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Herrnhuter Mission aktuell

Nachrichten der Herrnhuter Missionshilfe

Ausgabe 31-2017 vom 20. Dezember 2017

Gesundheitsprodukte auf dem Weihnachtsmarkt


Auf einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art war Christiane Klingner mit einem Stand des »Isoko Hospitals« präsent. Sie, derzeit als Hebamme im Freiwilligeneinsatz in der tansanischen Südprovinz, hatte die Idee, Produkte aus dem Artemisia-Garten des Hospitals in der Stadt Mbeya zum Verkauf anzubieten. Enea Kajange mit ihrem Waisenprojekt schloss sich an. In den Tagen zuvor wurden Tee-Tüten abgepackt und mit über Kerzen heiß gemachten Messern verschlossen. Ebenso wurden Salben, Massage-Öle und Hustensaft gekocht und in Töpfchen und Flaschen abgefüllt. Ein »Label« war schon aus Deutschland mitgebracht worden. Den Stand besuchten sehr viele interessierte Menschen. Der Umsatz - das Doppelte des bisherigen Jahresumsatzes - überstieg alle Erwartungen. Mit einer Fülle von neuen Kontakten und Ideen ging es zurück nach Isoko. Weitere spannende Begebenheiten und wunderschöne Bilder aus dem Süden von Tansania in einem Blog.

Der Sternberg auf dem Weihnachtsmarkt in Königsfeld


Für das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah) haben sich die Kinder der 5. und 6. Klassen der »Zinzendorfschulen« in Königsfeld im Schw. während des Weihnachtsmarktes 2017 engagiert. Zum einen liefen sie mit umgehängten Sternberg-Werbetafeln sowie selbstgebackenen Lebkuchen und Plätzchen mutig durch die Menge und baten um Spenden für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Palästina. Zum anderen erregte ein ästhetisch besonders hochwertiger Verkaufsstand mit künstlerischen Produkten aus der Schule sowie mit Fair-Trade-Produkten der Herrnhuter Missionshilfe die Aufmerksamkeit. In die Sammelbüchsen wanderten 370 Euro; dazu kommen noch die Stand-Erlöse. Mehrfach hörte man aus dem Munde von Kindern und Erwachsenen: »Das müssen wir im nächsten Jahr wieder machen!« Mehr hier.

Von der Synode der tansanischen Ostprovinz


Die Synode der Ostprovinz der Brüdergemeine in Tansania hat am 13. Dezember 2017 im Frauenbildungszentrum in Morogoro, das die Herrnhuter Missionarin Elisabeth Preiswerk 1979 aufgebaut hat, eine neue Kirchenleitung gewählt. Neuer Vorsitzender der Provinz ist Saula Kajula, der Samuel Mwaiseje nachfolgt. Als dessen Stellvertreter agiert Timothy Mwankenja. Das Amt des Generalsekretärs bekleidet Alam Kajuni. Außerdem wurden Abgeordnete der Distrikte in das erweiterte Leitungsgremium gewählt. In Ausschüssen besprach man Fragen wie die Aufbringung von Pfarrergehältern, die Entwicklung von kleinen Gemeinden sowie den Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit. Mehrere tansanische Bischöfe und Kirchenpräsidenten sowie Jørgen Bøytler und Raimund Hertzsch aus Europa waren Gäste der Synode. Am Rande ging es auch um die drei großen Projekte der Herrnhuter Missionshilfe in der Ostprovinz. Bildbericht hier.

Ein Spielplatz für die Kinder von Mbozi


Seit vielen Jahren gehört das Waisenhaus, das an das »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in der tansanischen Südwest-Provinz angegliedert ist, zu den Projekten, die der Kirchenbezirk Mühlacker durch seinen Arbeitskreis Tansania unterstützt. Der Vorschlag, in Mbozi einen Spielplatz zu bauen, wurde von der Partnerschaftsgruppe aus Mühlacker bei einem Besuch in Mbozi im Jahre 2016 gern aufgegriffen. Schon damals war mit Unterstützung aus Mühlacker ein neues Waisenhaus mit schönen, hellen Räumen inklusive Ausstattung entstanden. Der Spielplatz wurde – mit einer 1.000-Euro-Spende der »Town & Country Stiftung« - bewusst auf öffentlich zugänglichem Gelände gebaut und jetzt eingeweiht, so dass nicht nur Kinder aus dem Waisenhaus, sondern auch Kinder aus dem Ort dort spielen können. Bericht mit Bildern hier.

