Samstag, 16. September 2017

Schüler begehen Nationalfeiertag

Anders als im »indianisch« geprägten Nordosten von Nikaragua, spielt der 15. September, der Tag der Unabhängigkeit von den Spaniern im Jahre 1821, der wichtigste nationale Feiertag, im karibisch-kreolisch geprägten Südosten von Nikaragua eine wichtige Rolle. Daher findet in Bluefields auch regelmäßig am 15. September ein großer, lauter Aufmarsch statt, der mit allerlei öffentlichen Ehrungen verbunden ist. Das im Stadtzentrum von Bluefields gelegene »Collegio Moravo Secundo« beteiligte sich auch 2017 an diesem Aufmarsch, unter anderem mit einem eigenen Spielmannszug. Alle Schülerinnen und Schüler hatten sich festlich herausgeputzt und ihre Schuluniformen oder andere Uniformen angelegt. Einige von ihnen empfingen für besondere Leistungen eine Urkunde bzw. eine Schärpe.
Am 15. September 1821 erlangten unter Führung des Heerführers Gabino Gaínza y Fernández de Medrano fünf mittelamerikanischen Provinzen des zum »Vizekönigreich Neuspanien« gehöreden »Generalkapitanates Guatemala« (heute Honduras, Guatemala, Costa Rica, El Salvador und Nikaragua) die Unabhängigkeit. Für zwei Jahre schlossen sie sich dem kurz zuvor unabhängig gewordenen Mexiko an. Anschließend gründeten die fünf Regionen die »Zentralamerikanische Konföderation«. Nikaragua schied am 30. April 1838 als erster Staat wieder aus der Konföderation aus und ist seitdem eigenständig. Ein weiterer politischer Feiertag in Nikaragua ist der 19. Juli, der Jahrestag der Sandinistischen Recvolution 1979.