Donnerstag, 1. Februar 2018

NGOs schreiben an Angela Merkel

Bronze-Kunstwerk aus Benin

Ein Bündnis von NGOs forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem offenen Brief dazu auf, sich für die Rückgabe von Kulturgütern und Gebeinen aus Afrika einzusetzen. Das Tanzania-Network, in dem auch die Herrnhuter Missionshilfe mitarbeitet, hat den Brief zusammen mit hunderten von Einzelpersonen und Institutionen vor allem aus dem Bereich der Entwicklungshilfe unterzeichnet. Zum Text des Briefes hier. 100 Jahre nach dem Ende des deutschen Kolonialismus in Afrika dürfe die deutsche Bundesregierung zum Thema »Rückgaben« nicht schweigen, so die Forderung in dem am 18. Dezember 2017 publizierten Brief. Deutschland komme in der Rückgabe-Angelegenheit eine Schlüsselrolle zu. Hier finde sich die größte Dichte an Museen mit Kulturschätzen und menschlichen Gebeinen aus allen Teilen des afrikanischen Kontinents. Zudem müsse die Bundeskanzlerin sich zur Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron positionieren. Dieser hatte im November 2017 eine zeitweise oder dauerhafte Rückgabe afrikanischer Kulturgüter aus französischen Sammlungen und Museen sowie die Rückgabe von menschlichen Gebeinen zunächst nach Algerien angekündigt.