Fünf Monate im Einsatz gegen HIV/Aids


Auf fünf Monate ihres Einsatzes als Expertin in der HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine in Tansania (Süd- und Südwest-Provinz) schaut die Niederländerin Lilith Schaap zurück, die dazu von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ausgesandt worden war. In Rungwe arbeitete sie eng mit Melania Mrema-Kyando zusammen, Pfarrerin und Pionierin der Brüdergemeine im Kampf gegen HIV/Aids in dieser Region. In Rungwe und in Mbeya - im Nsalaga-Projekt - hatte die Therapeutin, Theaterfrau und Lebenskünstlerin mannigfaltige Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten vor allem kirchlichen Frauen- und Jugendgruppen zur Verfügung zu stellen. Ausführliches zu diesem Einsatz zzgl. einiger Fotos findet sich in einem Artikel von Mara Wirthlin aus Basel. Download hier

Kleines Glück für Straßenkinder


Die dänische Jugendliche Kristina Ø. Kristensen arbeitet als Freiwillige im »Peter's House« in Sumbawanga, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in der tansanischen Rukwaprovinz, in dem meist 30 Kinder leben. Darüber hinaus widmet sie sich Straßenkindern. In ihrem Blog (siehe hier) schreibt sie: »Es macht Sinn, zweimal pro Woche ein paar Stunden mit den Jungen zu verbringen. Es braucht so wenig, um sie glücklich zu machen. Sie sind im Grunde lebenslustig, obwohl die meisten nicht mehr als das haben, was sie am Körper tragen; vielleicht noch ein paar zusätzliche Sachen in einem kleinen Rucksack. Sie kommen zu uns, um sich auszuruhen, ihre Kleidung zu waschen, ein Bad zu nehmen, lecker zu essen. Wir verbringen Zeit mit ihnen, bessern ihre Sachen aus, pflegen ihre Wunden oder verbinden diese«.

Lage im Regenwald von Nikaragua dramatisch


In Wilu am Oberlauf des Waspuk (Foto mit Pfarrhaus) im tropischen Regenwald von Nikaragua, einem Mayangna-Dorf, in dem fast sämtliche Bewohner der Brüdergemeine angehören, ist der Konflikt zwischen Indigenen und eindringenden Siedlern aus dem Westen vor kurzem eskaliert. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen sollen mindestens sieben Kolonisten ums Leben gekommen sein. Die Einwohner von Wilu zogen sich nach zwei Gefechten, abgesehen von einem etwa 30köpfigen Dorf-Verteidigungs-Trupp, in die nahen Wälder und Berge zurück und sind jetzt provisorisch zumeist in der Schule von Musawas untergebracht. Sie baten um Fürbitte sowie um Lebensmittel und Medikamente. Inzwischen ist den Indigenen der Überblick über die besetzten Orte und die Zahl der Kolonisten verlorengegangen. Durch das gesamte Mayangna-Gebiet sind Pfade geschlagen worden, um weitere Invasionen vorzubereiten. Mehr Bilder hier.

