Die Herrnhuter Brüdergemeine auf Sansibar - ein Zeugnis für die Liebe Gottes

Im Fischereihafen von Sansibar
Kleiner Junge mit Bibel in der Hand

First Lady aus Deutschland im Kindergarten auf Sansibar

Im Rahmenprogramm des ersten Staatsbesuches von Bundespräsident Joachim Gauck in Tansania weilte dessen Lebensgefährtin Daniela Schadt am 4. Februar 2015 im interreligiösen Kindergarten der Brüdergemeine in Mwera auf Sansibar. Mehr zu diesem Kindergarten hier. Die Regierung von Sansibar hatte tags zuvor die Zufahrtsstraße planieren lassen und sogar Partyzelte und Stühle zur Verfügung gestellt. In Begleitung der deutschen First Lady befanden sich David Gill, Leiter des Bundespräsidialamtes, und mehrere Mitarbeitende der deutschen Botschaft in Tansania.
Der hohe Besuch wurde von der Brüdergemeine auf Sansibar mit ihrem Pfarrer Osiah Siwelwe zum Anlass genommen, den schon seit einigen Monaten in Betrieb befindlichen Kindergarten nun endlich offiziell und feierlich einzuweihen. Verschiedene Prominente ergriffen neben Daniela Schadt das Wort und zeigten sich beeindruckt: Ayoub M. Mahmoud, der District Commissioner von West Zanzibar, Pfarrer Samuel Mwaiseje, der Vorsitzende der noch jungen Ostprovinz der Brüdergemeine in Tansania, und Pfarrer Raimund Hertzsch, Mitglied der Direktion der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität und Vorsitzender der Herrnhuter Missionshilfe. In den Ansprachen war immer wieder von Freude und Dankbarkeit gegenüber allen die Rede, die sich für die Realisierung des Kindergarten-Projektes eingesetzt hatten. Die First Lady betonte in ihrer Rede, dass es an einem Ort wie Sansibar nicht nur um eine gute Erziehung und Bildung gehe, dass vielmehr auch die alltägliche Begegnung von Christen und Muslimen sehr wichtig sei.
Die Kinder hatten mit Ruth Loice, einer Christin, und Asya Hassan Ali, einer Muslima, mehrere Lieder und eine große Choreographie einstudiert. Bei einem Rundgang durch die Räume nahm sich Daniela Schadt Zeit, mit den Kindern zu sprechen. Am Kindergarten prangt nun ein von der First Lady enthülltes kupfernes Schild mit der Aufschrift in Englisch und Swahili: »Herrnhuter Academy - Nursery and Primary School - was officially opened by Her Excellency Ms. Daniela Schadt partner of the President of the Federal Republic of Germany Joachim Gauck on 4 February 2015«. - Pressemeldung hier. Bilderbogen hier. Berichterstattung mit vielen Fotos in den »Zanzi News« hier.

Versöhnung auf Sansibarisch

»Versöhnung auf Sansibarisch«, so lautet die Überschrift eines längeren Artikels, den der Herrnhuter Journalist Andreas Herrmann am 4. Januar 2015 für die »Mitteldeutsche Kirchenzeitung« geschrieben hat. Der Artikel befasst sich mit der Wirksamkeit der Herrnhuter auf der zu Tansania gehörenden, stark islamisch geprägten Insel Sansibar. Er stellt den im Jahre 2013 eröffneten interreligiösen Kindergarten in Mwera vor, er schildert die Probleme der Gemeinde beim Erwerb eines Grundstücks für den Kirchenbau und er befasst sich mit den Sorgen und Träumen der wenigen Mitglieder der Brüdergemeine auf Sansibar, die sich um ihren Pfarrer Osiah Siwelwe und dessen Frau Ndisechela scharen. Auch zeigt er die Ruine der Anglikanischen Kirche, in der die Herrnhuter sich derzeit versammeln. Zum Zeitungsartikel hier.

Bus für die "Herrnhut Academy School"

Die Herrnhuter Missionshilfe hat beschlossen, den Kauf eines mittelgroßen Busses für den Transport der Kinder an der »Herrnhut Academy School« auf Sansibar (Tansania) finanziell zu fördern. Ein kürzlich ergangener Spendenaufruf für die Einrichtung war erfolgreich gewesen. Den Kauf eines Schulbusses hatte der verantwortliche Pfarrer Osiah Siwelwe und die Kindergärtnerin Ruth Loice als vordringlich bezeichnet worden. Die »Herrnhut Academy School« wurde im Februar 2015 mit ihrem Kindergarten-Teil offiziell eröffnet. In den nächsten Jahren soll sie zu einer Grundschule erweitert werden. Derzeit wird in Tansania und Deutschland darüber nachgedacht, wie das Bauvorhaben am besten realisiert und finanziert werden kann.

Erster Spatenstich für neue Grundschule

Endlich ist die Baugenehmigung für die neue Grundschule der Brüderge-meine in Mwera auf Sansibar (TZ) eingetroffen! Verantwortliche des Staates, der tansanischen Ostprovinz, der Schule sowie Bettina Nasgowitz, die Referentin der Herrnhuter Missionshilfe für Finanzen und Projekte, haben mit einem ersten Spatenstich den Bau offiziell begonnen. Die Schule wird auf dem neu erworbenen Grundstück direkt neben dem Kindergarten errichtet. Zunächst sollen sechs Klassenzimmer, ein Bürogebäude und eine Mauer zur Umfassung des Grundstücks entstehen. Das alte Schulgebäude ist abbruchreif und stellt auf Dauer eine Gefahr für die Kinder dar. Die neue Grundschule soll später einmal 270 Plätze haben. Die Bevölkerung auf Sansibar ist zu 98 Prozent muslimisch. In der Schule wird ein friedlich-fröhliches Zusammenleben von Muslimen und Christen praktiziert.