am »Tag des Bodens«

Alljährlich wird in Israel und in den palästinensischen Autonomiegebieten der 30. April als »Land Day« (Tag des Bodens) begangen. Im Jahre 1976 hatte es an diesem Tag großflächige Enteignungen der arabischen Bevölkerung durch den israelischen Staat gegeben. Am »Land Day 2015« machten sich Mitarbeitende und Betreute vom Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg in die benachbarte Stadt Bir Zeit auf, um bei der Reinigung von Wegen, Gebüschen und Spielflächen in einem öffentlichen Park zu helfen. Das Entsorgen von alten Flaschen, Dosen, Kunststoff- und Papierstücken war zwar anstrengend, machte aber auch Freude.

Kakteen als Muttertagsgeschenke

Am 22. März 2015 fand in Bir Zeit eine große Muttertagsfeier statt, die vom Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg organisiert worden war und an der zahlreiche Mütter der im Zentrum betreuten Kinder und Jugendlichen teilnahmen. Im Vorfeld dieser Feier hatte man auf dem weitläufigen Gelände des Sternbergs mehr als 300 Kakteen gezogen und geerntet, in kleine Töpfe gepflanzt und diese Töpfe anschließend dekoriert. So entstanden wunderschöne Geschenke, über die sich die Mütter sehr freuten. Den Mitarbeitenden und den Betreuten im beruflichen Förderzentrum wurde für diese Aktion herzlich gedankt.

Schulklassen lernen den Sternberg kennen

In den Schulen der Umgebung ist das Interesse am Sternberg so groß wie nie. Zuletzt machten sich sechs Klassen mit der Einrichtung vertraut. Am 9. März 2015 kam eine Gruppe aus der lutherischen »School of Hope« zum Sternberg, die sich für die Umwelt- und landwirtschaftlichen Projekte auf dem weitläufigen Gelände interessierte. Am 10. März 2015 weilten Lernende und Lehrende der katholischen »St. Joseph School« zu Besuch. Am 11., 14. und 16. März 2015 wurden Gruppen aus der anglikanischen »Arab Evangelical Episcopal School«, der privaten »Al-Mustaqbal School«, der orthodoxen »Saint George's School« sowie der »UNRWA Elementary Girls School« (alle in Ramallah) auf dem Sternberg willkommen geheißen. Immer gab es ein ähnliches Programm. Viele Bilder hier.

Eltern-Workshop auf dem Sternberg

Das zahlenmäßig größte Programm, das vom Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) angeboten wird, ist das Dorfprogramm (Community Work Program). Die Mitarbeitenden in diesem Programm haben am 26. Februar 2015 einen Workshop für Eltern von Kindern mit Behinderung durchgeführt. Dabei ging es um das Aufspüren und die Dokumentation von Verstößen gegen die Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung im öffentlichen wie im privaten Raum. Der gute Besuch des Workshops, an dem nicht nur Mütter, sondern auch einige Väter teilnahmen, machte deutlich, wie notwendig es in der palästinensischen Gesellschaft ist, für die physische und psychische Unversehrtheit von Menschen mit Behinderung einzutreten.

Begeisterung bei Zirkusbesuch in Bir Zeit

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) versuchen immer wieder, den Kindern und Jugendlichen mit Behinderung einen abwechslungsreichen und vor allem anregenden Alltag zu gestalten. Am 2. März 2015 organisierten sie einen Zirkusbesuch aller Abteilungen der Einrichtung in der Universitätsstadt Bir Zeit. Die dort befindliche »Palestinian Circus School« gestaltete für die Kinder und Jugendlichen vom Sternberg sowie von mehreren anderen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Palästina ein sportlich-heiteres Programm, das Staunen erregte und auf große Begeisterung stieß.