Surinam-Konzerte zum Weltgebetstag 2018


In Hamburg wird es im Januar 2018 zwei Konzerte mit der aus der Brüdergemeine in Surinam stammenden Jazz-Sängerin Denise Jannah geben, die die Tochter des Pfarrers Karel Zeefuik ist: am Freitag, dem 26. Januar, um 19 Uhr in der Hauptkirche St. Petri sowie am Sonnabend, dem 27. Januar, um 17 Uhr in der Heilandskirche im Stadtteil Uhlenhorst: Das Thema der Konzerte, die ein Beitrag zum Weltgebetstag 2018 sind, lautet: »Singi - Dansi – Prisiri! Musik aus Surinam«. Denise Jannah studierte in den Niederlanden zunächst Jura und dann Musikpädagogik. Anschließend startete sie eine Solokarriere als Sängerin und empfing weltweit mehrere Preise. Bei ihren Konzerten wird sie begleitet von Robby Alberga (Gitarre), Mark Westfa (Bassgitarre) und Walther Muringen (Schlagzeug). Plakat hier. Infos hier und hier.

Altenheime in Surinam leiden unter Wirtschaftskrise


Die zwei Altenheime der Brüdergemeine in Suriname, das »Huize Albertine« in Paramaribo und das »Huize Francis« in Nickerie leiden unter der Wirtschaftskrise, die im Lande herrscht. Um die Folgen für die Heime zu mildern, hat die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, die Gemeinden um Spenden gebeten. Das Echo war erfreulich. Ein Betrag von 17.018 Euro steht nun zur Verfügung. Die ZZg schreibt: »Aber wir sind noch weit vom Ziel entfernt. Wir haben unseren Geschwistern 43.000 Euro zugesagt und größtenteils auch ausgezahlt. Weitere Beiträge und Aktionen sind daher willkommen. Unsere Hilfe ist in den Heimen bereits sichtbar. Menschen sind mit dem Kauf von Pflegematerial und mit Reparaturen beschäftigt. Die Versorgungsqualität für die Bewohner hat sich leicht verbessert«.

Gregson Erasmus offiziell in den Dienst eingeführt


Am Sonntag, dem 17. Dezember 2017, fand im Kirchensaal der Brüdergemeine Bad Boll, der in der örtlichen Rehaklinik untergebracht ist, die Einführung von Gregson Erasmus, Pfarrer der Brüdergemeine in Südafrika, als ökumenischer Mitarbeiter der württembergischen Landeskirche statt. Gregson Erasmus wird seinen Dienst als einer der Referentinnen und Referenten des landeskirchlichen »Dienstes für Mission und Ökumene« (DiMOE) tun. Seine Einführung nahm Kirchenrat Klaus Rieth im Beisein verschiedener Vertreterinnen und Vertretern des württembergischen Oberkirchenrates sowie von Kolleginnen und Kollegen im DiMOE-Team vor. Gregson Erasmus hält sich - unter anderem zum Erlernen der deutschen Sprache - schon seit Frühjahr 2017 mit seiner Ehefrau und zwei seiner Kinder in Deutschland auf.

Erste Berichte von Lisann Mai aus Kamerun


Die Jugendliche Lisann Mai aus Hannover, Mitglied der Brüdergemeine Hamburg, absolviert zur Zeit über das Ökumenische Freiwilligenprogramm der »Evangelischen Mission in Solidarität« ein missionarisches Jahr in Kumbo in Kamerun, wo sie als Assistenzlehrerin an der »Presbyterian Comprehensive High School« arbeitet. Inzwischen hat sie drei Einträge in ihrem Blog geschrieben. Im ersten Eintrag erzählt sie von den politischen Unruhen, die Kamerun im Herbst 2017 erschüttern. Zwei der zehn Regionen des ansonsten frankophonen Landes sind anglophon und streben nach Unabhängigkeit (Staat »Ambazonia«) bzw. deutlich mehr Autonomie. Im dritten Eintrag erzählt sie, eine Vegetarierin, kurz von der lokalen Küche und von ihrem Versuch, vertrautes Brot ohne Backofen zu backen. Zum Blog hier.

