Dienstag, 27. Dezember 2016

Uran-Spionage in Malawi?

Uranmine im malawischen Karonga-Distrikt

Studenten der 2006 gegründeten »Teofilo Kisanji University« der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania) sind von kurzem in Verdacht geraten, im benachbarten Malawi eine Uran-Mine ausspioniert zu haben. Sie wurden von der Polizei ausgiebig befragt, anschleißend aber wieder frei gelassen. Die »Kayerekera Uranium mine« befindet sich im ressourcenreichen malawischen Karonga-Distrikt. Am 21. Dezember 2016 wurden acht tansanische Staatsbürger inhaftiert, weil sie sich in der derzeit geschlossenen Mine mit großen Kameras aufgehalten hatten. Tansania verdächtigt Malawi seit geraumer Zeit, heimlich an der Herstellung nuklearer Waffen zu arbeiten. Vor allem wegen Streitigkeiten um den genauen Grenzverlauf im nördlichen Nyassasee hat sich das Verhältnis zwischen Tansania und Malawi zuletzt zunehmend verschlechtert. Pressebericht hier.