Gegenbesuch des ZGH auf dem Sternberg

Vom 8. bis 11. Februar 2015 weilten mehrere Lehrende und Lernende vom »Zinzendorf-Gymnasium Herrnhut« (ZGH) zu einem Besuch im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina). Beide Einrichtungen sind partnerschaftlich verbunden und wollen sich daher immer besser kennenlernen. Nachdem im Mai 2014 Ghada Naser, Direktorin des Sternbergs, und Farah Odeh, Verwaltungsleiter, im ZGH von der Arbeit des Förderzentrum berichteten und damit zur diakonischen Profilierung des ZGH beitrugen, war nun ein Gegenbesuch fällig. Dieser wurde organisiert vom damaligen Schulpfarrer Raimund Hertzsch, der nunmehr Vorsitzender der Herrnhuter Missionshilfe ist.

Gespräche über Kooperation

Der Leitungskreis der in Ramallah und Al-Bireh arbeitenden gemeinnützigen Organisation »Jasmine Charitable Society for Children with Special Needs« hat sich am 4. Februar 2014 einen Tag lang mit leitenden Mitarbeitenden vom Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) getroffen. Das Treffen fand in freundschaftlicher Atmosphäre im Förderzentrum und auf dem Sternberg-Gelände statt. Es diente einerseits dem besseren gegenseitigen Kennenlernen, andererseits dem Austausch über eventuelle Kooperations-Möglichkeiten. Die »Jasmine Charitable Society for Children with Special Needs« entstand im Jahre 2002 als Selbsthilfegruppe von betroffenen Familien im Großraum Ramallah und betreut jetzt etwa 60 Kinder mit Behinderungen. Mehr als doppelt so viele Kinder stehen derzeit auf einer Warteliste.

Advents-Betriebsausflug 2014

Ein Teil der Mitarbeitenden des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) begab sich am 13. Dezember 2013 auf einen Betriebsausflug, der hinunter zum Jordan, 250 Meter unter NN, sowie nach Jericho und in die angrenzende Wüste führte. Das uralte Kloster des Heiligen Gerasimos (gegründet 455 n. Chr.) und ein ganz besonderes Wadi wurden besichtigt. Schließlich genoss man noch ein wenig Geselligkeit beim Barbecue. Einen Bildbericht gibt es hier.

Planungsworkshop vor dem Christfest

Vor dem Christfest gab es am 23. Dezember 2014 im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) noch einen Planungsworkshop. Ghada Naser, die Direktorin der Einrichtung, erläuterte den Mitarbeitenden die Fördervorhaben für das Jahr 2015 und stellte sich anschließend der Diskussion. Dann gab es eine allgemeine Dankstunde. Ghada Naser würdigte den Einatz eines Jeden und einer Jeden. Sie überreichte allen Mitarbeitenden als Zeichen der Anerkennung des Leitungsteams drei kleine Geschenke: ein Glas Honig, eine Pflanze und einen personalisierten Stift. Bei einem Mittagessen verabschiedete man bis zum neuen Jahr voneinander.

Leitungsgespräche 2014

Anfang Dezember 2014 fanden die turnusmäßigen Arbeitsgespräche zwischen der Leitung der Herrnhuter Missionshilfe und der Leitung des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) statt. Dabei ging es wie immer um Finanzen und Personalien, weiterhin um die Stärkung des christlichen-brüderischen Profils der Einrichtung und um Strukturfragen; eine mittlere Leitungsebene soll geschaffen werden. Die Gäste besichtigten das Berufliche Trainingszentrum, in dem sich jetzt auch eine Nähwerkstatt und ein Archivraum befinden. Bei einem kurzen Jerusalem-Aufenthalt stattete der neue Vorsitzende der Herrnhuter Missionshilfe, Raimund Hertzsch, dem evangelischen Probst von Jerusalem, Wolfgang Schmidt, einen Antrittsbesuch ab.