Statistische Angaben zu Tansania


Laut Weltbank wird Tansania sein für 2017 mit 7,1% beziffertes Wirtschaftswachstums-Ziel zwar nicht erreichen, ist aber mit 6,6% das derzeit erfolgreichste Land Ostafrikas und steht in Gesamt-Afrika an dritter Stelle. + + Die nachgewiesenen Erdgasvorräte Tansanias liegen bei 1,6 Billionen m³, davon befinden sich 1,3 Bill. m³ unter dem Meeresboden. Ungefähr die Hälfte des Erdgases wird derzeit verstromt. + + Seit Erlangung der Unabhängigkeit ging die bewaldete Fläche in Tansania um 50% zurück. Jährlich werden etwa 1.250 Hektar Baumbestand zu Holzkohle verarbeitet. + + Die tansanische Energie-Agentur für ländliche Regionen (REA) förderte mit norwegischer Hilfe den Bau von 10.000 individuellen Biogas-Anlagen, die mit dem Dung von Rindern betrieben werden. Die Besitzer erhalten 25% Zuschuss zu den Baukosten von etwa 600 Euro.

Weltbevölkerungs-Statistik 2017


Länder mit der größten Bevölkerung 2017 hier. Länder mit der größten Bevölkerung bis 2100 hier. Wachstumsrate der Bevölkerung nach Kontinenten 2017 hier. Länder mit der höchsten Geburtenrate 2017 hier. Länder mit der niedrigsten Geburtenrate 2017 hier. Länder mit dem höchsten Kinderanteil 2017 hier. Länder mit dem niedrigsten Durchschnittsalter 2017 hier. Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter 2017 hier. Bevölkerungsdichte nach Kontinenten 2017 und 2100 hier. Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte 2017 hier. Bevölkerungsdichte in der EU 2017 hier. Grad der Urbanisierung nach Kontinenten 2017 hier. Die meistgesprochenen Sprachen 2017 hier. Weltbevölkerung nach Religionen 2017 hier. Zunahme der Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2017 hier. Größe der Kontinente nach Fläche hier.

Zum Schluss einige Kurzmeldungen

Die »Evangelische Mission in Solidarität« (EMS), zu deren 28 Mitgliedern auch die HMH und die Europäisch-Festländische Brüder-Unität gehören, hat einen neuen Imageflyer herausgegeben. Dieser trägt den Titel »Mission bewegt | verbindet | öffnet« und ist in deutscher und englischer Sprache in Herrnhut erhältlich. + + + Viel Beifall bekam der Efatha-Chor aus der Brüdergemeine in Dar es Salaam während seiner Tournee durch Deutschland. Mehr zu seinen Auftritten hier und hier. + + + Ein Stück deutsch-surinamische Kriegsgeschichte rund um den Frachter »Goslar«, in der ganz am Rande auch die Inhaftierung Herrnhuter Missionare erwähnt wird, erzählen »Welt« und »N24« in einem Online-Beitrag. Download hier. + + + Das Theologische Seminar der Brüdergemeine in Paramaribo (Surinam) hat seit dem 1. November 2017 eine neue Leitung, und zwar ein Interims-Team bestehend aus G. Malm, G. Doelwijt und H. Zamuël. Der bisherige Direktor, M. Persaud, wurde zeitgleich zum Pastoralkoordinator der Region Paramaribo-Süd berufen. + + + Die Brüdergemeine in Suriname organisiert zu Silvester 2017 in Paramaribo ein Event für 350 junge Männer und Frauen sowie deren Freundinnen und Freunde. Mit Gesang, Musik, Tanz, Ermutigung und Gebet haben die Jugendlichen die Chance, das neue Jahr an einem sicheren Ort ohne Alkohol, Sex und Okkultismus zu begrüßen. + + + Roger Braun, Student der renommierten Schweizer Journalistenschule »MAZ« in Luzern, hat einen längeren Artikel über Melania Mrema-Kyando geschrieben und am 4. Dezember 2017 in der englischsprachigen tansanischen Tageszeitung »The Citizen« veröffentlicht. Download hier. Als Pfarrerin und Vorkämpferin der Brüdergemeine im Kampf gegen HIV/Aids ist Melania Mrema-Kyando auch in Europa vielerorts bekannt.

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