Montag, 6. Oktober 2014

Miskito-Gemeinden wehren sich

Aufräumen nach der Vertreibung illegaler Siedler

Immer mehr Miskito-Gemeinden im Osten und Norden von Nikaragua verlassen sich bei ihrem Kampf gegen illegale Tropenholzräuber und Kolonisten nicht mehr auf den Staat, sondern greifen zur Selbsthilfe. Die Indigenen bewaffnen sich, zerstören die Häuser der Siedler und vertreiben diese aus ihren Gebieten, so geschehen in Layasiksa (100 km südlich von Bilwi) und in einigen Dörfern am Rio Coco. Die Indigenen beklagen die Untätigkeit von Polizei sowie Justiz und äußern die Vermutung, dass korrupte Beamte den Landraub sogar heimlich förderten, um die Chancen der regierenden Sandinisten bei den nächsten Wahlen zu erhöhen. Carlos Sander, ein Führer der Indigenen, sprach von etwa 600 Siedler-Familien, die in das Gebiet von Tuahka eingedrungen seien. Die nikaraguanische Zeitung »La Prensa« berichtete - siehe hier.