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Herrnhuter Mission aktuell

Nachrichten der Herrnhuter Missionshilfe

Ausgabe 29-2017 vom 1. Dezember 2017

Adventsgrüße aus Nikaragua


Auch im »Collegio Moravo Secundaria«, einer alten und renommierten Schule der Brüdergemeine an der Ostküste von Nikaragua, wird im Vorfeld der Advents- und Weihnachtszeit eifrig gebastelt. Die vier Fotos zeigen Kreationen der Mädchen und Jungen aus Papier und Klebstoff, aus Bindfaden und Wachs, verziert mit Farben bzw. Farbstiften. Mit diesen Kreationen grüßen die Mädchen und Jungen alle Mitglieder, Freundinnen und Freunde der Herrnhuter Missionshilfe am Beginn des neuen Kirchenjahres. Der Dezember ist alljährlich der kältesten Monat in Nikaragua. Die niedrigsten Temperaturen betragen dann in der Nacht um die 20 Grad Celsius, am Tage 25 bis 28 Grad Celsius. Im Dezember gibt es in Nikaragua in der Regel so gut wie keine Niederschläge.

Missionskonferenz zu Ende gegangen


Mit einer Abendmahlsfeier in der Kirche der Gemeinde »Moravian Hill« ist am 20. November 2017 in Kapstadt die dritte Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität zu Ende gegangen. Eine Botschaft hat die Konferenz nicht verfasst, wohl aber hat sie einen Prozess angestoßen, mit dem in den nächsten Monaten unter Mitwirkung des Unitätsvorstandes eine verbindliche Übereinkunft im Blick auf die Mission erzielt werden soll. Zwei Themen zogen sich wie ein roter Faden durch die Berichte der Ausschüsse der Konferenz, die in der letzten Plenarsitzung entgegengenommen wurden: »Verstärkung der Kommunikation zwischen den Provinzen« und »Stärkung der Jugend«. Vor allem die Begegnungen während der Konferenz und die Anerkennung der Verschiedenheit werden in Erinnerung bleiben. Tagesberichte hier.

Tausend Tilapien wachsen in Sambia


Nach einem halben Jahr zieht Fred Walch, der im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe in Sambia als Projektberater der dortigen Brüdergemeine arbeitet, eine erste Bilanz. Sein Projektbericht befasst sich vor allem mit der Fischzucht, die etwas ganz Neues für die lokalen Bäuerinnen und Bauern ist. In Ndola und in Kansuswa wurden schon mehrere Teiche mit einer Größe von 300 bis 400 Quadratmetern ausgehoben, zum Teil mit der Hilfe eines Arbeitskommandos, das aus Häftlingen besteht. Auch tausende von kleinen Fischen, so genannte Fingerlinge, der Art »Tilapia« wurden schon eingesetzt. Im Februar 2018 soll erstmals abgefischt werden. Bisher fanden drei Männer eine Erwerbsarbeit in der Fischzucht. Das nächste Projekt von Fred Walch soll der in Sambia bisher unübliche Anbau von Reis sein. Der ganze dreiseitige Bildbericht hier.

Von der Wahlsynode in Sambia


Am Sonntag, dem 26. November 2017, ging in Mbala in der Nähe des Lake Tanganyika die zweite Synode der Unitätsprovinz Sambia zu Ende, die nach vier Jahren eine neue Kirchenleitung zu wählen hatte. Die Mitglieder der alten Kirchenleitung erhielten bei der von Bischof Alinikisa Cheyo geleiteten Wahl diesmal fast keine Stimmen. Zum neuen Vorsitzenden der Provinz wurde Peter Mayembe gewählt (Bildmitte neben seiner Frau). Als dessen Stellvertreter agiert John Sichilima. Das Amt des Generalsekretärs bekleidet Benjamin Simwanze. Seit Mitte 2013 arbeitet die Brüdergemeine Sambia im Status einer Unitätsprovinz. Begonnen hat die Arbeit der Brüdergemeine in Sambia, ausgehend von tansanischen Missionsaktivitäten, bereits 1989. Derzeit gibt es im Lande 17 Gemeinden, die zusammen über etwa 5.500 Mitglieder verfügen.

Gesundheitsprojekt der Rukwaprovinz vor Phase drei


Die tansanische Tageszeitung »The Guardian« berichtete am 22. November 2017 über ein Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine in der Rukwaprovinz, das mit Hilfe der »Brødremenighedens Danske Mission«, der Schwester-organisation der Herrnhuter Missionshilfe in Dänemark, schrittweise realisiert wird. Phase zwei des Projektes wurde kürzlich in Anwesenheit von Boniphace Kasululu, des staatlichen Regional-Arztes, von Respice Mbalu, des Projektleiters der Rukwaprovinz, sowie von Marjo ten Kate, der Projektberaterin aus Dänemark, feierlich abgeschlossen. Die Anwesenden würdigten die Erfolge des Projektes: Man habe die Cholera in den Griff bekommen, die Sterblichkeitsrate bei schwangeren Frauen deutlich gesenkt und auch zahlreiche gesundheitserzieherische Maßnahmen eingeleitet. Mehr in Deutsch hier.

