Freitag, 13. März 2015

Wahlen müssen fair verlaufen

Fredrick Sumaye, der Ex-Premier von Tansania (1995-2005)

Anlässlich einer Fundraising-Aktion zugunsten ihres Kirchenbauprojektes hatte die Isevya-Gemeinde in Sikonge (Tansania, Westprovinz) am 8. März 2015 den frühern tansanischen Premierminister Fredrick Sumaye eingeladen, der von 1995 bis 2005 amtierte. In seiner Rede forderte der prominente Politiker die Gläubigen aller Konfessionen in Tansania auf, für einen freien, friedlichen und fairen Verlauf der anstehenden Wahlen zu beten und zu wirken. In vielen afrikanischen Ländern hätte es zuletzt nach Wahlen erhebliche Probleme gegeben. Tansania dürfe nicht in Chaos versinken, weil bestimmte Gruppen das Wahlergebnis nicht akzeptieren wollten. Die Kirchen könnten dazu beitragen, dass die Wahlen das Land voran brächten. Sie müssten darauf achten, dass integere Persönlichkeiten, die dem Gemeinwohl und nicht dem Eigennutz dienten, als Kandidaten aufgestellt und gewählt würden. Der ehemalige Premier rief zu einer regen Beteiligung an den Wahlen auf. Insbesondere die Frauen ermunterte er, sich für politische Ämter zur Verfügung zu stellen. Etwaige Aufforderungen zum Boykott der Wahlen sollten ignoriert werden; Boykotte nützten nur den schlechten Führern. In Tansania soll es im April 2015 zu einer Abstimmung über die neue Verfassung kommen; im Oktober 2015 stehen dann Parlaments- und Präsidentschaftswahlen an. Der derzeitige Präsident Jakaya M. Kikwete muss sein Amt nach zwei fünfjährigen Wahlperioden niederlegen. Bericht in den »Daily News« vom 10. März 2015 hier