Samstag, 20. Mai 2017

Einmal Welt und zurück

Werbung für die "Weltausstellung Reformation" in Wittenberg

Am 20. Mai 2017 wurde in der Lutherstadt Wittenberg mit einem ökumenischen Gottesdienst, bei dem unter anderem Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier, EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm und Reformationsbotschafterin Margot Käßmann mitwirkten, die »Weltausstellung Reformation« eröffnet, die bis zum 10. September 2017 besucht werden kann. Sieben »Tore der Freiheit« in den Wallanlagen der Stadt und damit verbundene Themenbereiche öffnen den Blick für die Zukunft. Die in die Welt ausgegangene Reformation kehrt mit ihren gemachten Erfahrungen an ihren Ursprungsort zurück. Kirchen aus aller Welt, internationale Institutionen, Organisationen, Initiativen und Kulturschaffende präsentieren ihre Sicht auf die Reformation. Ein reiches Programm wird 16 Wochen lang auf den großen und kleinen Bühnen der Stadt dargeboten. Torraum 5 befasst sich mit dem Thema »Globalisierung / Eine Welt«. In der Ankündigung der hier angesiedelten Aktivitäten heißt es: »Wir treffen wir Christinnen und Christen von nah und fern, die davon berichten, wie Martin Luthers Idee von der sich stets reformierenden Kirche in ihren Gemeinden Wirklichkeit geworden ist. Wir wollen erleben, was Kirchen dazu beitragen können, dass das Christentum heute Teil der Lösung von modernen Problemen und Herausforderungen ist. Wir wollen erkunden, wie die Strukturen der Globalisierung so reformiert werden können, dass gutes Leben für alle Menschen möglich wird. Wir wollen uns nicht damit zufriedengeben, dass bisher von der wirtschaftlichen Globalisierung vor allem diejenigen profitieren, die über Geld verfügen, gebildet sind und in demokratischen Systemen leben. Damit die Welt friedlicher wird, braucht die Globalisierung mehr Gerechtigkeit. Besucherinnen und Besucher erfahren, welche Impulse von den Kirchen für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden ausgehen. Wir wollen Möglichkeiten ausloten, die Welt zu reformieren. Kreativ widmen wir uns diesem Vorhaben. Und so wird man im Torraum Globalisierung / Eine Welt sprechen und zuhören, lernen und lehren, lachen und nachdenken, das Leben in der „Einen Welt“ feiern und mit Freundinnen und Freunden der Reformation singen und tanzen. «