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Herrnhuter Mission aktuell

Nachrichten der Herrnhuter Missionshilfe

Ausgabe 04-2018 vom 8. Februar 2018

Gebetsinformationen 2018

Die Herrnhuter Brüdergemeine mit ihrer vielfältigen weltweiten Arbeit braucht Fürbitte. Hier sind die Gebetsinformationen für den Unitätsgebetstag am 1. März 2018 sowie für die Unitätsgebetswacht 2018.

Treffen des Unity Mission and Development Board


Vom 5. bis 8. Februar 2018 versammelten sich in Winston-Salem (NC) 15 Personen, darunter Johannes Klemm (Mission 21, Basel), zum 4. Treffen des erst 2009 gegründeten »Unity Mission and Development Board«. Dieses wichtigste Gremium für die Missionsarbeit der weltweiten Brüder-Unität tagt in der Regel nur alle zwei Jahre. Es wird einberufen und geleitet von Jørgen Bøytler (DK), dem Geschäftsführer des Unitätsvorstandes (Unity Board). Das Gremium, dem Vertretungspersonen aus allen vier Unitätsregionen (4 x Afrika; 2 x Karibik/Lateinamerika; 1 x Europa, 1 x Nordamerika) sowie der 6 Missionsgesellschaften in Europa und Nordamerika angehören, hat die Aufgabe, die laufenden missionarischen Aktivitäten der weltweiten Brüder-Unität zu koordinieren sowie neue diesbezügliche Aktivitäten zu planen. Foto vom 2. Treffen 2013 in Bilwi, Nikaragua.

Fahrräder für Studierende


Die »Zeister Zendingsgenootschap«, die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, erbittet neuerdings Spenden, mit denen sie Jugendlichen aus dem surinamischen Binnenland, die in der Hauptstadt Paramaribo studieren oder eine Lehre absolvieren, ein Fahrrad finanzieren kann.  Diese Jugendlichen leben in der Regel in einem Internat am Stadtrand und müssen mit dem Bus zu ihren Ausbildungsstätten bzw. Hochschulen fahren. Da die Jugendlichen bzw. deren Eltern oft über kein oder nur ein kleines Einkommen verfügen, sind die Busfahrten ein erheblicher Kostenfaktor. Wenn die Jugendlichen radfahren können, sparen sie Geld, was ihnen dann für andere Arten von Studien- und Lebenshaltungskosten zur Verfügung steht. Für ein Fahrrad mit Schloss, Luftpumpe, Reparaturset und einem zusätzlichen Reifensatz wird mit 200 Euro kalkuliert.

Unitätsgebetswacht in Surinam


Von Mittwoch, dem 7. Februar, bis Sonntag, den 25. Februar 2018, ist die Unitätsprovinz Surinam mit der Unitätsgebetswacht an der Reihe, die letztlich auf das Jahr 1727 zurückgeht, als im alten Herrnhut die ledigen Brüder sich zu einem 24-Stunden-Gebet verabredeten. Schon lange ist dieses Gebet keine alleinige Angelegenheit der Brüdergemeine Herrnhut mehr, sondern der weltweiten Brüder-Unität mit etwa 1.700 Gemeinden. Die Kirchenleitung in Surinam hat einen Plan erstellt, wann welche Region und wann der Distrikt C.A.S. (Curaçao, Aruba und Sint Maarten) mit dem Gebetsdienst an der Reihe ist. Zuvor hatte die tschechische Unitätsprovinz den Gebetsdienst übernommen, anschließend wird diesen Dienst die Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania tun. Zur Geschichte und Gegenwart der Unitätsgebetswacht hier.

Ein weiteres Jugendleiterseminar


Dank der Bereitstellung finanzieller Mittel durch den Weltgebetstag kann die Brüdergemeine in Surinam derzeit eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen für ihre Jugendmitarbeiterinnen und Jugendmitarbeiter durchführen. Am Sonnabend, dem 3. Februar 2018, fand schon eine dritte derartige Veranstaltung statt. In einem Kurzbericht dazu heißt es: »Wo kann man besser nachdenken über Musik und Inspiration als in einer schönen, natürlichen Umgebung? Unter Anleitung ihres Trainers Raphael van Ommeren kamen die jungen Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer aus dem Kirchenbezirk Paramaribo Süd intensiv miteinander ins Gespräch über die Rolle und die Bedeutung von Musik in ihrem persönlichen sowie im kirchlichen Leben. Sie taten das in den Räumen der Libanon-Gemeinde«. Mehr Bilder hier.

