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Herrnhuter Mission aktuell

Nachrichten der Herrnhuter Missionshilfe

Ausgabe 30-2017 vom 11. Dezember 2017

Dr. Hans Happes zurück aus Sumbawanga


Nach drei Monaten ist Dr. Hans Happes von einem Freiwilligeneinsatz an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) nach Deutschland zurückgekehrt. Der vormalige Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach war über die Vermittlung der Herrnhuter Missionshilfe durch den »Senior Expert Services« (SES) erstmals ausgesandt worden, um angesichts zunehmender staatlicher Reglementierungen ein Konzept für die Entwicklung der Schule in den nächsten Jahren zu erarbeiten. Zwei wesentliche Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden. So wurde ein neu gebautes Physiklabor eingerichtet und der Nutzung übergeben. Weiterhin wurden die Bedingungen für die Einführung einer Oberstufe geschaffen, die erst den Erwerb der Hochschulreife ermöglicht. Kurzbericht mit Bildern hier.

Baustopp in Ifakara aufgehoben


Nach längerem Baustopp an der »Elisabeth Preiswerk School«, einer in Gründung befindlichen Sekundarschule für Mädchen in Ifakara (Tansania Ostprovinz), können die Arbeiten jetzt endlich weitergehen. Der Baustopp hatte seine Ursache in immer neuen baulichen und strukturellen Vorgaben der Regierung in Dar es Salaam, die seit zwei Jahren das Bildungswesen reformiert und dabei auch massiv in das Privatschulwesen eingreift. Nach Angaben von Erica Ludela, der Projektleiterin, sowie des verantwortlichen Bauunternehmers Kasitu sind die drei Labore (Chemie, Physik, Biologie) und die Außentoiletten fast fertig. Mit der Genehmigung der Schule wird nun kurzfristig gerechnet. Anschließend geht es an die Ausstattung der Klassenzimmer sowie der Internats-Schlafräume. Weitere Spenden werden dringend gebraucht. Onlinespende hier.

Gospelchor versprüht pure Lebensfreude


Unter der Überschrift »Gospelchor versprüht pure Lebensfreude« berichtete der »Mannheimer Morgen«  (siehe hier) über den erste von zehn Auftritten des Chores »Efatha« aus der Uhuru-Brüdergemeine von Dar es Salaam. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem »Dekanat Bergstraße« der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Brüdergemeine in Tansania weilt der Chor zum zweiten Mal in Deutschland, und zwar vom 27. November bis 18. Dezember 2017. Im Anreißer der Zeitung war zu lesen: »Was für eine Begrüßung: "We love you" - groß und unübersehbar projizierte der Efatha-Choir aus Daressalam diese Botschaft in den Altarraum der Schwanheimer Kirche«. Der 1972 gegründete Chor besteht z. Zt. aus 60 Sängerinnen und Sängern und einer sechsköpfigen Band. Alle Konzerttermine und weitere Infos hier.

Demonstration für Behindertenrechte


Am 5. Dezember 2017 fand in Ramallah, der Hauptstadt von Palästina, eine Demonstration für die Rechte von Menschen mit Behinderungen statt. Viele Einrichtungen nahmen daran teil, auch das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg. Mit zwei Bussen wurden alle Kinder und Jugendlichen aus der Förderschule und aus dem Beruflichen Förderzentrum nach Ramallah gefahren. Eigentlich sollte der Demonstrationszug sich auf der Straße vor dem Amtssitz des Premierministers bewegen. Dieser war allerdings von der Polizei abgeriegelt, weil es in jüngster Zeit wiederholt Proteste gegen Neuregelungen in der Sozialversicherung gegeben hatte. So blieben die etwa 100 Teilnehmenden vor den Barrikaden an einem belebten Kreisverkehr stehen, um auf ihr Anliegen in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.

