Donnerstag, 2. April 2015

Neuer IWF-Katastrophen-Fonds

Schwere Überschwemmungen im Binnenland von Surinam entlang der großen Flüsse im Sommer 2006

Anfang Februar 2015 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) den »Catastrophe Containment and Relief Trust« (CCR) ins Leben gerufen; deutsch »Katastrophenbewältigungsfonds«. Darauf wies kürzlich das Aktionsbündnis »Erlassjahr.de - Entwicklung braucht Entschuldung« in einer entsprechenden Mitteilung hin - siehe hier. Der neue Fonds stellt ein treuhänderisches Vermögen dar, mit dessen Hilfe der IWF hofft, in Fällen großer Naturkatastrophen den betroffenen Ländern schnell zusätzliche finanzielle Spielräume schaffen zu können. Auslöser für die Bildung des neuen Fonds war die Ebola-Krise in Westafrika, die den betroffenen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea über die unmittelbaren Kosten im Gesundheitssystem hinaus untragbare Verluste durch die weitgehende Lähmung des gesamten gesellschaftlichen und Wirtschaftslebens eingebracht hat. Überwiegend kommen die Mittel für den Fonds aus Ressourcen des IWF selbst. Begünstigt werden können Länder, bei denen der Vorstand des IWF eine Schädigung durch eine Naturkatastrophe feststellt.