Samstag, 31. Oktober 2015

Treffen zur Flüchtlingskrise

Blick in das Präsidium des kirchlichen Spitzentreffens

Wie können und wie müssen sich die Kirchen in der Flüchtlingskrise positionieren? Darüber beratschlagten 35 leitende Geistliche aus 20 Ländern am Donnerstag, dem 29. Oktober 2015, in München. Die bei dem Spitzentreffen vertretenen protestantischen und orthodoxen Kirchen Europas, des Nahen Ostens und Afrikas sowie der katholischen und anglikanischen Kirche sprachen darüber, wie sie noch stärker kooperieren sowie ein Zeichen der Einheit setzen können. Sie forderten, dass Regierungen enger zusammenarbeiten und mahnten, Flüchtlinge menschenwürdig zu behandeln. Die schwedische Erzbischöfin Antje Jackelén sprach von »humanitären Flitterwochen«, die Europa gerade erlebe. Doch sie betonte, dass die Bevölkerung sich auf Veränderungen einstellen müsse, denn die Krise werde wohl noch lange andauern. Zudem gebe es auch Ängste und Ablehnung - Europa stehe vor einer großen Herausforderung. Sie kritisierte den Mangel an internationaler Koordinierung der Flüchtlingshilfen. Wenn Europa daran scheitere, dann würde sich das weltweit negativ auswirken, sagte sie. Den Kirchen komme dabei eine besondere Rolle zu: Sie behandeln Flüchtlinge nicht als Objekte, die von Land zu Land verteilt werden. Sondern vielmehr als Menschen mit Bedürfnissen. Mehr zu dem Treffen hier.