Mehr als 100 Adventskränze gebunden

Kürzlich kamen Mitglieder der Jerusalemer Erlöserkirche in das Sternberg-Förderzentrum, um mit den dort vorhandenen Zweigen mehr als 100 Adventskränze zu binden. Die Kränze wurden - neben anderen Produkten vom Sternberg (Olivenöl, Olivenseife, Za'tar, Honig, Stickarbeiten, Holzkunst) - am 29. November 2014 in Jerusalem auf dem Basar der Erlöserkirche verkauft. Mit Hilfe des des Basars gelang es den Mitarbeitenden, das Förderzentrum bekannt zu machen und auch Einnahmen für das Zentrum zu erwirtschaften. Zwei Tage später gab es auf dem Sternberg eine Adventsfeier mit Versen und Geschichten, Gesängen und weiteren Aktivitäten sowie mit der Verkostung von Süßigkeiten. Die Feier fand im Saal des Beruflichen Förderzentrum statt.

CBM evaluiert auf dem Sternberg

Die »Christoffel-Blindenmission« (CBM) hat in der Vergangenheit mehrfach bestimmte Projekte des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) gefördert, zuletzt die so genannte Dorfarbeit. In der Mitte einer Förderperiode machte Katharina Pfoertner vom 3. bis 6. November 2014 einen Besuch in der Einrichtung, um die dort geschehende Arbeit zu evaluieren. Auch in den Dörfern der Umgebung war der Gast unterwegs. Er führte Gespräche mit staatlichen und kommunalen Partnern sowie mit anderen Trägern von Sozialarbeit. Zum Ende des Besuches gab es auf dem Sternberg im Saal des neuen Beruflichen Förderzentrums ein Treffen mit diversen Unterstützern der Einrichtung sowie mit ausgewählten Mitarbeitenden zur Auswertung der Evaluierung. Mehr hier.

Internationales Treffen auf dem Sternberg

Ein ganz besonderes Treffen gab es am 27. Oktober 2014 auf dem Gelände des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah. Die Beschäftigten der tschechischen Vertretung in Palästina feierten ihren Nationalfeiertag zusammen mit Persönlichkeiten anderer Staaten auf dem Andachtsplatz der Einrichtung, der den Gipfel des Sternbergs krönt. Zugegen waren Diplomaten aus Tschechien, Deutschland, Österreich, Malta, Frankreich, Südafrika, Japan und Ägypten; außerdem palästinensische Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Mehr hier.

BAOBAB hilft auf dem Sternberg

Eine Gruppe von jungen Leuten aus dem »BAOBAB Infoladen Eine Welt e. V.« in Berlin hielt sich im Oktober 2014 für 13 Tage im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina) auf. Die Jugendlichen machten nicht nur einen Besuch, sondern sie halfen auch - gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen - bei der Pflege des Geländes sowie bei der Olivenernte. Auch einen Hausbesuch bei einem Absolventen des Beruflichen Trainingszentrums machte die Gruppe. Die besondere Partnerschaft zwischen beiden Einrichtungen besteht seit 1997.

Back to work

»Back to work«, so ist ein erster Gruß vom Förderzentrum »Sternberg« bei Ramallah (Palästina) nach Beginn des Schul- und Ausbildungsjahres 2014/15 überschrieben - Download hier. Erzählt wird von einem einwöchigen Fortbildungskurs der Mitarbeitenden, vom Wechsel zweier Kinder vom Kindergarten in die Förderschule sowie dreier Jugendlicher von der Förderschule in das Berufliche Förderzentrum und von einem Drei-Tage-Ausflug von 20 Jugendlichen samt sechs Betreuungspersonen nach Israel (Tiberias, Haïfa, Akko, Ramat Gan). Leider wurde sechs Jugendlichen mit Behinderung die Einreise nach Israel ohne Angabe von Gründen verweigert. Neuer Mitarbeiter u. a. für Öffentlichkeitsarbeit sowie die Begleitung von Freiwilligen und Gästen ist Fuad Samaanin.

VTC-Bericht von Rachel Holzheimer

Einen Bildbericht der jungen Freiwilligen Rahel Holzheimer aus Gütersloh über die Eröffnung des neuen Vocational Trainings Centers (VTC, Berufliches Bildungszentrum) auf dem Sternberg am 10. Juli 2014 gibt es hier.

