Montag, 16. Dezember 2013

Desolate Infrastruktur

An der Costa Atlantica in Nikaragua ist die Herrnhuter Brüdergemeine als die größte evangelische Kirche Volkskirche. In den Parlamenten, Räten und Verwaltungen besitzt ihre Stimme Gewicht. Entgegen den Versprechungen der sandinistischen Zentralregierung in Managua hat sich die infrastrukturelle Lage in der seit jeher benachteiligten »Autonomen Region Nikaragua Nord« noch immer nicht verbessert. Vo allem jetzt in der Regenzeit sind manche Straßen kaum passierbar, so dass Menschen und Waren nur mühsam von Ort zu Ort kommen. Die Bilder zeigen ein Schlammloch zwischen Sinua und Rosita, das ganze Lastwagen verschlingt, sowie eine einsturzgefährdete Brücke bei Sisin, bei der schon vier Seilträger gerissen sind, zwischen Bilwi und Waspam. Die Vertreter der Brüdergemeine wie der Indigenen beklagen, dass die Schätze des Landes zwar seit Jahrzehnten von nationalen und internationalen Unternehmen ausgebeutet würden (Tropenholz, Fisch, Gold, verschiedene Agrarprodukte), dass diese Firmen aber nicht in die Infrastruktur investierten und nur wüstes Land hinterließen.