Großer Herrnhuter Stern für den Sternberg


Um die Adventsfeier 2017 in Anwesenheit von Raimund Hertzsch, Katharina Goodwin und Bettina Nasgowitz,  dreier Vorstandsmitglieder der Herrnhuter Missionshilfe, durchführen zu können, wurde diese vom Leitungsteam des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) ein paar Tage vorverlegt. In einer kleinen Zeremonie sprachen neben Raimund Hertzsch auch Ranya Karam, die Direktorin des Zentrums, sowie Pfarrer Imad Haddad, der das erste Adventslicht entzündete. Schon seit mehreren Jahren ist es auf dem Sternberg üblich, dass in der Adventszeit nach und nach ein Puzzle mit einer Krippenszene entsteht. Neben dem bereits geschmückten Weihnachtsbaum und anderer Weihnachtsdekoration überreichten die drei Gäste aus Bad Boll dem Förderzentrum einen großen Herrnhuter Stern.

Mayangnas halten erneut illegale Siedler fest


Erneut haben Mitglieder der Leitung von Sauni As, eines Territoriums der indigenen Mayangnas im Nordosten von Nikaragua, Menschen in Gewahrsam genommen, die als Siedler illegal ins gemeinsam genutzte Land gekommen waren. Es handelt sich um acht Männer zwischen 24 und 36 Jahren, die im Herzen des UN-Biosphärenreservates »Bosawas« bei Rodungs- und landwirtschaftlichen Arbeiten angetroffen wurden. Die Mayangna-Führer sprachen sich gegenüber der Presse (siehe hier) dafür aus, die illegalen Siedler diesmal nicht den staatlichen Behörden zu übergeben, sondern sie vor ein Gericht zu stellen, das aus Vertretern der 19 vom Landraub betroffenen Dörfern in der Region Sauni As besteht. Man wolle zum Schutz des Mayangna-Eigentums nicht zu den Waffen greifen, aber man wolle Gerechtigkeit.

Schritt im Versöhnungsprozess in Labrador


Noch nicht vollständig aufgearbeitet ist das Schicksal der Inuit an den staatlichen und kirchlichen Internatsschulen in Labrador und Neufundland. Diese Schulen waren, wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat, Orte der physischen und psychischen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie der Ausbeutung. Bis in die 1980iger Jahre dienten sie, resultierend aus einer Geringschätzung der Inuit-Kultur, der Amerikanisierung der Indigenen. Den Überlebenden der Misshandlungen in den Schulen wurden 2016 in einem Musterprozess insgesamt 50 Millionen US-Dollar Entschädigung zugesprochen. Am 23. November 2017 will der kanadische Premierminister Justin Trudeau in Happy Valley im Namen Kanadas um Verzeihung bitten für das Leid und die Verbrechen an den Internatsschulen in Neufundland und Labrador. Mehr hier und hier.

Cherokee-Delegation besuchte Archiv in Winston-Salem/NC


Kürzlich besuchten zwei Führer der Cherokee, eine der im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma lebenden First Nations in den USA, das Archiv der Brüdergemeine in Winston-Salem/NC. Herrnhuter Missionare hatten 1801 in Springplace, heute in Georgia gelegen, eine Missionsarbeit unter den Cherokee begonnen. Ihre Berichte befassen sich intensiv auch mit dem Alltag der Cherokee und sind dessen früheste und umfassendste Darstellung überhaupt. Häuptling Chuck Hoskin junior meinte: »Ich bin stolz auf die Geschichte und die Kultur unseres Volkes sowie auf die Stärke, die wir in schweren Zeiten gezeigt haben. Und ich bin dankbar für die Freunde, die wir unterwegs hatten und die uns beistanden. Die Herrnhuter waren unsere Freunde. Sie halfen unserem Volk, sich auf Veränderungen vorzubereiten und diese zu überleben«. Mehr in Englisch hier.

Gebetsnacht in Paramaribo


Die Mitglieder der Brüdergemeine in Paramaribo (Surinam) sind am 1./2. Dezember 2017 zum Abschluss des alten Kirchenjahres zu einer Gebetsnacht (»Nachtwache«) in die Große Stadtkirche eingeladen. Gegen 22 Uhr soll das Gebet beginnen, gegen 6 Uhr soll es enden. Auf dem Einladungsplakat heißt es: »Evangelisieren in Einheit, in Gemeinschaft und in der Kraft des Heiligen Geistes. Wir wollen beten unter anderem für die demnächst anstehende Bischofswahl. Herzlich willkommen«. Organisiert wird die Gebetsnacht von der Gebets-Kommission der Brüdergemeine in Surinam. Am 7. Dezember 2017 findet in der »Combékerk« von Paramaribo die Präsentation eines neuen Buches statt, das von Bischof John Kent herausgegeben wurde. Es trägt den Titel »Ein Leben voller Hoffnung« und enthält 13 Predigten zum Advent, zu Weihnachten und zum Jahreswechsel.