Film über den Alltag in Labrador


Einen Einblick in den Alltag der Menschen in Labrador sowie eine Begegnung mit der subpolaren Natur ermöglicht ein vom NDR produzierter Dokumentarfilm - siehe hier. Immer wieder wird auch die Brüdergemeine erwähnt. Als eine Art Führer durch den Film agiert der Bläserchor in der Herrnhuter Siedlung Nain. Dieser Umstand ermöglicht eine Wiederbegegnung mit denjenigen Bläserinnen und Bläsern, die 2015 am Bläsertag in Herrnhut teilgenommen haben, darunter der inzwischen verstorbene Tubist Christian Ado Obed. Der Film hat ein paar heitere Szenen, vor allem macht er die große Abgeschiedenheit des Landes deutlich, die einerseits schwer zu ertragen, die andererseits aber auch zu schützen ist. Die Szenen um die Ankunft des Versorgungsschiffes »Northern Ranger« ähneln denjenigen, die sich einst um das Missionsschiff »Harmony« abgespielt haben.

Dena Fortuzi studiert Theologie


Im Herbst 2017 hat Dena Fortuzi, geb. Grillo, aus Albanien ein Fernstudium am Theologischen Seminar der Brüdergemeine in Bethlehem/Pa. aufgenommen. Die verheiratete junge Frau und Mutter eines Kleinkindes gehört schon seit Jahren zu einem Team, das an mehreren Standorten im Land selbständig Gottesdienste, Kinder- und Jugendstunden sowie Seminare hält und zusammen mit einem Leitungskreis und Pfarrer Jørgen Bøytler aus Dänemark der Brüdergemeine in Albanien vorsteht. Viele Menschen hoffen, dass Dena Furtuzi bald das erste Mitglied der Brüdergemeine in Albanien wird, das die Ordination empfängt. Im Juni 2018 feiert die Brüdergemeine in Albanien, die nach dem Ende der kommunistischen Ära als eine einheimische Hauskirche entstand und heute an sechs Orten arbeitet, den 25. Jahrestag ihrer Gründung.

Cholera in Sambia weitgehend eingedämmt


Vom geschäftigen Europa so gut wie unbemerkt, ist Ende 2018 im sambischen Lusaka die Cholera signifikant ausgebrochen. Etwa 1.050 Krankheits- und mindestens 15 Todesfälle waren laut Angaben des staatlichen Gesundheitsministeriums zu verzeichnen. Fred Walch, der seit Sommer 2018 im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe als landwirtschaftlicher Projektberater der Brüdergemeine in Sambia arbeitet, berichtet, dass viele Städte »gesäubert« worden seien: »Man hat die Verkäuferinnen und Verkäufer von ihren provisorischen Straßenständen entfernt, auch hier in Ndola. Die Schulen blieben nach den Weihnachtsferien zwei Wochen länger geschlossen als sonst und über das Radio sowie per Lautsprecher wurde dazu aufgerufen, die Hygienevorschriften vor allem beim Essen zu beachten. Inzwischen herrscht aber wieder so gut wie Normalzustand«.

Klimakompensationsabgabe für 2017 berechnet


Die Berechnung der von der Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität 2016 beschlossene Klimakompensationsabgabe für Dienstflüge im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Oktober 2017 hat für die Evangelische Brüder‐Unität einen Betrag von 382 Euro und für die Herrnhuter Missionshilfe einen Betrag von 1.650 Euro ergeben. Der Betrag der Brüder‐Unität kommt dem Wiederaufforstungsprojekt in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) zugute, das durch die Herrnhuter Missionshilfe betreut wird. Der Betrag der Herrnhuter Missionshilfe wird an die »Zeister Missionsgesellschaft« in den Niederlanden weitergereicht, die damit ein Olivenbaum‐Projekt der Fördereinrichtung »Elim Home« der Brüdergemeine in Südafrika unterstützt. Die Erträge der Olivenbäume sollen es der Einrichtung ermöglichen, mehr Eigenmittel zu generieren.

