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Herrnhuter Mission aktuell

Nachrichten der Herrnhuter Missionshilfe

Ausgabe 26-2017 vom 2. November 2017

Gemeindezentrum im »Dzaleka Camp«


Am Rande des »Dzaleka Camps«, einem Flüchtlingslager der Vereinten Nationen in Malawi für 28.000 Menschen (vor allem aus Äthiopien, Burundi, der D. R. Kongo, Mosambik, Ruanda, Sambia, Simbabwe und Somalia), stehen jetzt die Mauern und das Dach für ein Gemeindezentrum der Brüdergemeine. Dieses soll bald als Schule, Kindergarten und Kirche genutzt werden. Das erforderliche Grundstück (Foto) wurde von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt und ist nun Eigentum der Brüdergemeine in Malawi. Der Rohbau entstand mit Spendenmitteln der Herrnhuter Missionshilfe. Für die Fertigstellung des Baus (Fenster, Türen, Ausstattung) sowie für drei kleine Wohnhäuser neben dem Gemeindezentrum wurde bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Projektantrag zur Förderung gestellt.  

Fortschritte bei mehreren Projekten


Das vom tansanischen Staat geforderte und mit Spenden der Herrnhuter Missionshilfe errichtete Labor für die »African-Rainbow School«, einer Sekundarschule der Brüdergemeine in Sumbawanga (Rukwaprovinz), ist jetzt in Betrieb. Zur Unterstützung der Schule weilt derzeit der Gymnasialdirektor i. R. Hans Happes über den »Senior Experten Service« in Tansania. + + + Spendenmittel der Herrnhuter Missionshilfe ermöglichten dem »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine (Tansania, Südwest-Provinz) die Anschaffung von Technik zur Herstellung von Infusionen. Mit Geldern des Mbozi-Vereins in Niesky/OL kann auch die Renovierung des OP-Saales in Angriff genommen werden. + + + Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt den Bau einer Grundschule in Musawas im tropischen Regenwald von Nikaragua für die hier lebenden indigenen Mayangnas.

Anti-Korruptionsseminar in Sumbawanga


Vom 23. bis 25. Oktober 2017 fand in Sumbawanga tief im Südwesten Tansanias ein erstes Anti-Korruptionsseminar der Rukwa-Provinz statt. An dem Seminar, das auf Anregung und mit Förderung der Herrnhuter Missionshilfe zustande gekommen war, nahmen 33 Brüder und 5 Schwestern teil, allesamt mit Leitungsverantwortung in der Provinz. Auch Vertretungspersonen der PCCB, der staatlichen Behörde zur Verhinderung und Bekämpfung von Korruption, waren zugegen und in das Seminar einbezogen. Die Brüdergemeine in Tansania möchte im allgemein-gesellschaftlichen Prozess für mehr Transparenz sowie gegen Behördenwillkür und Bestechung nicht hintenan stehen. Zusammen mit der Kirchenleitung plant die Herrnhuter Missionshilfe die Erarbeitung eines Verhaltenskodexes, der dem wirtschaftlichen Handeln verbindlich zugrunde liegt.

Gemeindeglieder vor Kämpfen geflüchtet


Zwischen dem 24. September und dem 2. Oktober 2017 gab es in der D. R. Kongo heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Maï-Maï-Milizen. Diese begannen bei Mboko und erstreckten sich bis Uvira. Die Menschen im Kampfgebiet mussten ihre Heimat verlassen. Was sie an Gütern und Nahrung besaßen, wurde von Soldaten oder Rebellen geraubt. Die Brüdergemeine hat in diesem Gebiet drei Gemeinden: Uvira, Mboko und Atunga. Die Mitglieder dieser drei Gemeinden flohen in die Stadt Uvira. Da die Regierungstruppen ohne jede Rücksicht auf die Flüchtlinge operierten, wurden diese daran gehindert, nach Hause zurückzukehren und müssen bei Verwandten, Freunden oder Bekannten bleiben, die selber kaum das Nötigste besitzen. Hilfsbedürftig sind etwa 120 Familien, für die die Kirchenleitung um Nothilfe bittet. Das ganze Schreiben hier.

Von der Synode der Brüdergemeine auf Kuba


Nach den Verwüstungen, die Hurrikan »Irma« angerichtet hatte, hielt die Brüdergemeine auf Kuba, die im Status einer Missionsprovinz der Brüder-Unität arbeitet, vom 25. bis 28. September 2017 ihre erste offizielle Synode in Havanna ab. Im Diözesanzentrum der Römisch-Katholischen Kirche in Havanna hatten sich 68 Synodale sowie elf Beobachter aus den sieben Gemeindebezirken auf der Insel versammelt. Eine Hauptaufgabe der Synode war die Revision der Kirchenordnung. Tanya Sanchez (Havanna; 2. v. l.) wurde in der Nachfolge von Armando Rusindo zur neuen Präsidentin der Kirche gewählt. Es war ein hoch emotionaler und zugleich historischer Moment, als Armando Rusindo, der seit 1999 die Kirche geleitet hatte, zu einem Bischof gewählt wurde. Nach seiner Ordination wird er der 365. Bischof der Brüder-Unität und erster Hispano-Amerikaner in diesem Amt sein. Mehr hier.