Schöne Begegnungen in Labrador


Im Newsletter des »Board of World Mission« der Brüder-gemeine in Nordamerika (November 2017) ist die Rede von einer Reihe schöner Begegnungen während einer Dienstreise zweier leitender Mitarbeiter (Judith Ganz und Samuel Gray) nach Labrador. An der zerklüfteten Küste, wo die Brüdergemeine schon seit 1752 arbeitet, gibt es derzeit vier Gemeinden, von Nord nach Süd: Nain, Hopedale, Makkovik und Happy Valley. In letzterem Ort wohnt mit Beatrice Hope eine neue Gemeinhelferin, die über die Gemeindearbeit hinaus auch Besuche im Gefängnis macht. In dem Newsletter heißt es: »Die Kirche sucht nach Wegen, das Gleichgewicht zu wahren zwischen Pflege ihres Erbes auf der einen und Wahrung ihrer gesellschaftlichen Relevanz auf der anderen Seite«. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Erweiterung der Grundschule in Kathmandu


Die Grundschule der Brüdergemeine in Kathmandu (Nepal), die aus einer »Pre School« heraus gewachsen ist, braucht dringend einen zusätzlichen Klassenraum, wenn sie, wie geplant, den zusätzlichen »Grade 3« anbieten möchte. Der Bau wird voraussichtlich 5.000 US-Dollar kosten. Er soll schon im März 2018 abgeschlossen sein. Das neue Schuljahr beginnt dann Anfang Mai. Der Klassenraum soll durch Aufstockung eines Teils des bisherigen Gebäudes entstehen. An seiner Stelle befindet sich bis jetzt eine Dachterrasse. Die Schule war durch die Erdbebenserie im April und Mai 2015 beschädigt worden, konnte aber statisch stabilisiert und nach einem Vierteljahr wiedereröffnet werden. Die Schule wird logistisch unterstützt und finanziell gefördert durch das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine.

Großflächige Überschwemmungen in Albanien


Die Brüdergemeine in Albanien informierte per E-Mail darüber, dass das Land Ende November 2017 von extrem schweren Regenfällen heimgesucht wurde, die große Flächen überflutet und zu beträchtlichen Schäden an der Infrastruktur sowie in der Landwirtschaft geführt haben. Unter anderem musste die Hauptverbindungsstraße zwischen der Hafenstadt Durres und der Hauptstadt Tirana für den Verkehr gesperrt werden. Es kam in den Bergen zu Erdrutschen und landesweit zu Unfällen und langen Unterbrechungen der Stromversorgung. Ein Elektriker starb bei der Wiederherstellung der Kabelverbindungen. An zwei Tagen fiel nach Auskunft der Meteorologen in Albanien so viel Regen wie sonst im gesamten November. Namens des Vorstandes der Brüdergemeine in Albanien bittet Elona Mandro um Fürbitte für Albanien.

Noch keine Rückkehr von Knud Elmo Knudsen


Der im Sommer 2017 nach unbewiesenen Vorwürfen aus Tansania ausgewiesene dänische Missionar Knud Elmo Knudsen darf noch immer nicht an seinen Arbeitsplatz, die Missionsstation der Brüdergemeine in Kipili am Lake Tanganyika (Rukwaprovinz), zurückkehren. Die »Brødre-menighedens Danske Mission«, Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark, hat unter Einschaltung von Rechtsanwälten sowie tansanischen und dänischen Regierungsstellen vieles versucht, um die Rücknahme der Ausweisungsverfügung gegen Knud Elmo Knudsen zu erwirken. Dem ein halbes Leben in Tansania tätigen Missionar war vorgeworfen worden, im Jahre 2000 über drei Monate hinweg einen illegalen Einwanderer, angeblich Angehöriger einer kongolesischen Miliz, bei sich beherbergt zu haben.

Vorschulen in Surinam profitieren von Adventsbasar


Der gesamte Erlös des Adventsbasars der Brüdergemeine Zeist (NL) am Nachmittag des 2. Dezember 2017 kommt den Vorschulen der Brüdergemeine im strukturschwachen surinamischen Binnenland zugute. Kinder erhalten hier in einem Projekt der »Zeister Missionsgesellschaft« die Möglichkeit, schon sehr früh Niederländisch zu lernen, eine Sprache, die sie zu Hause nicht sprechen, die sie in der Schule aber alsbald brauchen. Der Sprachunterricht in der Vorschule gibt den Kindern einen gewissen intellektuellen Vorsprung, der ihre Bildungschancen deutlich verbessert. Bei dem Basar waren, wie bereits in den Vorjahren, eine Fülle von handgefertigten Produkten, darunter Kerzen, Adventskränze und Weihnachtsschmuck, sowie diverse Leckereien, Speisen und Getränke erhältlich. Außerdem gab es Gemeinschaftsangebote für Menschen aus nah und fern.