Abschluss des Kindergartenjahres

Sehr feierlich beging der integrative, internationale und auch interreligiöse Kindergarten auf dem Sternberg am 11. Juni 2014 den Abschluss des alten Förderjahres. Bereits zum wiederholten Male wurde diese Zeremonie in Anwesenheit der Eltern und anderer Familienangehöriger abgehalten. Jedes der neun Kinder erhielt ein Zertifikat, das ihm seine Lern- und Fördererfolge gemäß einem individuellen Plan bescheinigte. Einige Kinder werden an die Förderschule des Sternbergs überwechseln. Andere werden künftig eine öffentliche oder private Regelschule besuchen. Während der Feier würdigte Ghada Naser, die Direktorin des Zentrums, die Arbeit des Kindergartens. Sie dankte den Eltern für ihr Vertrauen in die Förderarbeit. In einer Bilderschau zeigte sie den individuellen Entwicklungsgang eines jeden Kindes auf.

Ostern 2014 auf dem Sternberg

Von den Osterfeierlichkeiten 2014 im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg gibt es einen Bildbericht der jungen Volontärin Rachel Holzheimer aus Deutschland. Download hier. Erstmals fand die Feier am neuen Andachtsort auf dem Plateau im Sternberg-Wald statt, wo sich eine große Steinplatte befindet, die als Altar dienen kann. Die Osterfeier leiteten Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik aus Deutschland und sein lutherischer Kollege Emad Hadad aus Ramallah. Bei der Prozession zum Andachtsort wurden Palmzweige geschwungen und es erklang Hosianna-Gesang.

Großreinemachen auf dem Sternberg

Jeden letzten Donnerstag im Monat gibt es im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg einen Großreinemach-Tag. Daran beteiligen sich nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen. Im Außenbereich und im Wald, aber auch in sämtlichen Innenräumen wird alles aufgesammelt und fortgeräumt, was dort nicht hingehört. Auf diese Weise lernen die Betreuten nicht nur den Wert einer intakten natürlichen Umwelt kennen, sie werden auch mit der Bedeutung von Sauberkeit und Ordnung vertraut gemacht. Fast immer sind sie mit Verantwortungsbewusstsein und sogar Begeisterung beim Saubermachen dabei, zumal diejenigen, die ihren Müllsack gefüllt haben, als Belohnung einen kleinen Snack erhalten.

Ramallah versinkt im Schnee

In der Nacht vom 10. zum 11. Dezember 2013 hat es im gesamten Nahen Osten so heftig geschneit wie seit Jahren nicht mehr. Ramallah, die Hauptstadt des palästinensischen Westjordanlandes, und das gesamte Umland befand sich darauhin für eine halbe Woche im Ausnahmezustand. Bei Schneehöhen bis zu einem halben Meter kamen die Menschen nicht mehr zur Arbeit, es fuhren keine Busse und Taxis, auch die meisten Geschäfte und Büros blieben geschlossen. Noch gibt es aus dem Förderzentrum »Sternberg« keinen aktuellen Winterbericht.

Jerusalemverein berichtet über Sternberg

In Heft 2-2013 der Zeitschrift »Im Lande der Bibel«, einer Publikation des Jerusalemvereins, gibt es zwei Beiträge über das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg. Alle Beiträge dieser Ausgabe kreisen um das Thema »Kraft ist in den Schwachen mächtig – Leben mit Behinderung in Palästina«. Zunächst stellt Marianne van de Glind die Entwicklung des Sternbergs von einem Lepra-Krankenhaus zu einem Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen dar. Dann schildert Ghada Naser, die Direktorin der Einrichtung, die Erfolge der Arbeit in den einzelnen Förderprogrammen am Beispiel von einigen Einzelschicksalen. Download des Heftes hier.