BWM-Katastrophenhilfe ist angelaufen


In seinem Newsletter für Oktober 2017 berichtet das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine, die Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, über die mittlerweile angelaufenen Hilfsmaßnahmen nach den zahlreichen Katastrophen im August und im September 2017. Ein Transporter mit Hilfsgütern und Technik ist bereits in den vom Hurrikan »Harvey« betroffenen Gemeinden im Süden der USA unterwegs. Auch die ersten Teams mit Freiwilligen sind jetzt dort im Einsatz. Sobald Hilfsmaßnahmen auch in der Karibik möglich sind, wird - nach Bereitstellung erster Nothilfemittel - weiteres Geld an die betroffene »Unitätsprovinz Westindien-Ost« überwiesen und werden weitere Freiwilligen-Teams ausgesendet. Der ganze Bericht in deutscher Übersetzung hier.

Sternberg-Kunstausstellung in Ramallah


Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) hat am Samstag, den 21. Oktober 2017, im Alten Rathaus aus Ottomanischer Zeit in der Innenstadt von Ramallah eine Ausstellung eröffnet, bei der Kunstwerke zu sehen sind, die von Menschen mit Behinderungen geschaffen wurden. Diese entstanden bei einem vorherigen, mehrtägigen Kunst-Workshop unter dem Motto »Abilities Beyond Expectations« (Fähigkeiten, die alle Erwartungen übertreffen). Da die Eröffnungszeremonie bei strahlendem Sonnenschein im Freien stattfand, traten auch viele Passanten hinzu. Für die jungen Künstler und diejenigen, die sie inspirierten, anleiteten und förderten, wurde die Vernissage zu einem kleinen Fest. Es gelang, die Leistungen von Menschen mit Behinderungen öffentlich zu würdigen. Die Lokalpresse berichtete.

Viel Beifall für Dabke-Tanzvorführung


Sieben Jugendliche mit Behinderungen aus dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) beteiligten sich am 23. Oktober 2017 an einer Dabke-Tanzvorführung auf dem Gelände der Universität in Bir Zeit. Die Vorführung vereinte Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung. Bei dem Dabke-Tanz handelt es sich um einen beliebten orientalischen Folkloretanz, der in den Ländern des Nahen Ostens im privaten wie öffentlichen Raum getanzt wird. Er ist ein Reihentanz zur Trommel, bei dem die Tanzenden entweder durch Halten ihrer Hände oder Umfassen ihrer Schultern miteinander Kontakt haben. Dabke bedeutet so viel wie »Mit-den-Füßen-auf-den-Boden-Stampfen«. Seit vielen Jahren üben die Jugendlichen vom Sternberg sich im Dabke-Tanz.

Erstaufführung von fünf Kurzfilmen


Unter der Schirmherrschaft von Dr. Layla Ghannam, Gouverneurin des Verwaltungsbezirkes Ramallah & Al-Bireh, stand eine Veranstaltung, zu der das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) am Donnerstag, dem 26. Oktober 2017, von 11 Uhr bis 13 Uhr eingeladen hatte. Innerhalb dieser Veranstaltung erfolgte die Erstaufführung von fünf Kurzfilmen, die vom Förderzentrum produziert worden waren und die sich mit den Rechten von Menschen mit Behinderung befassen. Veranstaltungsort war der Saal der »Palestinian Medical Relief Society« in Ramallah, Al-Balou. Vertretungspersonen von Fördereinrichtungen in Palästina sowie von staatlichen Behörden waren ebenso anwesend wie Menschen mit Behinderungen und deren Familien. Gefördert wurde das Event von der »Christoffel Blindenmission«.

Schnuppertag an der BICU


»Bluefields Indian & Caribbean University« (BICU) ist der Name einer angesehenen staatlichen Hochschule an der Atlantikküste von Nikaragua. Hier haben in der Vergangenheit immer wieder viele Schülerinnen und Schüler studiert, die zuvor am »Collegio Moravo«, einer alten Sekundarschule der Brüdergemeine, ihre allgemeine Ausbildung erhielten. Für den 22. Oktober 2017 hatte die Schule mit der Universität einen Schnuppertag für diejenigen zwei Klassen verabredet, für die im Sommer 2018 das Abitur ansteht. Mit Begeisterung ließen die Jugendlichen sich die verschiedenen Studienzweige sowie die sonstigen Angebote der Universität erklären. Im Auditorium Maximum wurden sie von der Universitäts-Leitung begrüßt und anschließend allein oder in Gruppen mit diversen Werbemitteln in der Hand fotografiert.

