Mittwoch, 6. September 2017

»Irma« bedroht gesamte Karibik

dpa-Foto vom Herannahen des Hurrikans "Irma"

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost und zugleich Leiter des »Unity Board«, bittet um Fürbitte angesichts des herannahenden Hurrikans »Irma«, des stärksten Hurrikans, der sich jemals über dem Atlantik zusammengebraut hat. Zuletzt wurden Windgeschwindigkeiten von 295 km/h gemessen (Kategorie 5). Wörtlich schreibt er am 5. September 2017: »Wir auf Antigua und Barbuda sind intensiv mit den Vorbereitungen für das Auftreffen des Hurrikans Irma beschäftigt. Neben Antigua und Barbuda soll der Hurrikan am Mittwoch die Inseln Montserrat, St. Kitts und Nevis, St. Maarten sowie die US-amerikanischen und die britischen Jungferninseln erreichen«.
Die »Süddeutsche Zeitung« berichtet am 6. September 2017 um 6 Uhr aus dem Katastrophengebiet wie folgt: »Wegen der Gefahr durch den heranziehenden Hurrikan "Irma" hat der Ministerpräsident der Bahamas eine Evakuierung der südlichen Inseln des Landes angeordnet. Der Sturm der Kategorie 5 stelle eine gefährliche Bedrohung für die Inseln und deren Bewohner dar, sagte Hubert Minnis. Die Menschen, die dort wohnten, sollten am Mittwoch in die Hauptstadt Nassau geflogen werden. Dabei handele es sich um die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte des Landes, so Minnis. Hurrikan "Irma" gewann auf dem Weg in die Karibik dramatisch an Kraft hinzu und ist mittlerweile der stärkste Sturm, der jemals auf dem offenen Atlantik gemessen wurde. Er ist noch stärker als Tropensturm Harvey, der in der vergangenen Woche Teile der US-Bundesstaaten Texas und Louisiana verwüstet hatte. Noch im Laufe des Dienstagabends, spätestens aber am Mittwoch (Ortszeit) soll Irma über Teile der Kleinen Antillen in der östlichen Karibik hinwegfegen. Derzeit erreicht der Sturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde. Ronald Jackson, der Koordinator des Katastrophenschutzes in der Karibik, sagte, er könne sich nicht daran erinnern, dass sich ein Tropensturm so schnell zu einem Hurrikan aufgebaut habe, bevor er die Region erreicht habe. Behörden warnten, Irma könne heftigste Niederschläge mit sich bringen und zu Erdrutschen, Überschwemmungen und bis zu sieben Meter hohen Wellen führen«.