Kein Visum für Sternberg-Freiwillige

Nach dreimonatigem Freiwilligendienst im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg muss die Jugendliche Rachel Holzheimer aus Gütersloh jetzt nach Deutschland zurückkehren. Die israelischen Besatzungsbehörden haben trotz mehrfachen Intervenierens ihr Visum nicht verlängert. Rachel Holzheimer war auf dem Sternberg heimisch geworden und gerade dabei, ihr Musikangebot, das im integrativen Kindergarten große Resonanz gefunden hatte, auch in der Förderschule und im Berufsschulzentrum zu platzieren. Die ihr eigene Mischung aus Rhythmusspielen, Singen sowie Instrumentalmusik mit Trommeln, Klavier oder Gitarre wird es nun nicht mehr geben. Von Deutschland aus soll so bald wie möglich eine erneute Einreise nach Palästina beantragt werden. Mehr hier.

Stabwechsel bei den Freiwilligen

Auf dem Sternberg hat es einen Wechsel bei den Freiwilligen gegeben. Nach einjährigem Dienst im integrativen Kindergarten kehrte Veronika Hench Anfang September 2013 nach Deutschland zurück. Sie konnte zuvor noch zehn Tage ihre Nachfolgerin, Rachel Holzheimer, einarbeiten. Meist sind zusätzlich zwei weitere Freiwillige für kürzere Frist auf dem Sternberg. Weil die Erteilung von Visa für Palästina-Freiwillige auf Seiten der israelischen Behörden immer wieder problematisch ist, muss jeder Einsatz individuell ausgehandelt werden.

Studie zur Wirksamkeit des Dorfprogramms

Auf Anregung der »Christoffel Blindenmission«, einer wichtigen Unterstützerin des Sternbergs, fand 2012 eine Evaluierung des Dorfprogramms statt, in die auch die nahe »Bir Zeit University« eingebunden war. Mit Hilfe von Freiwilligen wurden u. a. Angaben zur Wirksamkeit des Dorfprogramms erhoben. Jetzt liegen die Ergebnisse der Studie vor. Demnach erreichen die Sternberg-Mitarbeitenden in elf Dörfern sowie im Flüchtlingscamp »Al Jalazon« insgesamt 4.919 Haushalte mit 26.125 Menschen, die ein Durchschnittsalter von 24,4 Jahren aufweisen. In 25% der Haushalte gibt es Ehen zwischen Verwandten dritten Grades (Cousin und Cousinen), aus denen häufig Kinder mit Behinderungen hervorgehen. 91% der Familien bestehen aus Vater, Mutter und Kindern.

Palästinensischer Autor besucht Sternberg

Im August 2013 besuchte der in Jerusa-
lem lebende palästinensische Autor und
Christ Manuel Habib Helou (Abu Micho) das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg. Es war dies ein sehr emotionaler Besuch, hatte der Gast das Gelände doch vor 47 Jahren letztmals gesehen, als hier noch ein Leprahospital stand. Abu Micho war tief beeinduckt von den Veränderungen zum Positiven, die er in Augenschein nehmen konnte. Sei-
ne lebendigen Berichte von der Frühzeit des Sternbergs interessierten die jetzigen Mitarbeitenden sehr. In einer E-Mail schrieb er: »Ich nutze die Gelegen-
heit, Ihnen für Ihren Mut und Ihr Engagement bei der Sorge für die Kinder mit Behinderung zu danken. Ich bin sehr beeindruckt von dem, was Sie hier leisten. Die Herausforderungen, vor denen Sie stehen, sind enorm. Im kommenden Advent möchte ich den Sternberg noch einmal besuchen.«

Berufliches Förderzentrum wächst

Das seit langem geplante neue berufliche Förderzentrum auf dem Gelände des »Star Mountain Rehabilitation Centers« wird jetzt gebaut. Der etwa 300.000 Euro teure Bau, der sich in der Nähe der Außenmauer befindet, die den Sternberg von der Fernstraße Ramallah – Bir Zeit abgrenzt, ersetzt die alte Berufsschule, die wegen Baufälligkeit sowie nach einer Rattenplage vor einem Jahr komplett abgerissen werden musste. Die verbesserten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen werden von den etwa 25 Jugendlichen mit Behinderung sowie von den Mitarbeitenden schon sehnsüchtig erwartet. Im beruflichen Förderzentrum entsteht u. a. die Olivenseife, die über den Fairen Handel der Herrnhuter Missionshilfe vertrieben wird.