Filmcrew besuchte R. E. C. Doth-Schule in Surinam


Ein Team vom niederländischen Kinderfernsehen, das die Sendung »Der Bücher-Profi« produziert, weilte für zehn Tage in Surinam. Über Vermittlung der Autorin Cynthia McLeod entstand ein Kontakt zur Herrnhuterin Agnes Ritfeld, die dem Vorstand der surinamischen »Stiftung Kinderbuchfestival« angehört. Da während der Zeit des Besuches der Filmcrew keine Veranstaltungen der Stiftung stattfanden, wurden die Dreharbeiten in die »R. E. C. Doth-Schule« der Brüdergemeine in Paramaribo verlegt, wo man einen Vorlesetag organisierte. Die drei surinamischen Kinderbuchautorinnen Indra Hu, Hilli Arduin und Nowilia Tauwjoeram stellten an diesem Tag ihre neuesten Publikationen vor. Anschließend bekamen die Bücher ihren Platz in der Schulbibliothek, wo auch die meisten Filmaufnahmen gemacht wurden (Ausschnitt hier).

Besuch aus Surinam in Bad Boll


Am 16. Oktober 2017 weilten Sonja Hart-Hanenberg und ihr Mann Tony Hart aus Surinam zu einer Stippvisite im Unitätshaus in Bad Boll. Hier trafen sie mit Heide-Rose Weber und Raimund Hertzsch, zwei Mitgliedern der Unitätsdirektion, sowie mit Almut Clemens zusammen, die in den 1990iger Jahren zusammen mit ihrem Mann Theodor Clemens mehrere Jahre in Surinam gedient hatte. Dabei wurden u. a. das Thema Gewalt gegen Frauen sowie der weltweite Einsatz der Herrnhuter Missionshilfe erörtert. Zuvor hatte Sonja Hart-Haneberg an einer ökumenischen Werkstatt zum Weltgebetstag in Stuttgart teilgenommen, wo sie über ihr Heimatland und v. a. über die Situation der Frauen dort berichtete - einige Bilder hier. Teilnehmerinnen an der Werkstatt waren Frauen, die in ihrem Bezirk oder Dekanat Verantwortung für den Weltgebetstag am 2. März 2018 tragen.

»Elim ist mein zu Hause geworden«


»Elim ist mein zu Hause geworden«, schreibt Eva-Maria Mühlhäuser (Uhingen), die zusammen mit Johanne Mörike (Münsingen) seit September 2017 für ein Jahr als Freiwillige im »Elim Home«, einer Einrichtung der Brüdergemeine in Südafrika für Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen, arbeitet. In ihrem Blog heißt es: »Nach etwas mehr als einem Monat kenne ich die Kinder besser und weiß, was sie können - das ist mehr, als man annehmen möchte - und was sie gern haben oder auch nicht«. Und Johanne Mörike schreibt in ihrem Blog: »Meine Hauptaufgabe ist das Füttern, Wickeln und Waschen der Kinder. Ich erinnere mich, dass ich zunächst glaubte, die Kinder seien "nur Körper", man könne nicht wirklich mit ihnen kommunizieren. Nun weiß ich, dass in jedem "etwas drin“ ist. Man kann mit allen Kindern kommunizieren«.

»Oikocredit« wächst weiter


Die internationale Kreditgenossenschaft »Oikocredit«; mit der auch die Herrnhuter Missionshilfe kooperiert, hat jetzt über eine halbe Milliarde Euro Anlagekapital in Deutschland eingesammelt. Insgesamt über 25.000 Privatpersonen und institutionelle Anleger hätten ihr Geld bei »Oikocredit« investiert, teilte Geschäftsführer Matthias Lehnert mit. »Oikocredit« vergibt Kredite und Kapitalbeteiligungen an etwa 800 partnerschaftlich verbundene Mikrofinanz-Institutionen, Genossenschaften und andere soziale Unternehmen in über 70 Entwicklungs- und Schwellenländern. »Oikocredit« geht auf eine auf Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen zurück. Investitionsschwerpunkte sind inklusives Finanzwesen, Landwirtschaft und fairer Handel sowie erneuerbare Energien. Weltweit sind den Angaben zufolge über 54.000 Anleger mit über einer Milliarde Euro engagiert.

Zum Schluss einige Kurzmeldungen

Stellenausschreibung: Die Herrnhuter Missionshilfe sucht für ihre Geschäftsstelle in Bad Boll zum 1. April 2018 eine Assistenz im Bereich Projekte und Finanzen (19,5 Stunden wöchentlich, vorläufig befristet bis 31. März 2019). Bewerbungsschluss ist der 30. November 2017. Weitere Einzelheiten hier. + + + Beinahe live möchte die »Zeister Missionsgesellschaft«, die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, auf Facebook vom Verlauf und den Ergebnissen der dritten Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität vom 15. bis 20. November 2017 in Kapstadt berichten. Sie kündigt mindestens zwei Videos pro Tag an, in denen ihre beiden Delegierten die Konferenz  Revue passieren lassen - siehe in Kürze hier.

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Telefon: +49 (0) 35873 487-0 · E-Mail: a.tasche@ebu.de
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV ist Andreas Tasche.

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