Montag, 13. Oktober 2014

Zahl der Hungernden geht zurück

Karte zum Welthungerindex 2014; Quelle: Welthungerhilfe

Die Zahl der Hungernden geht weltweit zurück. Als unterernährt gelten zwar immer noch etwa 805 Millionen Menschen. Im Vorjahr hatte die Zahl der chronisch Unterernährten allerdings noch bei 842 Millionen gelegen. Die »Welthungerhilfe« wies bei der Vorstellung des »Welthunger-Index 2014« darauf hin, dass der Hunger seit 1990 kontinuierlich abgenommen hat - insgesamt um 39 Prozent. In 14 vorwiegend afrikanischen Staaten sei die Lage aber "sehr ernst", in Burundi und Eritrea sogar "gravierend", teilte die Welthungerhilfe mit. Verschlechtert hat sich die Lage laut aktuellem Index im Irak, in Swasiland, den Komoren und Burundi. Deutliche Verbesserungen gibt es unter anderem Panama, Ägypten, Thailand, Ghana, Mexiko und Vietnam. In Swasiland geht die schwierige Lage nach Ansicht der Experten vor allem auf die extreme Verbreitung von HIV zurück. In dem kleinen Land im südlichen Afrika sind 26,5 Prozent der Erwachsenen mit dem Virus infiziert, die Infektionsrate ist höher als in jedem anderen Land. Burundi wiederum finde nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg erst langsam zu Frieden und politischer Stabilität zurück. Im Irak, der wegen seiner Ölquellen ein potenziell reiches Land ist, wächst der Hunger vor allem wegen der andauernden Gewalt und des Zustroms syrischer Flüchtlinge. Video hier.