Montag, 5. Oktober 2015

Für Flüchtlinge engagieren!

Flüchtlingslager der UNHCR

Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) hat in einer Erklärung ihre Mitgliedskirchen gebeten, sich weiter für Flüchtlinge zu engagieren. Neben der Alltagsbegleitung würden vor allem Wohnraum und Räume für Gottesdienste benötigt. Die 50 Delegierten forderten zudem eine würdige Behandlung der Flüchtlinge und appellierten an den Gesetzgeber, dies rechtlich zu regeln. Auf einem Studientag setzten sich die Delegierten mit dem Missionsbegriff im Verhältnis zum interreligiösen Dialog auseinander.

„Fremdenfeindlichkeit, Hass oder Rassismus sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar“, heißt es in der Erklärung „Für ein Miteinander in Vielfalt“. Die Delegierten danken darin allen, die sich für Flüchtlinge engagieren. Sie sind zudem überzeugt, dass Flüchtlinge das Land bereichern. „Darin liegt eine große Chance.“ Allerdings stellten die große Zahl und die Aufgabe ihrer Integration vor Herausforderungen, die entschlossen angegangen werden müssten. Die Delegierten fordern weiterhin legale Zugangswege für Flüchtlinge in Europa und „faire Asylverfahren“. Die ACK unterstütze alle Aktivitäten, die zur Verbesserung der Situation in den Herkunftsländern beitragen. Sie mahnt auch: „Wo wir selbst in die Ursachen von Flucht und Vertreibung verstrickt sind, mahnen wir zur Buße und Umkehr.“ Die Delegierten bitten die Mitgliedskirchen, Initiativen einer restriktiven Rüstungspolitik zu unterstützen und sich auf politischer Ebene dafür einzusetzen, dass die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen erreicht werden können. Die ACK könne besonders bei der Integration und dem interreligiösen Dialog helfen, da sie bei vielen Mitgliedern ihrer Mitgliedskirchen auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen könne. Gleichzeitig bittet sie alle, die nach Deutschland kommen, „die gewachsene Vielfalt zu respektieren und ihren Beitrag zu leisten, unser Zusammenleben in Frieden und Freiheit mit zu gestalten“.

Die vollständige Erklärung gibt es hier.