Zur Arbeit der »Emmaus«-Diakonissen in Surinam


In Ergänzung eines Artikels über die medizinische Arbeit der Brüdergemeine in Surinam im Magazin »weltweit verbunden« von November 2017 (siehe hier, Seiten 8 und 9) weist Rosemarie Thümmel, die Alt-Oberin der Nieskyer »Emmaus«-Diakonissen, darauf hin, dass wesentliche Teile dieser Arbeit, vor allem die Arbeit an Lepra-Kranken, über 50 Jahre hinweg von mehr als 40 Diakonissen aus dem Mutterhaus in Niesky getan wurden. In einem Schreiben von Rosemarie Thümmel an die Redaktion heißt es: »Die Arbeit der Diakonissen war schwer und geschah hauptsächlich in Bethesda (siehe Foto) und Saron. Sie bestand meist im Verbinden unheilbarer Wunden. Trotz der unangenehmen und hoffnungslosen Arbeit haben die Schwestern diesen Dienst gern getan. Das war ihren späteren Erzählungen deutlich anzumerken«. Danke für diese wichtige Ergänzung.

»Losungsspende« fördert Schule in Musawas


Die »Losungsspende« ruft im Grußbrief 4/2017 zu Spenden für die neue Schule der Brüdergemeine in Musawas im Nordosten von Nikaragua auf. Unter der Überschrift »Bildung schafft neue Perspektiven« heißt es: »Die Schule ist einfach konstruiert: Eingangsbereich, dahinter zwei Klassenzimmer und ein Raum für die Lehrerinnen und Lehrer. Die Familien leben hier von Landwirtschaft, Jagd und Fischfang. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt bei 150 US-Dollar. Die Schule soll eine besondere werden. Neben Mathematik und Mayangna, der Muttersprache der Indigenen, in der auch die Losungen erscheinen, wird es die Fächer Religion und Umwelt geben. Auch ein Kindergarten soll an der Schule entstehen. Von den Gemeindegliedern kam der Wunsch nach einer kreativen, am Kind orientierten Pädagogik«. Foto: Unterricht im Provisorium.

Noch immer kein Wahlergebnis in Honduras


Die Gesellschaft in Honduras, in dessen östlichem Teil die Brüdergemeine eine Volkskirche ist, wird erschüttert durch die Tatsache, dass annähernd zwei Wochen nach den Präsidentschaftswahlen vom 26. November 2017 noch immer kein anerkanntes Wahlergebnis vorliegt. Zwar hat das Oberste Wahlgericht den amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández mit einem Vorsprung von 1,6 Prozent der ausgezählten Stimmen vor Salvador Nasralla, dem Kandidaten der Allianz der Opposition, zum Sieger erklärt, doch wegen Unregelmäßigkeiten während und nach der Wahl (Ausfall des Computer-Systems, Verhängung des Ausnahmezustandes im Prozess der Auszählung, nachträglicher Fund von Wahlzetteln) fordert die Opposition eine Neuauszählung der Stimmen. Es gab Demonstrationen und Straßenschlachten; die Haltung des Militärs ist unklar. Mehr hier.

Zum Schluss einige Kurzmeldungen

Am 3. Dezember 2017 wurde in Paramaribo, Surinam, der von der Synode im August 2017 gewählte Reynold Pansa zu einem Bischof der Brüder-Unität eingesegnet. Kurzes Video vom Einzug in die Kirche hier. + + + Mit Spendengeldern der Herrnhuter Missionshilfe werden von Zeit zu Zeit auch Kleinprojekte realisiert. Kürzlich bekam auf diese Weise das »Isoko Hospital« der Brüdergemeine in der tansanischen Südprovinz ein neues Kopiergerät mit vielen Funktionen. Foto hier. + + + Bei einem Kuchenbasar aus Anlass des Nikolausmarktes der »Ludwig Guttmann Schule« in Karlsbad (bei Karlsruhe), einer Schule für Menschen mit körperlichen Behinderungen, kamen auf Initiative von Katharina Kronbach, Vorstandsmitglied der Herrnhuter Missionshilfe, insgesamt 287 Euro für die Arbeit des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) zusammen. Herzlichen Dank!

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