Freitag, 20. Juli 2018

OAS kritisiert Nikaragua scharf

Massendemonstration im Mai 2018

Angesichts der anhaltenden Unruhen in Nikaragua hat die »Organisation Amerikanischer Staaten« die Regierung in Managua am 18. Juli 2018 ungewohnt scharf kritisiert. Sie verurteilte Menschenrechtsverstöße der Polizei im Konflikt mit Regierungsgegnern und den Einsatz bewaffneter Motorradgangs, die die Mehrzahl der etwa 250 politischen Morde begangen hätten. Insgesamt habe der Konflikt bereits über 350 Leben gekostet. Es sei Sache der Regierung, die Gewalt zu stoppen. Die Regierung diskreditierte indessen die Kirchen, sie seien keine Vermittler, sondern stellten sich an die Seite der Regierungsgegner. Die Bischöfe bezeichnete Präsident Daniel Ortega am 39. Jahrestag der sandinistischen Revolution als »Verbündete der Putschisten«. Der Weihbischof von Managua, Silvio José Báez, schrieb, Verleumdung könne der Kirche nichts anhaben. Sie leide mit jenen, die ermordet worden oder vor Gefahr geflohen seien. Mehr hier und hier.