Naomi Moor hat Visum erhalten


Fast drei Monate musste Naomi Moor, eine junge Frau aus der Brüdergemeine in Paramaribo (Surinam), warten, ehe sie ein Schengen-Visum erhielt. Jetzt ist es soweit. Am 10. Dezember 2017 wird sie erstmals nach Europa fliegen, um möglichst vielen Menschen in Deutschland, vor allem in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, authentisch von Surinam, dem Weltgebetstagsland 2018, zu erzählen. Für diese Aufgabe hat sie sogar ihr Lehramts-Studium unterbrochen. Sie wird auf dem »Himmelsfels« in Spangenberg leben. Hinter diesem Glaubenswerk verbirgt sich eine offene Gemeinschaft von Menschen verschiedener Konfessionen und Nationalitäten, die ihr Leben miteinander teilen wollen und sich gemeinsam Aufgaben in Kirche und Gesellschaft stellen. Mehr zu Naomi Moor, die auch die Brüdergemeine in Deutschland kennenlernen möchte, hier.

Moravian Merchandise mit Geschenk-Ideen


Der »Moravian Merchandise«, der Faire Handel der Herrnhuter Missionshilfe, präsentiert im Vorfeld des Weihnachtsfestes 2017 einige Geschenk-Ideen. Es handelt sich dabei um Kosmetikprodukte aus Wupperthal in Südafrika. In dem kleinen, abgelegenen Ort ist die 2004 gegründete Kooperative »Red Cedar« ansässig, mit der die Herrnhuter Missionshilfe seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Die Qualität der von »Red Cedar« hergestellten Rooibos-Produkte können schon hunderte Kunden in Deutschland bestätigen. Das Angebot reicht von Seife, Waschlotion, Shampoo und Schaumbad über Body Lotion und Duschgel bis hin zu Aloe-Gel, das sehr wirksam ist bei der Behandlung von Ekzemen, von Insektenstichen und von Verbrennungen. Ein Infoblatt mit Preisangaben steht hier zum Downloaden bereit.

Zum Schluss einige Kurzmeldungen

Die »Staatlichen Kunstsammlungen Dresden« suchen für ihre drei Völkerkundemuseen (das Museum für Völkerkunde Dresden, das Grassi Museum für Völkerkunde Leipzig sowie das Völkerkundemuseum Herrnhut) zum nächstmöglichen Zeitpunkt - zunächst befristet für die Dauer von fünf Jahren - einen Wissenschaftlichen Mitarbeitenden in der Entgeltgruppe 13 TV-L. Aussagefähige Bewerbungsunterlagen werden bis 15. Dezember 2017 erwartet von Nanette Snoep, Rufnummer 0351/49143400. Alle weiteren Informationen hier. + + + Anlässlich des 15jährigen Bestehens des »Aktionsbündnisses gegen AIDS«, dem auch die Herrnhuter Missionshilfe angehört, würdigt eine Pressemitteilung (Download hier) die bisherigen Erfolge des Bündnisses. Außerdem fand am 28. November 2017 in Berlin eine Veranstaltung mit dem Thema »Das Ende von Aids kommt nicht von allein« statt. Mehr dazu hier. + + + Im Süden von Tansania gewann das Fußballteam aus Isoko kürzlich mit 4:1 ein Auswärtsspiel gegen das Team aus Kafule. Foto vom Spielfeld hier. Auf beiden Seiten wirkten zahlreich Mitglieder der Brüdergemeine mit. Fast 100 Zuschauer verfolgten das Speil in 1.550 Metern Höhe. + + + Die Brüdergemeine in Albanien hat sich vorgenommen, die Losungen, die vor wenigen Tagen für den Jahrgang 2018 in albanischer Sprache erschienen sind, weiter als bisher zu verbreiten. Ansicht des Titelblattes hier. + + + Die Brüdergemeine in Großbritannien hat insgesamt 20.000 Pfund (22.400 Euro) für die Hurrikan-Hilfe der Unitätsprovinz Westindien-Ost überwiesen. Drei Viertel der Summe kamen vom britischen Weltgebetstags-Komitee. Außerdem kamen bei einer Versteigerung im nordirischen Gracehill 825 Pfund (925 Euro) für die Hurrikan-Hilfe zusammen.

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