Zur Gesundheitsversorgung global


Das »Deutsche Institut für Ärztliche Mission« (Difäm) veröffentlicht in seiner Zeitschrift »Gesundheit in der Einen Welt« (Heft 1-2018) einige Zahlen zur globalen Gesundheitsversorgung: Täglich sterben 16.000 Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Ursachen und 830 Frauen an verbeidbaren Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt; 99 % dieser Todesfälle tragen sich in Entwicklungsländern zu. Im Jahre 2016 litten 815 Millionen Menschen an Unterernährung. Drei von zehn Menschen weltweit (2,1 Milliarden) haben zu Hause kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Sechs von zehn Menschen (4,5 Milliarden) haben zu Hause keine hygienischen Sanitäranlagen und sind nicht an eine sichere Abwasserentsorgung angeschlossen. 400 Millionen Menschen haben nicht einmal Zugang zu den wichtigsten Gesundheitsdiensten.

NGOs schreiben an Angela Merkel


Ein Bündnis von NGOs forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Brief auf, sich für die Rückgabe von Kulturgütern und Gebeinen aus Afrika einzusetzen. Das Tanzania-Network, in dem die Herrnhuter Missionshilfe mitarbeitet, hat den Brief auch unterzeichnet. Zum Text hier. 100 Jahre nach dem Ende des deutschen Kolonialismus in Afrika dürfe zum Thema Rückgaben nicht geschwiegen werden, so die Forderung in dem Ende 2017 publizierten Brief. Deutschland komme in der Sache eine Schlüsselrolle zu. Hier finde sich die größte Dichte an Museen mit Kulturschätzen und Gebeinen aus Afrika. Zudem müsse die Kanzlerin sich zur Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron positionieren. Dieser hatte eine Rückgabe afrikanischer Kulturgüter aus französischen Sammlungen sowie die Rückgabe von menschlichen Gebeinen angekündigt.

Friedensnobelpreis für den Weltgebetstag?


Knapp 44.000 Frauen in Westfalen haben unter dem Datum des 30. Januar 2018 das Internationale Komitee des Weltgebetstages (Foto) für den Friedensnobelpreis 2018 vorgeschlagen. Bekannt wurde, dass der Vorschlag an das norwegische Nobelpreis-Komitee weitergeleitet wurde und in Oslo angekommen ist. Weitere Auskünfte werden in Soest nicht erteilt, weil man nicht gegen die Auflage des Friedensnobelpreis-Auswahlgremiums, Stillschweigen zu bewahren, verstoßen wolle. Nun hoffen die Frauen, die im März 2017 die Initiative zur Nominierung ergriffen haben, dass der Weltgebetstag, der seit über 100 Jahren Christinnen in der ganzen Welt verbindet, für seinen Einsatz für Friede und Verständigung globale Anerkennung findet. Pressemeldung hier.

Zum Schluss einige Kurzmeldungen

Es ist an dieser Stelle noch nicht darauf hingewiesen worden, dass gemäß einem Beschluss der Unitätssynode 2016 eine der vier Unitätsregionen einen neuen Namen bekommen hat. Die bisherige Region »Karibik« heißt wegen ihrer geänderten Mitglieder-Zusammensetzung jetzt »Karibik und Lateinamerika«. Die anderen drei Unitätsregionen sind Afrika, Europa und Nordamerika. + + + Das vor einigen Wochen an dieser Stelle (siehe hier) angezeigte Buch mit Lebensläufen von Mitgliedern der Brüdergemeine, die allesamt aus Neukirch in der Oberlausitz stammen, ist nun erhältlich: »Neukircher Lebenläufe. Ein Leben für die Brüdergemeine im 18. und 19. Jahrhundert. Auf Reisen in Afrika, Amerika, Asien, Europa und der Karibik«. Es dokumentiert höchst eindrückliche Familienschicksale, hat 360 Seiten und kostet 19,95 Euro.

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